Neuköllner Aktionstage verhelfen zu Selbsterfahrung mit Rauschbrille, Gurtschlitten und Fahrsimulatoren

klaus-peter doetloff_falko liecke_guttemplerhaus neuköllnAlkohol und Drogen verändern oft unbemerkt die Wahrnehmung und das Reaktionsver- mögen. Welche Gefahren im Straßenverkehr daraus entstehen, konnten mehr als 600 Schülerinnen und Schüler ab der 10. Jahrgangsstufe erfahren, die im Guttempler- haus in der Wildenbruchstraße an den heute endenden Neuköllner Aktionstagen „Fit für die Straße!“ teilnahmen. Falko Liecke (r., neben Klaus-Peter Doettloff), stellvertretender Bezirksbürgermeister und als Stadtrat für die Ressorts Jugend und Gesundheit zuständig, erklärte gestern bei der Veranstaltung: „Es ist wichtig, dass den jungen Menschen deutlich gemacht wird, welche fatalen Folgen schon geringe Mengen Alkohol am Steuer nicht nur für sie selbst, sondern auch für Unfallopfer und deren Angehörigen haben können. Nicht nur das eigene Leben kann sich nämlich durch fahrsimulation_präventionskampagne fit für die strasse_guttemplerhaus neuköllnAlkoholkonsum im Straßenverkehr von einer Sekunde auf die andere verändern.“

In das Haus der Guttempler, in dem die Neuköllner Präventionskampage bereits zum achten Mal stattfand, waren wieder viele Kooperationspartner wie Polizei, DEKRA, Landesverkehrswacht Berlin, Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, der Auto Club Europa, BVG, Vista Suchtberatung, Fachstelle für Suchtprävention und das Deutsche Rote Kreuz gekommen. Sie hatten u. a. Fahrsimulatoren für Auto, Motorrad sowie Fahrrad aufgebaut und gaben Tipps, wie die Jugendlichen ihre Arbeitsbögen mit 16 Fragen rund um den Führerschein richtig beantworten können. Für Klaus-Peter Doettloff vom Deutschen Guttempler- Orden (I.O.G.T.)  war wichtig, dass vor allem nüchterne Mitfahrer ermutigt werden, auf betrunkene Fahrzeugführer mäßigend einzuwirken. „Ihr könnt Papa oder Opa sicher nicht die Autoschlüssel abnehmen, wenn sie betrunken mit dem Auto fahren wollen. Ihr könnt ihnen aber vorschlagen, den Bus zu nehmen oder euch weigern, in das Auto mit einzusteigen“, rauschbrille_präventionskampagne fit für die strasse_guttemplerhaus neuköllnriet er den jungen Leuten. Um allen, die selbst noch keinen Rausch erlebt haben, die Wahrnehmungseinschränkun- gen anschaulich zu machen, konnte jeder am Stand der Selbsthilfeorganisation einmal eine Rauschbrille aufsetzen und damit toter winkel-demonstrationpräventionskampagne fit für die strasse_guttemplerhaus neuköllneinen Geschick- lichkeitsparcour absol- vieren.

Auf dem Hof informierten die Verkehrssicherheitsberater der Polizei über die Gefahren des toten Winkels sowohl bei großen als auch kleinen aufprall-simulation präventionskampagne fit für die strasse_guttemplerhaus neuköllnWagen. Gegenüber stand der Gurt-Schlitten, eine Appara- tur, die die enorme Aufprall- wucht bei Auffahrunfällen spürbar macht. „Wichtig ist: Noch einmal nachziehen, damit der Beckengurt richtig fest sitzt!“, schärfte der Mann an der Station seinen jungen Testpersonen, die mit nur 10 Stundenkilometern aufprallten, immer wieder ein. Ein Rat, an den – gerade im Winter – alle denken sollten, die mit dicken Jacken im Auto sitzen.

=Christian Kölling=

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