Regenbögen vor dem Neuköllner Rathaus

Vor den SPD-geführten Bundesministerien wurden die Regenbogenflaggen, wie das Queer-Magazin berichtet, bereits wieder abgenommen. Vor dem Neuköllner Rathaus wurden sie erst gestern gehisst, da das Ereignis an die 4. Infobörse für Frauen ge- koppelt werden sollte. „Außerordentlich bedauerlich“ nannte Sozialstadtrat Bernd Szczepanski (l.) die Vorkommnisse auf bundespolitischer Ebene: „Hier in Neukölln ist

bernd szczepanski_regenbogenflaggen rathaus neuköllncsd-flaggen_rathaus neuköllnjörg steinert lsvd_rathaus neukölln

das zum Glück anders.“ Erst Montag werde „das sichtbare Zeichen dafür, dass Ho- mophobie im Bezirk keinen Platz hat“, wieder eingeholt. So wird es seit 2006 an- lässlich des Christopher Street Day gehandhabt; drei andere Bezirke praktizieren die Beflaggung schon zehn Jahre länger, zwei andere aber erst seit 2008. Ein „Flaggen- krieg“, wie er jetzt in der Bundespolitik geführt wird, sei also in Berlin und seinen Bezirken längst Geschichte, erinnerte Jörg Steinert (r.) vom Lesben- und Schwulen- verband Berlin-Brandenburg: „Toleranz darf aber nicht nur am Tag des Hissens der Regenbogenflagge herrschen, sondern auch an allen anderen 364 Tagen.“