Ab durch die Mitte!

eroeffnung kindl-treppe neukoellnBisher sahen Leute, die am Ende der Neckarstraße oder in der Mitte der Isarstraße wohnen, gegen eine neun Meter hohe Backsteinmauer, wenn sie aus der Haustür eroeffnung kindltreppe neukoellntraten. Und wer bisher nach einem Besuch der Stadtbibliothek in den Neukölln Arcaden noch eben im Supermarkt an der Werbellin-straße einkaufen wollte, musste dafür einen ziemlichen Umweg hinlegen. Das ist jetzt anders.

Gestern Nachmittag eröffnete Neuköllns Bezirksbür-germeisterin Dr. Franziska Giffey mit der Kindl-Treppe ein Bauwerk, das die Laufwege vieler gehörig verändern wird. Dank eines Aufzugs wird außerdem allen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, das komfortable Überwinden des rund acht Meter hohen Geländesprungs auf der Nord-Süd-Achse vollgut-kiezfest_neukoellninmitten des Neuköllner Zentrums ermöglicht. Rusti-kaler geht es jedoch auf dem weiteren Weg über das Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei zu, das derzeit unter Leitung der Edith Maryon Stiftung zum Vollgut Berlin-Areal entwickelt wird: War es gestern noch eine Marching Band, die zur neuen Kindl-Treppe führte, und das quirlige Kiezfest Vollgut, das die Besucher auf dem Plateau empfing, so landen Süd-Nord-Nutzer des Aufgangs oder Aufzugs künftig auf einer sandig-holperigen Großbaustelle.

Aber auch die Kindl-Treppe an sich ist längst noch nicht fertig: Unter der Leitung von Anja Röhling und Nicolas Freitag sollen die Betonwände in den kommenden drei Jahren als Projekt „Meine Welt“ gemeinsam mit Interessierten künstlerisch gestaltet

zaungaeste-ausstellung_eroeffnung kindl-treppe neukoelln zaungaeste-ausstellung_eröffnung kindl-treppe neukoelln zaungäste-ausstellung_eroeffnung kindl-treppe neukoelln

und so zunehmend bunter werden. Abgeschlossen ist hingegen ein Projekt der Werkschule Löwenherz: Während der Aushubarbeiten sammelten die Schüler archäologische Fundstücke, die gestern am Fuß der Kindl-Treppe in einer Zaun-gäste-Galerie präsentiert wurden. Ob sich für die in Kunstharz gegossenen Exponate auch künftig ein Platz finden wird, ist noch unklar. Sinnvoll wäre es zweifellos, um nachhaltig daran zu erinnern, was hier einmal war.

=ensa=

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