Glücksfall, Meilenstein, Sauerstoffflasche für Berlin: Superlative für die neue Estrel Convention Hall

tunnel convention hall 2_estrel berlin-neuköllnNicht nur am Ende des Tunnels ist Licht, und wer den Tunnel durchquert hat, steht mitten in der neuen Kongress- und Messe-Welt des Estrel, die in nur 13 Monaten Bauzeit geschaffen wurde und den Event-Bereich des Neuköllner Hotels um einen Hektar ver-größert.

Oder: Um ein 700 Quadratmeter messendes Foyer, vier Tagungsräume für jeweils bis zu 100 Personen, drei Lounges und zwei Säle, von denen einer Platz für rund 900 Besucher hat und der andere um die 5.200 Menschen fasst. Letzterer ist das Aus-hängeschild der am vergangenen Wochenende mit dem Kongress eines interna-tionalen Elektrogroßhandels eröffneten Convention Hall II – und einfach gigantisch. convention hall 2_estrel berlin-neuköllnZehn Basketball- oder fünf Handballfelder haben in dem 11,50 Meter hohen, freitragenden Saal mit einer Spannweite von 75 Metern locker Platz. Für eine – wenn auch gut besuchte – Presse-konferenz, zu der das Estrel vorgestern geladen yzer_streletzki_giffeyhatte, wirkte er zwangs-läufig mehr als über-dimensioniert.

„Wir wollen was Besonderes bieten“, fasste Ekkehard Streletzki (M.) die Ambitionen hinter der 30 Millionen Euro-Investition zusammen. Fast 6.500 Quadratmeter Parkett wurden in dem neuen Veranstaltungsareal verbaut, 100 Autos könnten an die Saaldecke gehängt werden, und auch für die Umwelt habe man einiges getan: Eine Photovoltaik-Anlage photovoltaikanlage convention hall 2_estrel berlin-neuköllnspeist die Elektrik, ein Regenwasser-Auffangbecken die sanitären Anlagen, die Urinale funktionieren ganz ohne Wasser. „Da wundert man sich, dass es so was gibt“, staunte selbst der Hotelchef. Das aus unter-nehmerischer Sicht Besondere ist jedoch, dass mit der Inbetriebnahme der Convention Hall II im Zusammenspiel mit der Convention Hall I die Auf- und Abbauzeiten für Veranstaltungen optimiert werden können und Berlin insge-samt, wie Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (2. v. l.) es formulierte, „für internatio-nale jacobs_yzer_streletzki_giffey_kieker_estrel convention hall 2_berlin-neuköllnGroßkongresse noch besser aufgestellt ist“. Dieses Segment sei ein Markt der stetig wachse und der Hauptstadt schon jetzt im Ran-king der Kongressstandorte einen Platz vor Singapur, London und Barcelona beschere. Ekkehard Streletzki habe gezeigt, wie man mit privatem Engagement eine Halle der Kategorie State of the Art, ergo: auf dem neuesten Stand der Technik, bauen könne, lobte visitBerlin-Geschäftsführer Burkhard Kieker (r.): „Jetzt müssen wir bei Anfragen für Großkongresse nicht mehr Nein sagen.“ Das Estrel baustelle convention hall 2_estrel berlin-neuköllnhelfe der Stadt, weiter in der Weltspitze mitzuspielen. Es sei, so der Tourismus-Chef, nach der Stillegung des richtfest convention hall 2_estrel berlin-neuköllnICC für Berlin „die Sauerstoff-flasche in einer Sparte, wo die Luft in der Spitze knapp ist.“

Rekordverdächtig nannte Kieker indes die Bauzeit von nur 13 Monaten, die am 1. August 2014 begann und Aufträge an 32 Firmen vergab. Sie habe bewiesen, dass es in Berlin auch schnell gehen kann, stellte Cornelia Yzer fest. Erheblich länger dauerte es hingegen, bis die Ansiedlung des Estrel an der Neuköllner Sonnenallee von einem Nachteil zu einem Vorteil mutierte. „Inzwischen wird an dem Standort nicht mehr gezweifelt“, konstatierte convention hall2_estrel berlin-neuköllnBezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey, „und für Neukölln ist das hier ein unglaublicher Glücksfall.“ Das Estrel habe einen Meilenstein geschaffen und sei weit mehr als ein Hotel und ein immens wichtiger Wirtschaftspartner: „Alles, was hier passiert, trägt zum Wandel in Neukölln und der Chance bei, dass ein neues Stadt-quartier zuluft abluft convention hall 2_estrel berlin-neuköllnentstehen kann.“

Sind es in dem Saal die Ausmaße und die brillante Akustik, die beeindrucken, so ist es auf dem Dach die Technik, die dazu beiträgt. „Die Leistung der Photovoltaik-Anlage werden wir komplett nutzen, die Kosten für die Anlage selber werden sich nach 10 bis 15 Jahren amortisiert haben“, schätzt Estrel-Technikchef Stefan Kranhold. Bei etwa 12 Gigawatt werde der Stromverbrauch für das Hotel und den angeschlos-senen Event-Bereich liegen. Ohne den neuen Teil des Estrel Convention-Centers, für das sich, so die geschäftsführende Direktorin Ute Jacobs, bereits jetzt stefan kranhold_technik-chef estrel berlin-neuköllnabzeichnet, dass sich 2016 „relativ lückenlos ein Kongress an den anderen anschließt“, seien es zwei Gigawatt weniger gewe-sen.

Stolz ist Kranhold (l.), dessen Abteilung 20 Mitarbei-ter aller Gewerke umfasst, auch auf die komplexe Matrix, die den Aspekt Sicherheit abdeckt. Eine vollautomatische Brandmeldeanlage mit einer voll-flächigen Sprinkleranlage, brandschutzbeschichteten Dachträgern und einem aus-geklügelten Zu- und Abluftsystem wurde installiert. Im Falle eines Feuers bleibe die Halle mindestens 30 Minuten lang bis zu einer Höhe von sechs Metern rauchfrei, hob der Technikchef hervor. Hoffend, dass die Situation niemals eintritt.

=ensa=

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