In die Tasche statt in die Tüte: Auf Neuköllns Wochenmärkten soll die Plastikbeutel-Flut verebben

neukoellner markttaschen_rixdorfer wochenmarkt_neukoellnNikolaus Fink streitet es nicht ab. Natürlich habe er den Marketing-Aspekt im Blick, sagt der Chef der Firma diemarktplaner, die seit 2015 im Auftrag des Bezirksamts sieben Neuköllner Wochenmärkte ausrichtet. „Das langfris-tige Ziel ist, alle durch professionelles Marketing nach vorne neuköllner markttaschen_rixdorfer wochenmarkt_neukoellnzu bringen“, hatte Fink schon damals erklärt. Neues Werk-zeug bei der Umsetzung dieser Strategie sind seit vorgestern die Neuköllner Markttaschen, bei denen es aber auch um den Umweltschutz-Faktor geht.

10.000 der robusten Taschen mit langen Henkeln und einem verstärkten Boden, der Standfestigkeit gibt, haben diemarktplaner produzieren und bedrucken lassen. Aus recycelten PET-Flaschen sei das Material, und von der Idee über das Finden eines Herstellers bis zum fertigen, optisch ansprechenden und qualitativ überzeugenden Produkt habe es Monate neukoellner markttaschen_wochenmarkt rixdorf_neuköllngedauert, berichtet Nikolaus Fink, dessen Firma jede Tasche mit einem Euro sponsert. Nun gilt es, die Nachfrage bei den Nutzern der Märkte zu wecken und so auch die obligatorische Plastiktüten-Flut einzudämmen.

Einige Händler des Rudower Wochenmarkts hatten bereits zum Einführungstermin bei diemarktplaner eine beträchtliche Zahl der Taschen bestellt, um sie für einen Euro an ihre Kunden abgeben zu können. Auf dem Rixdorfer Wochenmarkt übten sich die Verkäufer vorges-tern noch in Zurückhaltung: Mehr oder weniger exponiert baumelten Ansichtsexemplare über den Waren. herr richert kaffeespezialitaeten_neukoellner markttaschen_rixdorfer wochenmarkt_neukoellnLediglich an Martin Richerts Kaffeespe-zialitäten-Wagen konnte der spontane Wunsch nach einer Neuköllner Markttasche sofort erfüllt, werden; an allen anderen Ständen musste man sie für die Abholung am nächsten Markttag bestellen. „Ich glaub, dass die Taschen hier auf dem Markt gehen, weil wir viele Kunden haben, die keine Plas-tiktüten wollen und eigene Einkaufsbeutel mitbringen“, äußerte sich Richert optimistisch.

Schwieriger könnte das Schaffen einer Akzeptanz auf dem mit bis zu 150 Ständen größten der Neuköllner Märkte am Maybachufer sein. Dort werde jetzt erst damit begonnen die Händler zu informieren. Ob sie sich einen Markttaschen-Bestand anlegen, um ihren Kunden die neue Alternative zu den Gratis-Plastikbeuteln für den Abtransport von Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch oder Backwaren neukoellner markttaschen_wochenmarkt rixdorf_neukoellnoffensiv anbieten zu können, laufe „komplett auf Freiwilligkeit“, sagt Nikolaus Fink: „Wir sind ja kein Centermanagement, das hohe Mieten kassiert und dann Richtlinien vorschreibt.“ Im Falle der Markt-taschen, so der Plan, solle das Interesse der Endverbraucher das Angebot ankurbeln.

Beim Die Dicke Linda-Markt auf dem Kranoldplatz, der mit dem Saisonbeginn ins Portfolio von diediemarktplaner überging, ist die Nachfrage nach den schwarzen Neuköllner Markttaschen jedoch zwecklos. „Sie werden nur auf den sieben Wochenmärkten verkauft, die wir im Auftrag des Bezirks organisieren“, so Fink. Für den Markt in Neubritz werde aber über kurz oder lang eine eigene Markttasche kreiert, zudem solle die Optik der Stände durch neue Planen verändert werden.

=ensa=

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