Oben hui: Photovoltaik-Anlage auf der Neuköllner Heinrich-Mann-Schule eingeweiht

franziska giffey_heinrich-mann-schule neuköllnTrotz vieler neuer Termine ließ es sich die designierte Bezirksbürgermeisterin und schei- dende Schulstadträtin Dr. Franziska Giffey am Donnerstag nicht nehmen, zusammen mit Schulleiter Rudolf Kemmer die Photovoltaik-Anlage der Heinrich-Mann-Oberschule einzu- weihen. Auch die Bezirksverordneten Cordula Klein und Wolfgang Hecht, beide SPD, waren zur Feier in den Physikraum gekommen.

Verstecken muss sich die Sekundarschule im Süden Neuköllns, nahe an der Stadtgrenze zu Großziethen, sicher nicht: Sie ist die einzige Schule des Bezirkes, die bereits vier Mal mit dem Gütesiegel „Berliner Klima Schule“ ausgezeichnet wurde. Bei mehreren Wettbewerben für Umwelt- und Klimaschutz gewann sie in den letzten Jahren insgesamt 18.000 Weiterlesen

Jubeln, jammern oder irgendetwas dazwischen

Vor dem Start in die Winterferien bekommen Berlins Schülerinnen und Schüler heute ihre Halbjahreszeugnisse. Für viele dürften die ganz bis sehr erfreulich ausfallen. An-

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deren aber könnte der Anblick der Zensuren gehörig aufs Gemüt schlagen: Für all jene – oder auch ihre Eltern – sind heute von 10 bis 13 Uhr die Sorgentelefone der Senatsbildungsverwaltung geschaltet.

Hüben wie drüben

Nicht nur durch das Neuköllner Rathaus wird demnächst ein frischer Wind wehen. Auch schräg gegenüber in der Deichmann-Filiale arbeitet man an Veränderungen. „Solange wir für Sie bauen – können Sie  im  Internet schauen!“, schlagen Plakate in

deichmann_karl-marx-straße neukölln

den Schaufenstern vor. „Davon kriech ick jetz ooch nix anne Füße!“, stellt eine Frau pragmatisch fest, die hier ihr Sammelsurium gefüllter Einkaufstüten wohl gerne noch durch eine mit dem großen D ergänzt hätte. Damit wird sie noch bis zum 19. Februar warten müssen; im Rathaus treten die Neuerungen erst am 1. April in Kraft.

So neu und aktuell wie nah am 140 Jahre alten Original

programmheft_die akte carmen_neuköllner operGeorges Bizets „Carmen“ ist eine der meistgespielten Opern in der Welt. Im März 1875 uraufgeführt, konnte der Kom- ponist den Erfolg seines Werks aber nicht mehr selbst erleben: Er starb schon drei Monate nach der Premiere im Alter von nur 36 Jahren.

Die Handlung der vier Akte noch einmal in aller Kürze in Erinnerung gerufen: Der Sergeant Don José wird von Micaela geliebt, erwidert jedoch ihre Liebe nicht, sondern verliebt sich stattdessen hoffnungslos in die freiheitsliebende Carmen, für die er aus Liebe bald eine Straftat begeht. Über seine Liebe zu Carmen kommt Weiterlesen

Reste-Essen in der Hasenheide

Sie hinken der Zeit etwas hinterher. Zwar liegen noch keine Schoko-Osterhasen und -eier in den Supermarktregalen zum Verkauf bereit, aber die Marzipanbrote und Lebkuchen haben längst für sie Platz gemacht. Im Tierpark Neukölln in der Hasenhei- de ist man derweil noch mit dem Verzehr der  Weihnachtsrelikte beschäftigt. Was von

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futter-weihnachtsbäume_tierpark hasenheide_neuköllnschottisches hochlandrind_tierpark hasenheide_neukoellnschottisches hochlandrind_tierpark hasenheide_neukölln

den Menschen nicht mehr gebraucht wird bzw. gar nicht erst verkauft wurde, reichert nun dort die Speisekarte an – oder wird auf die Hörner genommen. Ohne Tanne müssen die Esel auskommen: Ihnen wurde stattdessen ein neues großes Gehege beschert, und sie sind jetzt zu dritt.

