Silberstein-Schule vom Sorgenkind zum Vorzeigeprojekt in Neuköllns Schullandschaft entwickelt

erweiterungsbau silberstein-schule neukölln„Kinder, denen es zuhause nicht so gut geht, haben eine schöne Schule besonders verdient“, findet Siegfried Arnz (2.v.r.), Abteilungsleiter in der Berliner Senatsverwaltung eröffnung erweiterungsbau silberstein-schule neuköllnfür Bildung. Kurz zuvor hatte er mit Jochen Lang (3.v.r.) vom Stadtentwicklungs-Ressort des Senats, Be-zirksbürgermeisterin Giffey, Schulstadtrat Rämer (r.), Baustadtrat Blesing (4.v.r.), Rektorin Grit Buggert (l.) und einigen Kindern das obligatorische Band vor dem Erweiterungsbau der Silberstein-Schule zerschnitten, um ihn auch offiziell zu eröffnen. Denn genutzt wird der vierstöckige Backsteinquader, den die Kinder „richtig toll“ fänden, schon seit Beginn des neuen Schuljahres vor vier erweiterungsbau silbersteinschule neuköllnWochen, wie Buggert verriet, die seitdem eine Grund-schule mit gebundenem Ganztagsbetrieb leitet.

„Begonnen wurde das Projekt schon in meiner Zeit als Schulstadträtin“, blickte Dr. Franziska Giffey vorgestern giffey_eröffnung erweiterungsbau silberstein-schule neuköllnwährend der Feierstunde in der Mensa des Erweite-rungsbaus zurück. Aus-schlaggebend sei ein beeindruckendes Gespräch mit dem Kollegium der Schulstation gewesen. Dass damals die ergänzende Betreuung nicht direkt in der Schule stattfinden konnte, sondern mit einem knapp 10-minü-tigen Fußmarsch zur Kita Kleiner Fratz verbunden war, wurde allgemein als äußerst suboptimal empfunden, um der Schülerschaft aus meist sozial schwachen Familien einen guten Start in die Bildungskarriere zu ermöglichen. „Wir müssten die Kinder länger hier in der Schule haben“, regten die Mitarbeiter Giffey gegenüber an. Infol-gedessen werkraum_erweiterungsbau silberstein-schule neuköllnbeschloss das Neuköllner Bezirksamt 2012 bezirkliche Mittel von 2,75 Millionen Euro zu in-vestieren, um am Rande des Pausenhofs einen Er-weiterungsbau mit Mensa, Küche und Betreuungs-räumen zu errichten und so das Fundament für den gebundenen Ganztagsbetrieb zu schaffen. „Die Silber-stein-Schule“, snoozle-ecke_erweiterungsbau silberstein-schule neuköllnso die Bezirksbürgermeisterin, „war ein Sorgenkind, aber jetzt hat sich hier viel getan und es gibt gute Bedingungen für das Lernen.“ Dass auch im Schulgebäude noch einiges im Argen liege und die Toiletten dringend saniert werden müssen, rämer_eröffnung erweiterungsbau silberstein-schule neuköllnhabe sie „auf dem Schirm“, ver-sprach Giffey.

„Das Gelände des ehema-ligen Güterbahnhofs war vorher eine Brache“, erin-nerte Jan-Christopher Rä-mer, Giffeys Nachfolger als Leiter des Bildungs-, Schul- und auch Sportressorts. Noch früher sei hier die Station der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn gewesen,  an der seine Oma oft in den Zug nach Rudow gestiegen ist. Nun entstehe hier mit dem buggert_rämer_giffey_eröffnung erweiterungsbau silberstein-schule neuköllnErweiterungsbau der Silberstein-Schule und der Drei-feld-Sporthalle sporthalle hertabrücke neuköllnan der Her-tabrücke ein wichtiger Bildungs- und Sportstand-ort für Neukölln. Von letz-terem werden insbeson-dere drei nördlich des S-Bahn-Rings gelegene Schulen profitieren und ihre Schulsportsituation verbessern können: Die Albrecht-Dürer-, die Peter-Petersen- und die Konrad-Agahd-Schule mussten bislang mit viel zu kleinen Sporthallen auskom-men. Für die Kinder der Silberstein-Schule werden zwischen ihrem Pausenhof und blesing_eröffnung erweiterungsbau silberstein-schule neuköllnden Gleisen zusätzliche Sport- und Freiflächen angelegt. „Bei diesem Projekt“, sagte Rämer, „zeigt sich wieder einmal, wie sinnvoll es ist, Bildung und Stadtentwicklung zusammen zu denken.“

Seine Abteilung sei Serviceleister gewesen, unterstrich Baustadtrat Thomas Blesing Rämers Statement, bevor er den Anfang der Planungen und die seit rund drei Jahrzehnten währende Sporthallen-Misere im Bezirk in Erinnerung rief: „Eine Halle und Sportfreiflächen so nah an den Gleisen zu bauen, war damals eine abstruse Idee, aber Not macht erfinderisch.“ architekt christian hartmann_baustellenbesichtigung sporthalle hertabrücke_neuköllnRund 6,8 Millionen Euro für die Maßnahme kommen aus dem Stadtentwicklungsprogramm Stadtumbau West der Senatsverwaltung, eine weitere Million schießt der Bezirk aus Eigenmitteln zu.

„Der Standort war tatsächlich eine große Heraus-forderung“, bestätigte Christian Hartmann vom Büro Freitag Hartmann Sinz Architekten Berlin bei der anschließenden Baustellenbesichtigung. Als Grund dafür nannte er aber nicht die Gleise, denen durch eine Lärmschutzwand ihre Gefahr genommen wird, sondern den Höhenunterschied auf dem Grundstück. baustellenbesichtigung sporthalle hertabrücke neuköllnGanze sechs Meter seien es, die überwun-den werden müssen, was außer für Versorgungsleitungen auch für Men-schen gelte: Daher würden beide Bauten durch Brücken erschlossen werden; bei der Höhendifferenz zwischen Pausenhof und Sporthalle sieht das Konzept des Architekten Treppen und Rutschen vor. „Außer-dem“, barrierefreier zugang_sporthalle hertabrücke neuköllnweist Hartmann hin, „wird durch eine Rampe, die von der Hertabrücke abzweigt, den barriere-freien Zugang zur Sporthalle mit ihren 199 Tribünen-plätzen baustellenbesichtigung sporthalle hertabrücke_neukoellngewährleisten.“ Allein die Anlage und die Absicherung des Hangs habe mit mehr als 200.000 Euro zu Buche geschlagen. Teurer als erwartet war auch die Verwendung der roten Backsteine, die eine optische baustellenbesichtigung sporthalle hertabrücke_neuköllnVerbindung zum alten Schulgebäude herstellen: „Weil die Unfallversicherung die Oberfläche für zu rau befand, mussten sie abgeschliffen werden.“ Sparen, kündigte Christian Hartmann an, könne man hingegen bei der Anlage der neuen Freifläche, denn für die würden die Pflastersteine vom Gelände des alten Güterbahnhofs genutzt. Spätestens bis zum Sommer nächsten Jahres solle alles fertig sein.

Am 29. September lädt die Silberstein-Schule (Silbersteinstr. 42) von 9 bis 12.40 Uhr zum Tag der offenen Tür ein.

=ensa=

Advertisements