Neues Leben auf dem Gelände der alten Geyer-Werke

giffey_koslowsky_muecke_j2c-eroeffnung neukoelln„Ich bin früher mit dem Auto durch die Hermannstraße gefahren und dachte, hier möchte ich niemals leben“, gestand der Berliner Jörg Koslowsky (M.) bei der Eröffnung des neuen Firmensitzes seiner Journey 2 Creation GmbH (J2C) auf dem Gelände der ehemaligen Geyer-Werke in Nord-Neukölln. Nun tragen er und sein vor sieben Jahren aus Köln zugezogener Mitge-sellschafter Jan Lucas Licht nicht ohne Stolz eine Anstecknadel mit dem Neuköllner lucas_neukoelln-nadel_j2c-eroeffnung neukoellnWappen an der Brust.

„Mit Journey 2 Creation konnte ein erstes bedeutendes Neuköllner Unternehmen der Kreativwirtschaft angesiedelt werden“, vermerkte Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey, als sie am vergangenen Freitag in der Harzer Straße auf dem Areal der einst größten Filmfabrik Deutschlands die Anstecknadeln zusammen mit einer Miniatur des Rixi-Bären, der im Original vor dem Rathaus steht, an Koslowsky und Licht übergab. Begleitet wurde Giffey von Clemens Mücke (r.), der im Bezirk für die Wirtschafts-förderung zuständig ist, sowie von Nicola Böcker-Giannini, der SPD-Direktkandidatin licht_koffer_mitte_bart_j2c-eroeffnung neukoellnim Wahlkreis 1 für die Wahlen zum Berliner Abgeord-netenhaus.

J2C ist eine Agentur für Strategieberatung, Innova-tionsakademie und Ideenfabrik, deren Vorläufer das D.Collective Coworking-Büro in der Okerstraße im Schillerkiez war. „Wir unterstützen die Entwicklung kreativer Ideen bis zur Markteinführung sowie den Kulturwandel in Unternehmen“, konkretisierte Koslowsky bei seiner Eröffnungsrede. Zu den Kunden, die der Kreativunternehmer gerne Partner nennt, gehören große Unternehmen wie die Münchner Rück, die Bundesdruckerei und Unicef. Die Deutsche Bahn konnte J2C bereits beraten, wie sie Kundenwünsche besser in ihr Angebot einbeziehen könnte. Der Staat Dubai bat das Neuköllner Unternehmen um portal geyer-werke neukoellnUnterstützung bei der Entwicklung eines Konzeptes für die nachhaltige Entwicklung des Landes.

„Die Buwog-Group hat uns sehr geholfen, dass wir hier landen konnten“, bedankte sich Jörg Koslowsky schließlich bei Alexander Happ, dem Geschäftsführer der BUWOG Bauträger GmbH. Das Unternehmen für Wohn- und Geschäftsimmobilien hat das Gelände 2015 vom insolventen Alteigentümer Cine Media gekauft und will es weiter-entwickeln. „Wir sind gekommen um zu bleiben. Wir wollen in Neukölln einen Bestand aufbauen“, kündigte Happ für sein Unternehmen an. 2.000 Wohnungen habe man bereits in der High-Deck-Siedlung erworben. Eine große Baustelle in der Harzer Straße an den Bouché-Höfen sei für den deutsch-österreichischen Komplett-anbieter happ_giffey_koslowsky_j2c-eroeffnung neukoellnder ausschlaggebende Grund gewesen, um in das Gebiet Treptower Straße Nord zu kommen.

„Nagapanda, Nagapanda!“, riefen die zahlreich erschie-nenen Gäste der Eröffnungsfeier als Bezirksbürger-meisterin Giffey (M.) und Alexander Happ (r.) das rote Band durchschnitten, um symbolisch das Gebäude mit 450 Quadratmetern Bürofläche – inklusive zweier kleiner Kinosäle – für 20 Mitarbeiter zu eröffnen. „Nagapanda, nagapanda_j2c-eroeffnung neukoellndas ist ein Mischwesen aus Panda und Schlange“, klärte Lucas Licht von J2C auf und zog sein Smartphone aus der Tasche, um ein Bild vom Nagapanda zu zeigen und damit die Firmenphilosophie zu erklären: „Wir wollen nicht nur freundlich und hippiemäßig firmen-ritual_j2c-eroeffnung neukoellnwie ein Panda sein, sondern auch agil wie eine Schlange.“

Während im ersten Kinoraum ein Video lief, stiegen Mitarbeiter des J2C-Teams vor der Leinwand abwechselnd auf einen Tisch mit zwei aufgestapelten Kisten, um sich rückwärts fallend von den Kollegen, die vor dem Tisch eine Gasse gebildet hatten, auffangen zu lassen. Eine schöne Demonstra-tion, was gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit giffey_boecker-giannini_5-minuten-workshop_j2c-eroeffnung neukoellnfür Nagapandas in der Arbeitswelt bedeuten kann. Außerdem gab es an drei Tischen im Saal 5-Minuten-Workshops, um den Gästen eine praktische Vorstellung vom Geist und der Arbeitskultur des Design Thinking zu vermitteln. Anschließend war ein reichhal-tiges Eröffnungsprogramm bis nach Mitternacht angekündigt. Ob J2C, die Agentur für Innovation und neue Arbeit, eine Beziehung zum Kiez sucht? Lucas Licht antwortete, dass das D-Collective in der Okerstraße versucht habe, Kontakt zu den Nachbarn aufzubauen und er ergänzte: „Für das Straßenfest der Harzer Ecken im September haben wir bereits eine Einladung bekommen.“

=Christian Kölling=

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