Anfangs belächelt, inzwischen eine feste Neuköllner Größe

friedemann walther_gründung bürgerstiftung neuköllnDas Image Neuköllns lag wie ein ausge-knockter Boxer am Boden, als sich Mitte Januar 2004 einige Leute um Friedemann Walther (r.) versammelten, um dem Bezirk durch eine Bürgerstiftung wieder auf die Beine zu helfen. Viele von ihnen erklärten mit ihrer Unterschrift, mindestens 500 Euro dafür zu investieren – und wurden belächelt oder bemitleidet. Nicht mal zwei Jahre später, am Vortag von Angela Merkels erster Wahl zur Bundeskanzlerin, war ein Kapital von knapp 71.000 Euro von 103 Gründungsstiftern zu-sammen und die Bürgerstiftung Neukölln im Stiftungsregister eingetragen. Gestern wurde mit einem Festakt im Heimathafen Neukölln das 10-jährige Bestehen der Bürger-stiftung Neukölln gefeiert. Während sich die Zahl der Stifter mittlerweile fast verdop-pelt hat und ehrenamtliche Unterstützer kamen und gingen, ist die Besetzung des Vorstandsvorsitzenden-Posten mit Friedemann Walther von Beginn an konstant. Vom Image Neuköllns ist das wahrlich nicht zu behaupten.