„Neukölln ist dabei!“

„72.000 Menschen kommen im Jahr aus dem Süden Berlins in die Neuköllner Ret- tungsstelle zur ambulanten und stationären Behandlung. Geplant war sie einmal für 25.000 Menschen. Das führt, schon seit  vielen Jahren, häufig zu großen Belastungs-

Rettungsstelle1_Quelle Feuerwehr Berlin

situationen für Patienten und Personal“, ließ Neuköllns Gesundheitsstadtrat Falko Liecke am Montag verlauten. Der Bezirk fordere schon lange einen Neubau der Ret- tungsstelle mit Hubschrauberlandeplatz. „Jetzt hat der Senat die Chance, die über- frequentierte Rettungsstelle zu einem modernen Notfallversorgungszentrum umzu- bauen“, heißt es weiter in der  vorgestern  von Liecke lancierten Presseerklärung, die aber offen lässt, ob das Land Berlin nur die Chance hätte, dem Vivantes Neukölln durch Mittel des Sondervermögens „Infrastruktur der Wachsenden Stadt“ (SIWA) aus dem Finanzierungsüberschuss des Jahres 2014 zu einer neuen Rettungsstelle zu verhelfen, oder sie wirklich nutzt.
Gestern nun meldete sich – nach erfolgter Sitzung – der Senat zum von Liecke ange- teaserten Thema zu Wort. Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen habe die Vor- schläge zur Verwendung der Mittel im Detail vorgestellt, besagt die entsprechende Pressemeldung: Klarheit hinsichtlich der Rettungsstelle für Neukölln bringt jedoch auch sie nicht, sondern beschränkt sich auf die Information „Im Bereich der Berliner Krankenhäuser sollen insgesamt 108 Mio. € investiert werden. Davon entfallen 53 Mio. € auf die Charité-Standorte (…), 55 Mio. € auf drei Vivantes-Standorte …“. Um welche es sich genau handelt? „Neukölln ist dabei!“ war aus Senatskreisen gestern auf Anfrage zu erfahren.
Ganz gleich, ob Polizei, Feuerwehr oder der Rettungsdienst gebraucht wird – die gebührenfreie Euronotruf-Nummer 112 ist die richtige Wahl. Um darauf und auf die Tatsache aufmerksam zu machen, dass die Ziffernfolge EU-weit gilt, wurde der 11.2. zum  Europäischer Tag des Notrufs 112  bestimmt. Der wiederum ist  heute.

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