Künstlerin und Forscherin: Milena Aguilar malt Orte, an denen sich Natur und Stadt berühren

milena aguilar-ausstellung_museum neuköllnEin weißblühendes Kamillefeld mit einem geschwungenen Abschnitt der Bundesstraße B96 im Hintergrund, roter Klatschmohn vor der Baustelle des Flughafens BER, die Skyline der Gro- piusstadt vom Süden aus gesehen mit einem Feld im Vordergrund: Das sind Motive einiger Gemälde der in Neukölln lebenden Malerin Milena Aguilar. Ver- gangenen Freitag wurde die Ausstellung „Brücke über stillem Wasser“ mit rund zwei Dutzend Bildern der Weiterlesen

Leerstand verkleinert, Bildungsangebot vergrößert: VHS Neukölln mit neuem Standort im HermannQuartier

brasstastix_eröffnung vhs hermannquartier_neuköllnDass es im HermannQuartier etwas Neues gibt, ist auf den ersten Blick nicht zu sehen. Wiewohl für alle, die eher selten im Ein- kaufszentrum am U- und S-Bahnknoten Her- mannstraße sind, neu sein könnte, dass vhs-eingang hermannquartier_neuköllnnach dem Auszug der Mieter zwei große Ge- werbeflächen im Erd- und Tiefgeschoss leer stehen. Einen Grund zum Feiern gab es vorgestern trotzdem: Mit Musik von den Brasstastix, einem von Rob Gutowski (r.) geleiteten Posaunenensemble der Musik- schule Neukölln, Luftballons und Reden von Neuköllns Be- zirksbürgermeister, der Bildungsstadträtin sowie Volkshoch- schuldirektor Bernd R. Müller wurde im HermannQuartier der jüngste VHS-Standort eingeweiht. Zu erreichen ist er über einen Nebeneingang. Treppe und Weiterlesen

Um die Ecke

Kann ick ooch, sogar vorne und hinten – denkt der Neuköllner Haus- und Straßentiger

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offensichtlich und macht’s an der Ecke Jonas-/Wittmannsdorfer Straße gleich mal vor.

Nicht nur keine Diskussion: Entscheidung in Sachen „Stolperstein für Sigurd Franzke“ gefallen

gunter demnig_stolperstein neuköllnAuch der 29. November 2013 war ein Freitag. Außerdem war es der Tag, an dem Gunter Demnig 12 Stolpersteine in Neukölln verlegte, von der Verlegung eines 13. aber absah und sich statt- dessen Bedenkzeit für den Fall Sigurd Franzke erbat. Denn der Neuköllner, der als 27-Jähriger am 13. Mai 1939 wegen „widernatürlicher sexueller Neigungen“ zu zwei Jahren Haft verurteilt, im Oktober 1940 deportiert und am 26. März 1942 in der Tötungsanstalt Bernburg ermordet wurde, ist zwar  zweifellos ein Opfer des nationalsozialis- tischen Regimes geworden. Doch der Homo- sexuelle ist auch NSDAP-Mitglied sowie Ober- scharführer der SS und als solches zugleich Täter gewesen. „Vielleicht ist in dem Fall eine vorherige öffentliche Diskussion mit dem proNeubritz, der den Gedenkstein für Sigurd Franzke spenden will, dem Museum Neukölln und dem Weiterlesen

Ob zu Lande oder in der Luft …

Den optimalen Fahrrad-Parkplatz, der  vor  Totaldiebstahl, dem Klau  von Einzelteilen

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oder Vandalismus schützt, scheint es in den Straßen von Neukölln nicht zu geben.

Der starke Grund vor der eigenen Tür: „Die Akte Carmen“ als aktuelle Fassung von Bizets Werk in der Neuköllner Oper

neuköllner operNur wenige Opern sind bekannter, beliebter und werden häufiger gespielt als Carmen von Georges Bizet. Auch wer nie eine Oper von innen gesehen hat, kennt Carmens eingängige Melodien. Auf die Bühne der Neuköllner Oper, die im Herbst 1988 ihr Domizil in der Passage bezog und dort schon mehr als 160 Inszenierungen auf- führen konnte, kommt trotz dieser Popularität allerdings erst jetzt eine aktuelle Fassung des weltberühmten Musikstückes: Morgen hat „Die Akte Carmen“ von David Mouchtar Samorai und Bernhard Glocksin im alten Ballsaal, der über 220 Plätze verfügt, Premiere an der Karl-Marx-Straße. „Wir halten uns mit dem Kernrepertoire zurück, das die staatlichen Opern spielen, und schreiben die meisten Stücke selbst“, erklärt Bernhard Glocksin, künstlerischer Weiterlesen

Wo kämen sie auch hin?

