Kommt Zeit, kommt Tempel

Parallelen zum Flughafen BER sind nicht von der Hand zu weisen: Auch beim Sri Ga- nesha Hindutempel an der Hasenheide fragt sich mancher, ob der wohl jemals fertig werden wird. Ganesha sei ein „ziemlich dicker, behäbiger Gott“, hatte Vilwanathan Krishnamurthy im September 2010 bei der Grundsteinlegung gesagt, für die Bauar- beiten aber  Geschwindig- statt Behäbigkeit  in Aussicht  gestellt.  Im nächsten Som-

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mer könne das Portal mit Stuckornamenten, Götterstatuen und einem 17 Meter hohen Turm eingeweiht werden, war der Vizepräsident des Tempelvereins damals optimis- tisch. Zu optimistisch. Erst jetzt, 3 1/2 Jahre später, lässt sich mehr als erahnen, dass auf der Dauerbaustelle ein geschlossenes Gebäude entstehen soll. „In diesem Jahr wird der Eingangsbereich, den wir nur durch Spenden finanzieren, endlich fertig“, gab Krishnamurthy dieser Tage am Rande einer Veranstaltung bekannt. Der Weiterbau, sprich: die Errichtung des eigentlichen Tempels, solle dann durch eine Mischfinanzie- rung aus Spenden und Fördergeldern gestemmt werden.