Bildungsreise in die Neuköllner High-Deck-Siedlung

ayrault_giffey_mueller_etienne_ayrault-besuch neukoellnUm Anregungen für die Förderung der Integra-tion und die Verbesserung des Zusammen-lebens in der französischen Gesellschaft zu entwickeln, besuchte der ehemalige Premier-minister und amtierende Abgeordnete des Départements Loire-Atlantique Jean-Marc Ayrault (l.) am Dienstag den Bezirk Neukölln. Begleitet wurde der prominente Gast von einer acht-köpfigen Delegation, an deren Spitze der Bot-schafter der Republik Frankreich, Philippe Etienne (r., neben Ines Müller), stand. Am Mittag konnte Neuköllns Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (2. v. l.) die Gruppe der französischen Sozial- und Integrationsexperten im Weiterlesen

Vorweihnachtliche Wunscherfüllungen für Bezirksverordnete

wunschbaum rathaus neukoellnUnten, im Foyer des Rathauses, der inzwischen restlos geplünderte Wunschbaum – oben, im BVV-Saal, gestern zum letzten Mal in diesem Jahr das Wunschkonzert von Neuköllns Bezirksverordneten. Die Resolution Neukölln sagt Nein zu TTIP hatte sich die SPD-Fraktion gewünscht: beschlossen. Einstimmig sprach sich das Plenum sogar dafür aus, den Wunsch des Ausschusses für Verkehr und Tiefbau nach Mehr Fahrradabstellplätzen vor den Neukölln Arcaden zu erfüllen. Ebenfalls durch-gewunken wurde der Antrag der Grünen- und Linke-Fraktion, nach dem Milieuschutz für den Reuterkiez auch den für den Schillerkiez zu erlas-sen – jetzt muss nur noch das Weiterlesen

Strom aus Wind auf dem Tempelhofer Feld

windrad_pionierfeld oderstrasse_tempelhoferfeld neukoellnNicht nur die Pläne, die der Berliner Senat für das Tempelhofer Feld hat, werfen Fragen auf, sondern auch das neueste Bauwerk nahe der Oderstraße. Ein dreibeiniges Holzgestell ragt neben der Radwerkstatt THF meterhoch in den Himmel, noch unfertig. Wenn es vollendet ist, wird es eine Kleinstwindkraftanlage sein und die Projekte auf dem Pionierfeld mit Energie versorgen. So planen es jedenfalls der Ta-schengeldfirma e. V. und der KitRad e. V., die das Windrad konzipierten und aufbauen.

 

Erinnern durch Comics

1_redrawing stories from the past_galerie saalbau neukoelln„Vergangenheit und was sie in der Gegenwart bedeuten kann, historische Ereignisse und wie sie persönlich erlebt wurden – das bringt das Format Graphic Novel besonders gut zusammen. Mit Bild und Text vereint es mehrere Erzählweisen in sich. Das hilft uns, einen kritischen Umgang mit Ge-schichte und ihrer Darstellung zu entwickeln“, sagt Elisabeth Desta, die mit Ludwig Henne für das Ausstellungsprojekt verantwortlich, das seit einem Monat in der Galerie im Saalbau gezeigt wird.

„Redrawing Stories from the Past“ heißt es, und dahinter steckt die Idee, Geschichten von Opfern des Nationalsozialismus im Comic-Stil darzustellen, um eine neue Form des Erinnerns zu Weiterlesen

Durchblick statt Ruinen

ehemalige frauenklinik neuköllnJahrelang passierte, abgesehen vom Verfall, nichts an der ehemaligen Frauenklinik, aber jetzt geht es vor- bzw. erstmal rückwärts: Nicht denkmalgeschützte Ruinen auf dem Areal an Neuköllns Bezirksgrenze zu Tempel-hof wurden abgerissen oder werden es noch. Damit setzt der Bauträger, die Avila-Gruppe um, was er im Mai ankündigte und schafft Platz und vorübergehend Durchblick, wo eine neue Silhouette entstehen soll.

„Zeitreise Neukölln“ verhilft Flüchtlingen zu Orientierung

terminal 99xneukoelln_museum neukoellnDie Versuchung liegt direkt nebenan. „Kein Englisch!“, instruiert Diana Mercher die Frauen und Männer, die sich um ein Computerterminal im Museum Neukölln mercher_goesswald_vhs-deutschkurs_zeitreise neukoelln_museum neukoellnversammelt haben. Viele sind mit dem Englischen vertrauter als mit der deutschen Sprache, aber alle entschlossen, das zu ändern. Im Deutsch-kursus der VHS Neukölln haben die Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, der Ukraine, Pakistan und dem Iran bereits die Kompetenzstufe A2 erreicht. „Dabei sind einige erst seit fünf Wochen hier“, sagt Diana Mercher, die Dozentin, nicht ohne Stolz: „Sie entdecken gerade, was Demokratie bedeutet, haben eine riesige Hoffnung, sich schnell zu Weiterlesen

