Glückssachen

nordseeAm Meer kann es nicht liegen, dass die Schleswig-Holsteiner die glücklichsten Deutschen sind. Das haben schließlich auch die Mecklenburg-Vorpommer-ner mehr oder weniger dicht vor der Nase, die indes, wie der Glücksatlas 2015 feststellt, bei der Lebens-zufriedenheit ganz hinten liegen. Die Berliner landeten bei dem Ranking immerhin auf dem 14. von 19 Plät-zen und stehen damit an der Spitze aller ostdeutschen Regionen. Bei der Arbeitszufriedenheit hangelten sie sich sogar auf Platz 13; bei der Zufriedenheit mit der Gesundheit reichte es dagegen nur für den 17. Platz. Als ähnlich schlecht empfinden die Hauptstädter ihre Wohn- und Freizeitsituation: Nur die Sachsen, Bran-denburger und Meck-Pommer sind in dieser Kategorie noch unzufriedener. Ein Umzug ins brandenburgische Umland, zu dem der Woh-nungsverband BBU jüngst riet, würde allerdings auch in allen anderen Kategorien eine Verschlechterung bedeuten. Bei der Gesundheits- und Einkommenszufrieden-heit sind die Brandenburger das absolute Schlusslicht im bundesweiten Vergleich. Wer lebt um zu arbeiten, sollte dann besser gleich ins nordöstlichste Bundesland übersiedeln, wo die Arbeitszufriedenheit immerhin im Mittelfeld liegt. Oder nach Niedersachsen, das unter diesem Aspekt Spitze ist, es generell im aktuellen Glücks-atlas – nach der Region Baden – auf den 3. Platz geschafft hat und auf einer Länge von etwa 750 Kilometern am Meer liegt.

Darüber, welchen Einfluss das Wiesenmeer Tempelhofer Feld auf die Zufriedenheit der Menschen in den Anrainerbezirken Neukölln, Tempelhof und Kreuzberg hat, schweigt sich die Studie aus.

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