Auf Auszeichnungen abonniert

karlchen-vitrine_karlsgartenschule neukoellnDass „Karlchen“ die zweitbeste aller Schüler-zeitungen ist, die an Berlins Grundschulen gemacht werden, steht schon fest: Ende Januar wurde dem Blatt beim 13. Berliner Schülerzeitungswettbewerb der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wis-senschaft diese Auszeichnung verliehen.

Für Michael Jung, der Mathe-Lehrer an der Neuköll-ner Karlsgarten-Schule ist und die Karlchen-Redaktion bereits seit 1997 betreut, ist es längst nichts Neues mehr, Lorbeeren für die Schülerzeitung zu ernten. 2004 wurde sie zur bundesweit besten gewählt, und seitdem kamen etliche Urkunden für erste und zweite Plätze beim Berliner Schülerzeitungswettbewerb und einige Sonderpreise für Illustrationen oder die Umsetzung von Themenschwerpunkten dazu. Nicht ausgeschlossen, dass es im Sommer in der Vitrine im Erdgeschoss der Grundschule in der Karlsgartenstraße karlchen-schuelerzeitung_karlsgartenschule neukoellnnoch enger wird, denn durch die Platzierung beim Berlin-Wettbewerb gehört „Karlchen“ auch auto-matisch wieder zu den Nominierten für den Bundespreis, der im Juni vergeben wird.

„Ganz nah dran“ stand als Motto über dem aktuellen Berlin-Wettbewerb.  Und ganz nah dran sind die bis zu 15 Mädchen und Jungen der Klassenstufen 3 bis 6, die sich immer montags zur Zeitungs-AG treffen, erneut mit ihrer gerade erschienenen jüngsten Ausgabe. Seit Mittwoch wird das Heft, das im Grunde auf fast 100 Seiten zwei Hefte vereint, für 70 Cent an der Karlsgarten-Grundschule verkauft: Eine Hälfte beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Flüchtlinge und lässt sie u. a. in von den Kinder-reportern geführten Interviews von ihrer Flucht aus der Heimat und dem Leben seit der Ankunft in Berlin bzw. Neukölln erzählen. Die Relevanz des Themas für die Schüler der Grundschule am Rande der Hasenheide wird dabei schon auf Seite 5 deutlich. Denn unter ihren Mitschülern sind 12 Flüchtlingskinder aus Syrien und Afghanistan. Die meisten würden noch in einer Willkommensklasse unterrichtet, aber „vier Kinder sind 2-2016-ausgabe karlchen-schuelerzeitung_karlsgartenschule neukoellnin Regelklassen, weil sie schon gut Deutsch können“, berichtet Schul-leiterin Brigitte Unger.

Die andere Hälfte des Heftes kommt entschie-den leichter daher – sie behandelt das Thema Medien. In ihr erfahren die Karlchen-Leser nicht nur, dass der Sänger Prince der Lieblingsstar von Frau Lehmann, der allseits bekannten Schulsekretärin, ist, und dass sie sich im Fernsehen gerne „Krimis und alte Filme“ ansieht. Sondern durch die Geschichten und Interviews der Karlchen-Reporter werden ihnen auch angesagte Youtube-Protagonisten, die TV-Serie „Violetta“ und die Besonderheiten japanischer Zeichentrickserien näher gebracht. Außerdem haben die Teilnehmer der Geschichten-Werkstatt der Schule reichlich Stoff zum Schmökern zu dem lesenwerten Heft beigetragen.

„Der Karlsgarten-Schule wünsche ich auch für den Bundespreis im Juni ganz viel Erfolg und bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis“, teilte Schulstadtrat Jan-Christopher Rämer nach der Bekanntgabe der Berlin-Wettbewerb-Gewinner mit. Heute wird aber zunächst bei einer Jurysitzung in Potsdam entschieden, welche Schülerzeitungen anderer Bundesländer „Karlchen“ in der Kategorie Grundschule Konkurrenz machen wollen.

=ensa=

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