Zwei Designerinnen bringen Stil in Neuköllns Sonnenallee

stil-kooperation berlin_sonnenallee neukoellnDie Sprühkreide, mit der Melanie Simmersbach das Wort „Eröffnung!“ auf den Bürgersteig geschrieben hatte, war noch nicht trocken, da kamen schon die eroeffnung stil-kooperation berlin_neukoellnersten Schaulustigen über die Schwelle. Läden wie dieser sind schließlich noch Rari-täten in der Sonnenallee, wo die meisten Geschäfte einen arabischen Namen haben und Dinge verkaufen, die für Zuwanderer aus dem Orient ein Stück Heimat bedeuten.

Für Melanie Simmersbach und Stascha Hirte ist die Sonnenallee 58 in den letzten Wochen auch zum Zuhause geworden: „Wir fühlen uns hier wirklich gerade wohler als in unseren Wohnungen, weil wir hier viel mehr Zeit verbracht haben als in denen, hirte_simmersbach_stil-kooperation berlin_neukoellnum alles bis zur Eröffnung fertig zu kriegen.“ Es galt, aus dem Büroraum einer Fahrschule einen an-sprechenden Shop für „Mädchenschnickschnack“, wie Melanie Simmersbach (r.) es nennt, zu machen. haarpraechtig_stil-kooperation berlin_neukoellnDie gebürtige Bremerin trägt dazu den Haar-schmuck bei, den sie für ihr Label Haarprächtig kreiert. „Die Idee“, erzählt sie, „entstand durch den Eigenbedarf, den ich hatte.“ Das Problem sei allerdings oft gewesen, dass entweder das Design der angebote-nen Accessoires nicht gefiel oder diese die wichtige Funktion der Tanztauglichkeit nicht erfüllen konnten. Also begann sie selber kleine Hütchen anzufertigen, die leicht sind, sich unkompliziert mit einem Clip am Haar haarpraechtig-haarblumen_stil-kooperation berlin_neukoellnbefestigen lassen und durch verschiedene Stoffarten und Muster von Pünktchen bis maritim jeden Fifties-Look perfekt machen. „Wir Rock’n’Roll- und Swing-Mädels stehen auf die“, weiß Melanie Simmersbach aus eigener Erfahrung. Ergänzt hat sie die Kollektion, die in ihrer Werkstatt in Handarbeit produziert wird, stil-kooperation berlin_neukoellninzwischen mit verzier-ten Spangen, Kämmen und filigranem Brautschmuck.

Auch bei Stascha Hirte gaben Defizite im Einzelhandel den Impuls für die Neuerfindung eines Accessoires. Wie viele Frauen mag sie Taschen und hat gerne die dabei, die am besten zur Optik des Outfits oder zum Anlass passt. Nur: „Das ewige Umpacken aller Sachen von einer in die andere ist absolut lästig.“ Deshalb begann sie zu tüfteln. „Etwa ein Jahr hat die Entwicklung der Tasche gedauert, die ich dann erstmal nur auf hirte_cotaschi_stil-kooperation berlin_neukoellnKreativmärkten verkaufte, was auch im bescheide-nen Rahmen erfolgreich war“, erinnert sich die Designerin an den Start ihres Labels COTASCHI.

Der Clou jeder Tasche ist ein bis ins Detail ausgeklügeltes Wendesystem, mit dem aus einer Tasche quasi vier werden. Der Inhalt von Autoschlüssel über Handcreme bis Zahnstocher wird in einen Extrabeutel aus leichtem strapazierfähigem Cordura gesteckt, so dass mit einem Handgriff alles herausgenommen werden kann. Zu haben sind die COTASCHI-Kreationen im Handtaschen- und einem größeren Business-Format – und in unterschiedlichsten Material- und Farbvariationen. „Außerdem mache ich stil-kooperation berlin neukoellnEinzelanfertigungen, wenn sich Kundinnen die Kombinationen selber zusammenstellen wol-len“, ergänzt Stascha Hirte.

Doch das Angebot im Laden der STIL-Koopera-tion ist nicht auf Taschen und Haarschmuck beschränkt. Hirte und Simmersbach, die sich auf einem Kreativmarkt kennenlernten, bieten hier auch anderen Designern Platz für den Verkauf ihrer Mode-Accessoires. „Worauf wir allerdings achten“, verspricht Stascha Hirte, „ist, dass es keine Doppelungen gibt und die Alleinstellungsmerkmale jedes Labels zum Tragen kommen.“

STIL Kooperation Berlin (Sonnenallee 58) hat von mittwochs bis freitags zwischen 14.30 und 20 Uhr sowie sonnabends von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

=ensa=

Advertisements