Rundes Jubiläum zweier Institutionen im Harzer Kiez

„Spielen, lernen, Natur erleben“ ist das Motto in der Wildenbruchstraße 25, wo eine Kita für Ein- bis Sechsjährige und ein offener, pädagogisch betreuter Spielplatz direkt kuschke_liecke_40 jahre wilde ruebe neukoellnnebeneinander liegen. Freitag feierten die zum Eigenbetrieb Südost gehörende Kindertagesstätte Wildenbruchstraße und die vom Bezirksamt Neu-kölln betriebene Wilde Rübe mit einem großen Sommerfest gemeinsam ihr 40-jähriges Jubiläum.

„Im Harzer Kiez sind wir eine Institution“, sagte Brigitte Kuschnick (l., neben Falko Liecke), Leiterin der Wilden Rübe, bei der Begrüßung und illustrierte ihre selbstbewusste Einschätzung mit einer Beobachtung: „Oft kommen Eltern mit Kindern zu uns und erzählen, was sie selber für eine schöne Zeit als Kinder in der Wilden Rübe hatten.“ Ermöglicht wird die Arbeit neben finanzieller und ideeller Unterstützung des Bezirksamtes Neukölln durch zusätzliche Spenden, Sponsoren gitarrengruppe_40 jahre wilde ruebe neukoellnund ehrenamtliche Mitarbeit.

Zum Team des Spielplatzes gehört auch Eckehard Pfister. Er leitet die Musikgruppe, die zum Jubiläum einen Song geschrieben hat. „Toleranz und Gemein-samkeit gibt es in der Rübe ohne Streit“ hieß es in gitarre lernen_40 jahre wilde ruebe neukoellneiner Strophe, „Wollt ihr Schweine und Bienen sehn, müsst ihr in die Wilde Rübe gehn“ in einer anderen. Wer wollte, konnte gleich an Ort und Stelle an einer Einführungslektion in der Gitarrenspiel teilnehmen.

Insektenhotel, Kaninchenstall, Bienenstöcke und ein Gehege mit drei Hängebauchschweinen bringen dagegen im Kiez nordöstlich des Neuköllner Schiffahrtkanals die Natur hautnah in den Großstadt-Dschungel. Die Berliner Imkerfreunde Rudow e. V. unterhalten eine kleine Imkerei auf dem Gelände und machen nach Voranmeldung von März bis August Führungen für Gruppen. Im sonnenblume_40 jahre wilde ruebe neukoellnUmkreis von 3 Kilometern sammeln die Bienen während der Saison Nektar von Krokussen, Schnee-glöckchen, Sonnenblumen, Obstgehölz, Robinien, Kastanien und Linden. So entsteht in der Imkerei am Ende ein Honig, der wegen des städtischen Blütenreichtums besonders gut schmeckt. Neben zahlreichen Freizeitangeboten wie Gartenarbeit, liecke_eroeffnung schweinegehege_wilde ruebe neukoellnComputer-AGs, Nähen und Basteln werden auch Fahrten nach Mecklenburg-Vorpommern sowie Ausflüge in Berlin und Brandenburg gemacht.

Jugendstadtrat Falko Liecke war aus der Gropiusstadt gekommen, wo zeitgleich das 40-jährige Jubiläum des Gesundheitszentrums gefeiert wurde, um auf dem Spielplatz das neue Gehege für Andreas, Falko und Robert, die drei Hängebauchschweine, zu eröffnen. „Die Geschichte der letzten 40 Jahre habe ich mir nicht angeschaut. Ich war aber mit meiner Tochter beim 48 Stunden Neukölln-Festival hier. Das alte Gehege war nur noch ein hässlicher Bretterverschlag“, sagte Liecke. Außerdem ehrte der Bezirksstadtrat das Ehepaar Beck und dankte den Inhabern einer Kleintierpraxis in Neukölln kabare pupala_40 jahre wilde ruebe neukoellndafür, dass sie sich bereits jahrzehntelang ehrenamtlich um die Tiere der Wilden Rübe kümmern.

Ein Höhepunkt des Bühnenprogramms war die Auffüh-rung des Mobilen Marionettentheaters Kabaré Púpala. Mit luftballons_40 jahre wilde ruebe neukoellnInfoständen waren die Berliner Polizei und der Hilfe für Jungs e. V. mit der in Neukölln ansässigen Einrichtung Berliner Jungs vertreten, die sich in der Prävention von sexueller Gewalt an Jungen enga-giert. Am Ende des bunten Nachmittags stiegen viele Luftballons mit Kinder-wünschen über der Wilden Rübe in den Himmel.

=Christian Kölling=

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