Antragswelle für Tempo 30-Zonen

messnetz-_bund-e-v-_tempo30-neukoellnrathausDicke Luft, Lärm und hohes Unfallrisiko gehören auf den drei Neuköllner Magistralen zwischen Hermannplatz und Silbersteinstraße zum Alltag. An der Ecke Karl-Marx-/Flughafenstraße, in der  Station des Berliner Luftgüte-Messnetzes (BLUME), schräg gegenüber vom Rathaus, werden regelmäßig deutschlandweit mit die höchsten Feinstaub- und Stickoxid-Belastungen gemessen, ebenso im BLUME-Häuschen auf der Silbersteinstraße. Mit einem Anfang September bei der Verkehrslenkung Berlin gestellten Antrag will der BUND-Berlin  nun 20 Abschnitte auf Berliner Hauptstraßen durch die Einführung von Tempo 30  für Anwohner, Fußgänger und Radfahrer sauberer, leiser und sicherer  machen.  Allein drei dieser Streckenabschnitte liegen in Neukölln. Es sind die Sonnenallee von Hermannplatz bis Fuldastraße, die Karl-Marx-Straße hermannstrasse_bund-e-v-_tempo30-neukoellnzwischen Flughafenstraße und Karl-Marx-Platz sowie die Hermannstraße von Silbersteinstraße bis Mariendorfer Weg.

„Der Senat hat selbst im Luftreinhalteplan  festgelegt, dass Tempolimits an Hauptverkehrsstraßen einzuführen sind, an denen im Jahr 2015 die Grenzwerte für Stickoxide überschritten  wurden“, erläutert Martin Schlegel, Verkehrsreferent des BUND-Berlin. „Mit den Anträgen bei der Verkehrslenkung Berlin sollen weitere Klagen für Tempo-30-Abschnitte in Berlin vorbereitet werden, falls der Senat die Anträge ablehnt“, fügt er hinzu. Hohe Stickoxid-Belastungenhermannnplatzost_bund-e-v-_tempo30-neukoelln könnten nachweisbar vor allem reduziert werden,  „wenn Tempo 30 auch permanent kontrolliert wird, wie dies in der Schildhornstraße in Steglitz bereits passiert.  Bei längeren Straßenabschnitten sollten auch die grünen Wellen angepasst werden“, sonnenallee_bund-e-v-_tempo30-neukoellnfordert Schlegel.

Die Verkehrslenkung Berlin hat dem BUND-Berlin den Eingang seines Antrages auf verkehrsberuhigende Maßnahmen wegen erhöhter Lärmwerte, Immissionswerte und aus Verkehrssicherheitsgründen  inzwischen bestätigt. „Auf Grund des großen Prüfaufwands wird noch einige Zeit vergehen, bis Sie weitere Nachricht erhalten“, teilt die  Behörde dem Antragsteller mit. Das FACETTEN-Magazin wird wieder berichten, sobald es Neuigkeiten gibt.

=Christian Kölling=