Mit kleinen Anfängen zu großen Zielen

simon_lets clean up europe_neukoellner stoff-markt maybachuferDie Konstellation war günstig, alles passte zusammen, und deshalb hatte gestern beim Neuköllner Stoff-Markt am Maybachufer ein neuartiger Neuköllner Stoff Premieregottschau_pech_lets clean up europe_neukoellner stoff-markt maybachufer.

Nahe am Kottbusser Damm hatte Cordula Simon (r.), bezirkliche Europabeauftrag-te, einen Stand aufgebaut, um über die neue „Schön wie wir“-Kampagne zu informie-ren und Mitmacher für ihre Aktion „Let’s Clean Up Europe“ zu gewinnen. Am anderen Ende des Marktes, in Höhe der Schinkestraße, standen Clemens Pech und Ulrike Gott-schau neben einer Kaffeebude, um ihre innovativen Kaffeebecher vorzustellen und von den Marktbesuchern im Einsatz testen zu lassen. „Ich kenne boodha-kaffeebecher_lets clean up europe_neukoellner stoff-markt maybachuferviele, die auf so was nur gewartet haben“, sagt der männliche Part des Gründerduos der Neuköllner Firma Boodha – Just Swap It.

Vor 2 1/2 Jahren begannen die beiden, sich über eine Alternative zum Wegwerf-Pappbecher für Coffee To Go-Konsumenten Gedanken zu machen und die Mehrwegfähigkeit verschiedener Materia-lien untersuchen zu lassen. Letztlich fiel ihre Wahl auf Bambus, der neben vielen überzeugenden Produkteigenschaften den Vorteil hat, dass die Pflanze nach der Ernte weiterwächst. Dass ihr Hauptverbreitungsgebiet in China liegt und dort nun auch die Boodha-Becher produziert werden, bevor sie per Seefracht nach Deutschland kommen, könne man selbstverständlich als Manko sehen, räumt Ulrike Gottschau ein, aber: „Die Ökobilanz fällt trotzdem sehr gut kaffee on the rocks_neuköllnaus, weil jeder Becher ist extrem haltbar ist und durchschnittlich 200mal benutzt und gespült werden kann.“ Zudem seien auch Upcycling-Projekte für aus dem Verkehr gezogene Exemplare angedacht.

Zunächst geht es jedoch darum, ein flächendecken-des Boodha-Bechernetz zu knüpfen und etablieren. „Im Juli starten wir ein mehrwöchiges Pilotprojekt in Neukölln und Kreuzberg mit Cafés und Läden, die Coffee To Go verkaufen“, kündigt Clemens Pech an. Für die neukoellner stoff_maybachufer neukoellnKunden der Geschäfte bedeutet das, dass sie ihr Koffeingetränk zum Mitnehmen ausschließlich im für Baristas designten Boodha-Becher erhalten, ein Pfand von 2 Euro dafür zahlen und das Gefäß bei jedem der Kooperationspartner wieder abgeben können. Der gestrige Test stimmt Pech aber auch zuversichtlich, dass das Prozedere auf einem Markt funktionieren würde: „Man müsste nur die Kaffee-anbieter einbeziehen und ein kleines geschlossenes System einrichten.“ Die Markt-verwaltung Perske, die samstags den Neuköllner Stoff-Markt veranstaltet, stehe dem

borten_neukoellner stoff-markt_maybachufer neukoelln stoffe_neukoellner stoff-markt_maybachufer neukoelln knoepfe_neukoellner stoff-markt_maybachufer neukoelln leinen_neukoellner stoff-markt_maybachufer neukoelln

jedenfalls sehr aufgeschlossen gegenüber und unterstütze die Ambition, eine Bewegung für nachhaltigen Konsum anzuschieben. Denn, laut Umfrage der Deutschen Umwelthilfe muell_lets clean up europe_maybachufer neukoelln landen täglich eine halbe Million Pappbecher in Berlin im Müll oder auf der Straße.

Oder in der Uferböschung, die sich Cordula Simon gestern Nachmittag mit einer Gruppe Engagierter schwerpunkt-mäßig als Beitrag Neuköllns zur „Let’s Clean Up Europe“-Aktion vornahm. Der Grünstreifen zwischen Gehweg und Kanal, erklärt sie, habe nämlich die Besonderheit, nicht zum Einsatzbereich der BSR zu gehören, sondern in die Zuständigkeit des Berliner Wasser- und Schifffahrtsamtes müll_lets clean up europe_maybachufer neukoellnzu fallen. Für dessen Vermül-lung sorgen indes diejenigen, die schnell Kassenbons, Kaffeebecher, Döner- und Pizzareste, Plastiktüten oder auch Sperrmüll loswerden wollen. „Wir müssen wieder dahin kommen, dass Müll im öffentlichen Raum nicht zur Neuköllner Kultur gehört und auch die Sauberkeit auf der Straße als Zeichen von Toleranz und Demokratie etab-lieren“, findet Cordula Simon. Die Stärkung der sozialen Kontrolle und Impulse zur Eigeninitiative bei jedem, der im Bezirk lebt, seien dabei die wichtigsten Dreh- und Angelpunkte, das würde nicht nur die Optik anderer Berliner wie neu kölln_bsr-mülleimer neuköllnKieze beweisen. „Ich habe gehört“, sagt die Europabeauftragte, „dass es auch in Rotterdam gelungen ist, bei der Vermüllung die Kehrtwende zu schaffen.“

Ein noch besseres, wenn auch thematisch anders gelagertes Beispiel – und somit Vorbild – zur kollektiven Problemlösung biete sich allerdings in den USA. „In Oklahoma-City hat der selber übergewichtige Bürgermeister vor einigen Jahren sich und die Einwohner zum gesünderen Leben und Abnehmen motiviert“, erzählt Cordula Simon. Über eine Million Pfund habe die Stadt so verloren. In Neukölln war es im letzten Jahr eine gute halbe Million Pfund illegal abgelagerter Sperrmüll mehr, den die BSR einsammelte.

=ensa=

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