„Zustände wie in Neukölln, die wollen wir nicht“, ist nur eines der Statements, die gestern bei der Pegida-Pressekonferenz in Dresden fielen. Angesichts der  Warnhin-

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weise, die in Neukölln an etlichen Laternenpfählen und Ampelmasten kleben, ist dieses Ressentiment durchaus nachvollziehbar.

Von einem roten Mercedes 300 SL, Kartoffelläden, Trümmerbergen und einer Kindheit und Jugend in der „Topgegend von Neukölln“

schillerpromenade 42_neukölln„Da oben haben wir gewohnt.“ Ralf Lambertz zeigt zur ersten Etage des Hauses Schillerpromenade 42. Wir, das waren die Eltern und seine beiden Schwestern. In einer 2-Raum-Wohnung lebten damals alle. „Aber schon mit schillerpromenade_selchower straße_neuköllnBad!“, fügt er gleich noch dazu. In dieser Wohnung verbrachte der heute 73-Jährige die ersten 22 Jahre seines Lebens. Erst 1963 zog er dort aus: „Meine Eltern waren wohl um 1938 eingezogen und wohnten noch bis zum Jahr 1972 in der Schillerpromenade 42.“ Lambertz schaut sich überrascht um. Seit Jahren war er schon nicht mehr am Ort seiner Kindheit und Jugend. „An der Ecke zur Selchower Straße gab es damals ein Le- bensmittelgeschäft, wo man – wie fast überall – anschrei- ben lassen konnte, und im Parterre unseres Hauseingangs war erst ein Kartoffelladen und dann ein Klempner.“ Heute ist eine Weiterlesen

Strahlendes Nebeneinander

Lichtquellen, die nur wenige Schritte voneinander entfernt stehen, sind derzeit in Neukölln angesichts der großangelegten Gaslaternen-Umrüstung nichts Ungewöhn- liches. In einigen Monaten, wenn das Projekt abgeschlossen ist, sollte dieser Anblick passé sein. Im Wanzlikpfad im Böhmischen Dorf ist das Nebeneinander zweier Licht-

wanzlikpfad neukölln

quellen ebenfalls ein temporäres Phänomen. Statt von Baumaßnahmen wird dessen Anfang und Ende jedoch hauptsächlich von der Natur bestimmt.

Wie man revoluzzt und dabei noch Lampen putzt: Erich Mühsam-Ausstellung in der Galerie Olga Benario eröffnet

erich mühsam-ausstellung_galerie olga benario_neuköllnNicht allzu viele Schriftstellerschicksale sind mit dem Namen Neukölln verknüpft. Das von Erich Mühsam, der mehrere Jahre in der Britzer Hufeisensiedlung wohnte, ist eines der wenigen. Auch deshalb eröffnete die Galerie Olga Benario in der Richardstraße Donners- tagabend die Ausstellung „Menschen, lasst die Toten ruh‘n und erfüllt ihr Hoffen“. Gezeigt werden Zeugnisse des Dichters, Publizisten, Anarchisten und Kriegsgegners Mühsam, der von Dezember 1924 bis Februar 1933 mit seiner Ehefrau Kreszenzia („Zenzl“) in einem kleinen Haus in der Dörchläuch- tingstraße lebte. Zusammengestellt wurde die Ausstellung von Hans Hübner, der gemein- sam mit Angela Friedrich die Vernissage mit einem literarischen Programm gestaltete. Erstmals hatte Hübner die Dokumente und künstlerischen Darstellungen im letzten Jahr zum 80. Todestag des Weiterlesen

Mietenbündnis Neukölln übergibt Unterschriften für Einwohnerantrag zum Milieuschutz im gesamten Norden des Bezirks

