Wenn eine Baustelle die andere behindert

Lange sah es aus, als solle Gras über die Sache wachsen: über die Umgestal-tungspläne, die bereits erledigten Arbeiten und am besten gleich über den ganzen Fußweg zwischen Richard- und  Donaustraße. Ende letzten Jahres brach für die platt-

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gebaggerten Flächen, Schuttberge und Sperrzäune im Jan-Hus-Weg die Winterpause an. Spätestens im März sollte die wieder vorbei und anschließend binnen eines Vier- teljahres alles fertiggestellt sein, hieß es damals. Die Realität zeichnete dann jedoch

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ein widersprüchliches Bild: Winter und Frühling gingen und der Sommer kam, ohne dass sich auf der Baustelle Zweckdienliches tat. Erst seit dem 15. Juli wird dort wieder gearbeitet: Durch Verzögerungen bei den Baumaßnahmen in der Richard- straße wurde die Kleinsteinpflasterung am Eingang zum Jan-Hus-Weg nicht recht- zeitig fertig, und „deshalb konnten die Baumaschinen unserer Firma einfach nicht auf die Baustelle fahren“, erläutert Tanja Henrich vom zuständigen Quartiersma- nagement Ganghoferstraße. Folglich sei monatelang weder das Abholen des abge- tragenen Asphalts noch die Lieferung neuer Baumaterialien oder die Bereitstellung benötigter Fahrzeuge und Geräte möglich gewesen. Dazu kam, dass „Vattenfall sehr lange eine große Grube dort nicht geschlossen hat.“ Die Option, einen Umweg über die Kirchgasse zu machen, um im Zeitplan bleiben zu können, habe man ebenfalls verwerfen müssen, weil Größe und Gewicht der beladenen LKWs „das denkmal- geschützte Kopfsteinpflaster in Mitleidenschaft gezogen hätten“, sagt die Quar- tiersmanagerin. Eine etwa dreimonatige Verzögerung sei die Folge, aus der wie- derum resultiere, dass man die Fertigstellung der Durchwegung nun erst für Ende September erwarte.