Mit Eis aufs Eis

Auf und vor dem Tempelhofer Feld standen die Zeichen gestern noch ganz auf Spätsommer. Ein paar Meter weiter südlich hat hingegen schon der Winter begonnen:

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Am Nachmittag wurde im Eisstadion Neukölln die Schlittschuh-Saison 2014/2015 eröffnet. Viele waren es allerdings nicht, die im Sommeroutfit  aufs Glatteis wollten.

„Die Wut ist Yehyas Antrieb, sie weckt das Bedürfnis nach der Droge, die Kriminalität ist sein Heroin“

christian stahl_in den gangs von neukölln_hoffmann&campeHätte, hätte, Fahrradkette: Hätte Christian Stahl nicht vor neun Jahren auf der Treppe zu seiner neuen Wohnung den Jungen Yehya E. getrof- fen, der ihm anbot, einen Kasten Bier hinauf zu tragen, dann wäre das Buch „In den Gangs von Neukölln“ nie entstanden. Der Journalist, Filmemacher und Autor hatte damals auf die Schnelle eine neue, schöne Bleibe gesucht und in der Neuköllner Sonnenallee eine zu einer preiswerten Miete gefunden. In eben dem Haus, in dem der seinerzeit 14-jährige Yehya E. schon seit Jahren mit seiner Familie, die aus dem Libanon stammt, Weiterlesen

Endstation Dschungel

Die Tapire (l.) haben es Bolle besonders angetan. Immer wenn er an ihnen vorbei kommt, begrüßt der kniehohe Hund die Tiere, die kürzlich in die U8-Station Her- mannstraße eingezogen sind, laut  bellend. Es ist  ein freundliches Bellen, versichert

dschungel_u8-station hermannstraße neukölln

Bolles Besitzerin, eine Aufforderung zum Spielen. Bei Artgenossen ist er damit meist erfolgreich, bei den Tapiren nicht. Bis zum 20. Oktober ziehen über 80 weitere be- drohte Tierarten in den Neuköllner U-Bahnhof: Die Urwald-Illustrationen von Felix Scholz, hofft man bei der BVG, sollen illegale Sprayer von ihrem Treiben abhalten.

Bestauntes Ärgernis

Besonders attraktiv ist die Ecke Schillerpromenade/Okerstraße normalerweise nicht. Doch normal ist dort schon lange nichts mehr: Seit Monaten wird die Kneipe namens Schiller’s von Bauzäunen eingerahmt, seit Wochen außerdem ein Teilstück der Schil-

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lerpromenade. Das vermag zwar die Attraktivität der Kneipe kaum zu steigern, aber für kleine Jungs mit einem Faible für Bagger und sonstige Baugerätschaften hat sich so ein Paradies aufgetan, das staunend beobachtet werden will und spannender als mancher Spielplatz ist.

Ans Gedenken gedacht

Während  sich die  meisten Leute  in Neukölln über  Sperrmüll  ärgern, nutzen andere

bob marley-gedentafel_neukölln

ausrangierte Möbelstücke bzw. Teile davon, um ihnen mit wenig Aufwand eine völlig neue zusätzliche Funktion zu geben.

Lebenswege kritisch und empathisch beäugt

filmpremiere lmdge_wdk neukölln„Der Auslöser war für mich ‚Das goldene Notizbuch‘ von Doris Lessing„, erzählt Nazli Kilerci. Die in Istanbul geborene Film- und Theaterwissenschaftlerin lebt seit etwa fünf Jahren in Berlin und initiierte für den Cosima e. V. das Projekt Lass mich deine Geschichte erzäh- len!. Dessen Ergebnis ist ein gleichnamiger, ein- stündiger Dokumentarfilm. „Und der Film ist nur der Anfang“, team lass mich deine geschichte erzählen_filmpremiere wdk neuköllnstell- te Kilerci (l.)  kürzlich bei der Premiere in der Werk- statt der Kulturen klar. Die Teilnehmerinnen seien ihre „besten Studentinnen aller Zeiten“ gewesen, schwärmte die Projektleiterin: „Es ist ihnen gelungen, Weiterlesen

Rixdorfer Vereinigung

Der 3. Oktober ist nicht nur gesamtdeutsch von Bedeutung. Auch für Neukölln bzw. Rixdorf  hat das Datum eine historische Relevanz: Denn es war  am 3. Oktober  1874,

musik bading_neukölln

also vor genau 140 Jahren, als Benjamin Schwarzenberg, ein Nachkomme böhmi- scher Exulanten, und Anna Marie Bading die  erste  Zivilehe  in Rixdorf  schlossen.

Klappe für Klapp

Vierzig Jahre lang stand er Tag für Tag zwischen Tabakwaren, Lottoscheinen, Eis, Süßigkeiten, Zeitungen und Zeitschriften hinter dem Tresen seines Ladens an der Hermannstraße. Das reicht, findet  er, und auch seine Frau ist  der Meinung, dass  ih-

presse klapp_hermannstraße neukölln

nen ein wenig mehr Zeit für Zweisamkeit gut täte. Seit Montag haben sie die, denn Samstag öffnete Herr Klapp sein Geschäft zum letzten Mal. Er freue sich auf den neuen Lebensabschnitt, mochte aber auch den vorherigen sehr, sagte er: „Zu den Verdrängten gehöre ich jedenfalls nicht.“

31,8 Kilometer und 40 Bahnhöfe: Jubiläum der U7 zwischen Rudow und Spandau

U7 Rathaus Spandau_Hermannplatz NeuköllnPünktlich um 12.10 Uhr startete heute vor 30 Jahren ein U-Bahnzug in Rudow, um offiziell als erster durch den damals längsten Tunnel der Welt bis zur neu errichteten Station U7-Station Rudow_NeuköllnRathaus Span- dau zu fahren: Anlass für den Rudower Hei- matverein, mit U7-Ausstellung_Rudower Heimatvereinseiner 80. Aus- stellung dieses Jubiläums zu gedenken. Eröffnet wurde sie am letzten Sonnabend von Manfred Ziemer (l.), dem Vereinsvorsitzenden, und Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Weiterlesen