Fast 200 innerhalb von zehn Jahren

stolpersteine familie freundlich_emserstr 90 neuköllnSeit genau sechs Wochen liegen vier Stolpersteine in der Emser Straße. Vor dem Haus mit der Nummer 90 erinnern sie an Adolf und Klara Freundlich und deren Söhne Louis und Erwin.

In genau zehn Tagen wird die Zahl der Stolpersteine in Neukölln von 186 auf 193 anwachsen. Um viertel nach 10 beginnt Gunter Demnig in der Silberstein-straße 114 mit der Verlegung eines Gedenkquaders für Carl Pohle. Danach wird an der Ecke Karl-Marx-/ Jonasstraße ein Stolperstein für Erwin Volkmar ins Pflaster eingelassen, bevor es in der Geygerstraße mit denen für Deborah und Edith Wiener und Hed-wig Heymans sowie Alice Geusch weitergeht. Ab-schließend fährt Demnig in die Wissmannstraße 12, wo Ernst Lee bis zu seiner Deportation wohnte. „Mit jedem in Neukölln verlegten Stolperstein sorgen wir dafür, dass die Erinnerung an die Ermordeten des Naziregimes nicht verblasst, sondern wächst“, stellte Kulturstadtrat Jan-Christopher Rämer kürzlich treffend fest. Vor 10 Jahren begann dieses Erinnern mit dem Stolperstein für Klara Raucher.

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