Keine Lösung in Sicht

fahrrad-parkplaetze amtsgericht neukoellnDas Parken von Fahrrädern in der Karl-Marx-Straße ist für alle Beteiligten ein Ärgernis geworden, seitdem der Radverkehrsanteil im Norden Neuköllns deutlich ansteigt. Auch der Ausschuss für Verkehr und Tiefbau der Bezirks-verordnetenversammlung Neukölln hat sich damit „bereits viele Male auseinandergesetzt“, wie der Ausschussvorsitzende Peter Scharm-berg bei der Sitzung des Gremiums am vergangenen Mittwoch erklärte, als ein Antrag der Grünen zum Thema auf der Tagesordnung stand. „Das Bezirksamt wird gebeten, ggf. in Zusammenarbeit mit dem Center Management der Neukölln Arcaden, zusätzliche sichere Abstellplätze für fahrrad-parkplatznot isarstr_flughafenstr neukoellnFahrräder zu schaffen“, forderte darin der Bezirks-verordnete Martin Kupfer.

Und obwohl der Antrag einstimmig von den Fraktionen angenommen wurde, zeigte die kurze Diskussion im Ausschuss, dass eine Lösung, die für alle zufrieden-stellend ist, nicht in Sicht ist. Der SPD-Politiker Scharmberg klagte über Räder, die kreuz und quer vor dem Haupteingang der Neukölln Arcaden und auf dem fahrrad-parkplatznot_ladezone neukoelln arcadenBürgersteig der Karl-Marx-Straße abgestellt würden. „Das ist längst nicht nur eine unzumutbare Behinderung für Menschen mit Kinderwagen und Rollstühlen. Auch einzelne Fußgänger kommen oft kaum durch!“, beschwerte er sich deutlich. Der Grünen-Bezirksverordnete Bertil Wewer warb hingegen für mehr Verständnis mit Radfahrerinnen und -fahrern: „Die vorhandenen Fahrradbügel in der Karl-Marx-Straße sind zu fast allen Zeiten völlig überfüllt“, erklärte er. Und gab zu bedenken, dass „die dringend benötigten Fahr-radabstellplätze fahrrad-parkplatznot flughafenstr neukoellnauch auf benachbarten Park-plätzen“ entstehen könnten, weil auf den Gehwegen kein Platz sei.

Bezirksstadtrat Thomas Blesing (SPD), der Fahrradparken auf der Fahrbahn strikt ablehnt, kritisierte dagegen die Anspruchshaltung vieler Radler mit den Worten: „Sie wollen keine zehn Meter vom angeschlossenen Fahrrad bis zur Ladentür laufen.“ Die Umwidmung eines Teils der Ladezone in der Karl-Marx-Straße für das Radparken kommt für Blesing genauso wenig in Frage, wie die Aufstellung von Radbügeln in der Erlanger Straße, wo die Grünen gerne einige Schrägparkplätze für Radabstellanlagen opfern würden. Auch im Parkhaus der Neukölln Arcaden sieht

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der Stadtrat keine Chance, um Fahrräder unterzustellen. „Ich kann gerne mit der Center-Managerin reden“, versicherte Thomas Blesing den Ausschussmitgliedern am Mittwochnachmittag: „Ich wollte nur Ihre Erwartungen dämpfen.“ Und wie die Fotos zeigen, die alle bei einem spontanen Ortstermin am Donnerstagvormittag entstanden, ist die Skepsis des Bezirksstadtrates wohl tatsächlich berechtigt.

=Christian Kölling=

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Eine Antwort

  1. Fahrradparken war ne Zeit ganz easy. Rad in den Fahrstuhl, hoch bis in 6ten, Rad an helber Barikade im Parkhais abgeschlossen.

    Nu is da der Klunkerschrottig. Und die Fahrstühle immer voll.

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