Gedenken in Neukölln aufpoliert

fritz felgentreu_stolpersteine-putzaktion_berlin-neukoellnFritz Felgentreu hatte tatkräftige Unterstützung mitgebracht: Nicht nur Mitarbeiter des Neu- köllner SPD-Politikers, der bei der letzten Wahl in den Deutschen Bundestag gewählt wurde, halfen mit, als er heute Vormittag an der Karl-Marx-Straße Stolpersteine putzte. Auch Wolfgang Hecht, der der SPD-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung Neu- kölln angehört, und Felgentreus Tochter Em- stolpersteine_karl-marx-str 16 berlin-neukoellnma griffen zum Lappen.

Vor dem Haus mit der Num- mer 16, wo zwi- schen 1942 und 1944 fünf Menschen abgeholt und von den Nazis in Konzentra- tionslager deportiert wurden, begann die Tour. Er habe Emma vorher erklärt, was mit denen passiert ist, für die die Stolpersteine verlegt wurden, sagte Dr. Fritz Felgentreu, nachdem aus den stumpfen Messing-Mahnmalen für Thekla Kallmann, Elise Cohn, felgentreu_stolpersteine-putzaktion_karl-marx-str 16 neukoellnRudi Goldschmidt, Gertrud Löwenstein und Fanny Kamann wieder polierte stolpersteine_kms16 neuköllnglänzende geworden wa- ren.

Es sind nur we- nige Schritte bis zum nächsten Neuköllner Stol- perstein: Er liegt vor der Hausnum- mer 26 und erinnert an Klara Zimmer. Fünf Häuser weiter hatte David Spott gelebt, in der Karl-Marx-Straße 56 Max Mandel. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sind es gleich acht Steine vor einem Haus, die das Gedenken an Opfer des Nazi-Regimes wach halten.

„Die Berliner SPD ruft bewusst an diesem Wochenende zu einer landesweiten Stol- persteine-Putzaktion auf“, so Felgentreu. „Am 8. Mai endete dank der Alliierten die Nazi-Diktatur und der begangene Massenmord an Millionen Menschen.“

=ensa=

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