Unter schönem Schein

rixdorfer weihnachtsmarkt neukoellnAm zweiten Advents-Wochenende – und wirk-lich nur an dem – lässt der Rixdorfer Weih-nachtsmarkt seit eh und je die Menschen zum Richardplatz strömen. Gestern Nachmit-tag wurde er zum 43. bzw. 42. Mal eröffnet, am morgigen Abend ist er wieder vorbei. Vorher gibt es noch heute von 14 bis 21 und morgen von 14 bis 20 Uhr Gelegenheiten, die von Petroleumlampen beschienenen An-gebote der 220 Stände in Augenschein zu nehmen.

Viele PS, wenig IQ und die Folgen für den Schlosspark Britz

vandalismus im park schloss britz_neukoelln„Mitteilungen der Verwaltung“ klingt dröge und ist es oft auch. Nicht so bei der letzten Sitzung des Aus-schusses für Grünflächen, Natur- und Umweltschutz: Eine „weniger schöne“ Mitteilung, die Neuköllns zuständiger Stadtrat Thomas Blesing verkündete, betraf demolierte Putten im Körnerpark, die andere, „noch schlimmere“, schwerste Vandalismusschäden im Britzer Schlosspark.

Wenige Tage vor der Ausschusssitzung war jemand mit „etwas SUV-mäßigem“ durch das aus Brand-schutzgründen unverschlossene Tor in die Parkan-lage hinter dem Schloss gefahren und hatte Runden auf den Rasenflächen gedreht. Die Folgen sind unübersehbar – und dürften es auch bleiben. Zwar Weiterlesen

Zweite Runde des Späti-Dialogs, Fortsetzung wahrscheinlich

späti-dialog_grüne neuköllnSchon im Juli hatten die Grünen-Abgeordneten Anja Kofbinger und Dr. Susanna Kahlefeld die Betreiber von Spätkaufläden sowie Polizei und Ordnungsamt zu einem ersten Späti-Dialog für Nord-Neukölln einge-laden. Grund der Zusammenkunft: Seit Frühjahr 2014 gehen Polizei und Ordnungsamt in einigen Teilen des Bezirkes unnachgiebig gegen die bislang geduldete Sonntagsöffnung der sogenannten Spätis vor, um das Berliner Ladenöffnungsgesetz durchzusetzen. Ein Vorgehen, das bei betroffenen Geschäftsleuten teils Existenzängste auslöste.

Am vergangenen Mittwoch konnten nun die beiden Landespolitikerinnen Kofbinger und Kahlefeld für die Folgerunde des Späti-Dialogs zwei Referenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin Weiterlesen

Jeder Stern ein Herzenswunsch eines Neuköllner Kindes

ungeschmückter wunschbaum_rathaus neukoellnNicht nur vor dem Neuköllner Rathaus steht nun eine Tanne, sondern auch in dessen Foyer. Bis gestern Mittag sah diese noch ziemlich kahl aus, nur eine Lichterkette und einige Kugeln verloren sich in ihr. giffey_gilke_theodor-storm-gs_wunschbaum rathaus neukoellnAber dann kamen ein paar Kinder der Theodor-Storm-Grundschule, Bezirksbür-germeisterin Giffey, Schul-stadtrat Rämer, zwei Be-zirksverordnete und Marius Gilke (r.) nebst einigen Vertretern vom Schenk doch mal ein Lächeln e. V. – und seitdem ist die Tanne ein Wunschbaum.

Mit 38 gelben Papiersternen, auf die Neuköllner Kinder jeweils einen Herzenswunsch geschrieben hatten, wurde er dekoriert. „Bedingung war, dass das Weiterlesen

Wenn die gewohnte Umgebung fremd geworden ist

the bread station neuköllnWie lebt es sich in einem Kiez, dessen Bewohner-struktur sich binnen weniger Jahre rapide verjüngt hat, während man selber stetig älter wurde? Der Heimat ist, sich aber nicht mehr so anfühlt. In dem Bäckereien hope-seniorenzentrum neukoellneröffnen, die The Bread Station heißen, hippe Läden und Cafés in ehemalige Eckkneipen ziehen, und viel englisch, spanisch und italienisch gesprochen statt ber-linert wird.

Sie habe nie woanders als im Reuterkiez gelebt, erzählt eine Rentnerin. Nun wohnt sie am Maybachufer, vorher in anderen Straßen, die zwar noch heißen, wie sie immer hießen, ansonsten aber ihre Gesichter verändert haben: „Durch die Entwicklung der letzten Jahre hab ich den Eindruck, in einen anderen Kiez umgezogen zu sein.“ Für das seit Oktober 2012 laufende Weiterlesen