Berlin tüt was, Neukölln tüt fleißig mit

Ob sie ein Griffloch oder Schlaufen hat, ist egal. Auch ihre Form ist kein Kriterium – im Gegensatz zur Größe: 35 Zentimeter breit muss sie mindestens sein, dazu we- nigstens 40  Zentimeter hoch. Sonst  ist sie wertlos für die aktuelle stadtweite  „Berlin

plastiktütenmodelle_berlin tüt was

tüt was“-Aktion, bei der 10 Plastiktüten gegen einen Kampagnenbeutel aus Stoff eingetauscht werden können. „An der Stelle“, bedauert Ines Müller, „ist die Initiative leider zu kurz gedacht.“ Denn die Tüten, die in Unmengen kostenlos in türkischen plastiktüte_neuköllnund arabischen Supermärkten mitgenommen werden, seien etwas zu klein, um mitgezählt werden zu kön- nen, erklärt die Quartiersmanagerin vom QM High-Deck-Siedlung, das als eine von vier Sammelstellen der Aktion in Neukölln fungiert. „Elf Leute haben bei uns bisher Plastik gegen Stoff eingetauscht“, bilanziert Müller. Heute wird angefangen, die 110 Einkaufstüten plastiktüten_berlin tüt was-aktion neuköllnaneinander zu tackern, die am 20. September beim Umweltfest der Trenntstadt Berlin auf dem Tempel- hofer Feld zu einem spektakulären Event beitragen wollen: Mit einer neun Kilometer langen Kette aus etwa 30.000 Plastikbeuteln soll nicht nur ein Welt- rekord geknackt werden, sondern zugleich der stündliche Plastiktütenverbrauch in Berlin veran- schaulicht werden.

Außer dem Quartiersmanagement in der High-Deck-Siedlung, dem Freilandlabor Britz und dem BSR- Recyclinghof Gradestraße beteiligt sich auch die Neuköllner CDU-Bundestagsabgeordnete Christina Schwarzer an der Aktion. Um die 900 Plastiktüten wurden bisher im Wahlkreisbüro am Britzer Damm abgegeben, schätzt Büroleiter Ino Kringel. 75 Kampagnen-Stoff- beutel lagerten dort als Tauschobjekte: „Seit letzten Donnerstag habe ich keine mehr.“ Plastiktüten werden trotzdem auch weiterhin angenommen.

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