Der Tante-Emma-Laden ist tot, es lebe der Späti

der späti_christian klierOffiziell heißen sie Spätverkaufsstellen. In Berlin aber, wo es über 900 von ihnen gibt, bleibt von dem sperrigen Begriff nur die erste Silbe und der wird ein Verniedlichungs-i angehängt – so dass am Ende  Späti  übrigbleibt.

Christian Kliers liebstes Exemplar dieser Einzel- handelsspezies mit Regalen voller Waren von Al- kohol bis Zwieback ist in Neukölln an der Kreuzung Flughafen-/Reuterstraße und heißt  Eck-Oase. Hier begann er auch als Student der Kunsthochschule Weißensee die Recherchen für seine Diplomarbeit im Fach „Visuelle Kommunikation“: Viele Monate lang hat der 29-Jährige hunderte der Läden be- sucht, ihre Inhaber und Kunden interviewt und die Sortimente sowie die Historie der Gattung Späti erforscht. Was Christian Klier dabei herausfand, ist nun auf 176 Seiten in dem Buch „Der Späti“ nach- zulesen, das letzte Woche in Hassans Eck-Oase vorgestellt wurde.

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