Rämer on the Rocks: Eisstadion-Saison von Neuköllns Sportstadtrat eröffnet

jan-christopher rämer_saisoneröffnung eisstadion neukölln„Anzug und Schlittschuhe, das ist sehr gewöhnungs-bedürftig“, findet Jan-Christopher Rämer. Oben Job rämer_saisoneröffnung eisstadion neuköllnund unten Freizeit. Gerade deshalb war die Kombination aber ausge-sprochen passend. Denn der 34-Jährige ist Neuköllns Sportstadtrat und eröffnete in dieser Funktion gestern die 60. Saison des Eissta-dions an der Oderstraße, das am 15. Dezember 1956 in Betrieb ge-nommen wurde.

„Gleichzeitig ist es auch für mich ein Jubiläum: Vor 25 Jahren stand ich hier zum ersten Mal auf Kufen“, erzählt Rämer und zeigt zur Bande, an der er sich damals entlang hangelte. Seitdem ist Eis sein Element: Noch im selben Jahr wurde er Mitglied des OSC Berlin, für dessen Eishockey-Mannschaften auf der Anzeigetafel die erzielten Tore neben dem eisstadion neuköllnH, das für „Heim“ steht, aufleuchten. „Eiskunstlauf war keine Option“, sagt Jan-Christopher Rämer, der hier nur Jan gerufen wird: „Ich bin ein Teamplayer und mag es, wenn es richtig zur Sache geht.“ Blaue Flecke und Prellungen gehören zu der Sportart wie rämer_bambini osc berlin_eisstadion neuköllnSchläger und Puck. Ein Knöchel- und ein Kieferbruch, die Rämer sich bislang in seiner Karriere als Flügelstürmer zuzog, die auch in Richtung Profi-Liga hätte abbiegen können, sind schon eher der Rede wert.

Gestern sorgte der Sportstadtrat im Eisstadion Neu-kölln aber erstmal – und noch im Anzug – dafür, dass es für die Bambini-Mannschaften seines Vereins zur Sache gehen kann. Die Ältesten unter ihnen sind acht Jahre alt, die jüngsten gerade mal vier. „Anfangen können sie bei  uns mit drei, in der Laufschule“, berichtet  einer der Trainer. Bei den

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ganz Kleinen sei es oft so, dass sie sich auf Eis besser vorwärts bewegen können als mit einem Bürgersteig oder Rasen unter den Füßen. Einzig die mit dem Betreiben des Eishockey-Sports verbundenen Kosten erschweren die Nachwuchs-arbeit beim OSC Berlin, weil die Kinder schnell aus den Ausrüstungen heraus-wachsen. Bei den rämer_osc berlin_saisoneröffnung eisstadion neuköllnJugendlichen und Erwachse-nen ist hingegen der Preis für die häufig zu ersetzenden Schläger das Hauptproblem.

„Ich hab so richtig Bock!“, sagt Jan-Christopher Rämer, inzwischen in seiner Freizeitmontur mit der Rückennummer 26 steckend. Irgendwie will er es schaffen, das Eishockeyspielen mit dem neuen Posten als Bildungs-, Schul-, Kultur- und Sportstadtrat zu vereinbaren und weiterhin für den OSC in der Ostseeliga anzu-treten. Das bedeutet: Heim- und Auswärtsspiele am Wochenende und an zwei Aben-den pro Woche Trainingseinheiten auf der 1.800 Quadratmeter großen Kampfbahn in

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Neuköllns Eisstadion. „Die SPD-Fraktionssitzungen am Montag müssen pünktlich um 20 Uhr zu Ende sein, dann kann ich immer locker um viertel vor neun hier auf dem Eis stehen“, rechnet er. Damit der für den Saisonstart typische und durchs eisstadion neuköllnRauchen verstärkte Zustand, schon nach wenigen Spielminuten „ausm letzten Loch“ zu pfeifen, bald passé ist, versucht Rämer auch im politischen Alltag jede Möglichkeit zu nutzen, an seiner Kondition zu arbeiten und Treppen statt Aufzüge zu nehmen.

Der Eintritt für das Eisstadion Neukölln (Oder-straße 182) kostet für Kinder und Jugendliche 1,60 und für Erwachsene 3,30 Euro. Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 9-13, 15 – 18 und 19 – 21:30 Uhr, Sa. 9 – 12, 15 – 18 und 19 – 21:30 Uhr, sonn- und feiertags: 9 – 13 und 14 – 17 Uhr.

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