Tausend Unterstützer hätte es gebraucht, 3.500 sind es geworden. Heute Nach- mittag übergibt das Bündnis für bezahlbare Mieten Neukölln die Unterschriften der Befürworter eines Einwohnerantrags zum Milieuschutz in ganz Nord-Neukölln, die seit Ende August letzten Jahres gesammelt BBMN-Milieuschutz-NK-webwurden, an Jürgen Koglin, den Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Bin- nen zwei Monaten muss die sich nun mit dem Antrag befassen, den die Initiatoren „als notwendigen Schritt für den effektiven Schutz von Mietern_innen“ sehen. Mit der Einführung des Milieuschutzes habe die „Neuköllner BVV jetzt die historische Handlungsoption, die Vertreibung einkommensschwacher Miete- r_innen zu verhindern.“ Zwar prüfe das SPD-geführte Bezirksamt inzwischen die Einrichtung von Milieuschutzgebieten für den Reuter- und Schillerkiez. „Aber nicht sofort und zudem nacheinander. Auf jeden Fall reichen die zwei Gebiete nicht aus“, konstatiert das Mietenbündnis Neukölln.

Neukölln vermüllt

Wer schon immer wissen wollte, wie es unter dem sprichwörtlichen Sofa von Hem- pels aussieht, muss nicht auf die Knie gehen, sondern nur durch Neuköllns Straßen: An vielen Ecken errichten BSR-Mitarbeiter derzeit  Mülldeponien aus dem, was  ihnen

neukölln vermüllt_irenäus ilnicki

auf Bürgersteigen und Straßen vor die Besen gekommen ist. Da es bis zum Ab- transport oft einige oder viele Stunden dauert, erfüllen die Müllberge aber noch eine weitere Funktion: als Spielplätze für Windböen und Hunde.

„Ich wollte nicht, dass die Leute denken, ich hätte als Jude jetzt Angst in Neukölln rumzulaufen“

(v. l.: Hannah Tzuberi, Shahak Shapira, Sultan Doughan und Armin Langer)

(v. l.: Hannah Tzuberi, Shahak Shapira, Sultan Doughan und Armin Langer)

Zu einer Gesprächsrunde über das Span- nungsverhältnis von Antisemitismus und Islamophobie, hatte gestern die Salaam-Schalom Initiative zusammen mit der Bür- gerstiftung Neukölln in den Neuköllner Leuchtturm eingeladen. „Wie wird Anti- semitismus (nicht) instrumentalisiert?“, fragten die Veranstalter und fanden damit so viel Publikumsinteresse, dass kein Stuhl des Ausstellungs- und Begegnungs-zentrums im tiefsten Nord-Neukölln leer blieb. Eine eindeutige Antwort gab es an diesem Abend nicht. Dafür aber einen umfassenden Einblick, was Berliner Juden, die nicht meinen, dass Neukölln wegen gewaltbereiter Moslems eine Weiterlesen

Traditionsverein mit Nachwuchssorgen

bürgerverein berlin-britz_neuköllnAm vergangenen Sonntag hatte der Bürgerverein Berlin-Britz e. V., der 2009 die Räume einer ehemaligen Kita in der Teterower Straße bezog, wieder zu seinem traditionellen Neujahrsempfang vereinshaus_bürgerverein berlin-britzeingeladen.

Neben den etwa 40 Besuchern waren auch zahlreiche poli- tische Neuköllner Mandatsträger als Ehrengäste der Einladung des Bürgervereins ge- folgt: Die Bundestagsabgeordneten für Neukölln, Christina Schwarzer (CDU) und Fritz Felgentreu (SPD), sowie Joschka Langenbrinck, der für die SPD im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt, trugen ebenso wie Neuköllns Sozialstadtrat Bernd Szczepanski Weiterlesen

Große Kunst eines kleinen Jungen

Die Ansage, die Wände seines Zimmers nicht zu bemalen, dürfte bei Frieder auf taube Ohren stoßen. Vielleicht reizen die vergleichsweise mickrigen Ausmaße den Dreijährigen aber auch gar nicht: Schließlich hat er die ganze Seitenwand des  Hau- ses Britzer Damm 181 für sein großes Kunstwerk „Meine Oma“ zur Verfügung gestellt

frieders oma_fassadenbild britzer damm_neukölln

bekommen. Die Suche nach Bildnissen weiterer Familienmitglieder in der Neuköllner Wohnanlage ist übrigens zwecklos: Wie eine Mitarbeiterin der Hausverwaltung auf Anfrage mitteilte, handelt es sich bei Frieders Gemälde um ein Unikat.