Neue Hingucker im Ganghoferkiez

routenskizze_fenster-galerie ganghoferkiez_neukoellnWeder die Ganghofer-, Donau- und Richard-, noch die Berthelsdorfer Straße haben einen Ruf als Bummelmeilen. Schaufenster, in die sich mehr als ein flüchtiger Blick lohnt, sind hier rar. In den nächsten Wochen ist das anders, denn Samstag hat  im Ganghoferkiez die Fenster-Galerie eröff-net: In insgesamt 15 Fenstern – manchmal auch Türen – entlang der Route haben Gewerbetreibende und soziale Einrichtungen für 15 Kunstwerke von Leuten aus der Nachbarschaft Platz gemacht.

Angestoßen wurde das vom Quartiersmanagement Ganghoferstraße geförderte Projekt, das zur Veran-staltungsreihe  Kiez trifft Kiez  gehört, durch Robin Spaetling und seine Kolleginnen vom Chariteam. „Manche von denen, die jetzt hier ihre Werke ausstellen, verstehen sich gar nicht als Künstler“, weiß er. Folglich sei die Aktion auch als erster Schritt gedacht, sie mit den Produkten ihrer Kreativität in die Öffentlichkeit zu locken. Zugleich wird ihnen durch das zwischengeschaltete Projektteam die Erfahrung erspart, allen Mut zusammen zu nehmen und dann bei der Suche nach Ausstel-lungsflächen auf Ablehnung zu stoßen. Denn: „Die Wertschätzung für Kunst ist bei Ladeninhabern teilweise schon sehr gering“, musste Spaetling feststellen.

Es ist ein „bunte Mischung“ mit Werken „spannender Leute“ aus verschiedenen Altersgruppen, die nun besichtigt werden kann: Kinder haben ebenso Bilder zur Fenster-Galerie im Ganghoferkiez  beigetragen wie  ein  Spieleproduzent und  Hobby-

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maler, die nur ihren Vornamen preisgeben. Aber es sind auch Kreative wie die Photodesignerin Nicole Masseit (2. v. l.), die Bühnenbildnerin Ilaa Tietz (r.) und der Autodidakt  Matthias Bauer (M.) dabei, die  ihre  Verbindung zum  Kiez  demonstrieren
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und zeigen, „was für interessante Menschen in der Nachbarschaft wohnen“. Nur um die Kunst allein geht es dem Kiez triff Kiez-Projektteam nämlich nicht. „Mit der orthopädie hartmann_fenster-galerie ganghoferkiez_neukoellnFenster-Galerie wollen wir die Identität mit der Nachbarschaft stärken kunst im fenster_neuköllnund durch die Verknüpfung von Kunst und Gewerbe auch mehr Aufmerksamkeit auf die Läden len-ken“, erklärt Robin Spaetling.

Alle Kunstwerke, die im Viertel die Blicke auf sich ziehen, gehören aller-dings nicht zu der temporären Aktion. Einige, wie z. B. das im Schaufenster des Hörgeräteakustikers Ganz Ohr, sind schon länger da und werden auch länger bleiben.

Die Ausstellung der Fenster-Galerie Ganghoferkiez läuft noch bis zum 13. Dezember. Außerhalb der Geschäftszeiten der teilnehmenden Läden ver-sperren Rolläden den Blick auf einige Exponate.

=ensa=

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