Pflicht, Kür und ein Geschenk für den Weihnachtsmann

weihnachtsbaum_adventsbasar körnerpark_neuköllnAuf den ersten Blick gibt es nur wenig Gemeinsames zwischen dem Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt auf dem Richardplatz und dem Weihnachtsbasar im aufbau_adventsbasar körnerpark_neuköllnKörnerpark: Ersterer dauert drei Tage, hat eine lange Tradition und ist ein Besucher-Magnet. Letzterer ist nach drei Stunden vorbei, eher familiär und gemütlich, und gestern fand er erst zum 7. Mal statt. Was jedoch beide eint, ist, dass kommerzielle Anbieter keine Chance haben, einen der Marktstände zu ergattern, wobei die des Weihnachtsbasars im Körnerpark fast durchweg sozialen oder kulturellen Einrichtun-

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gen aus dem Kiez vorbehalten sind. Und die bestritten auch das teilweise eher kakophonische als besinnlich-stimmungsvolle Bühnenprogramm, das von der offi- ziellen Festeröffnung durch den Neuköllner Bezirksstadtrat Thomas Blesing (l., neben

internationaler chor neukölln_adventsbasar körnerpark_neukölln blesing+lautenschläger_adventsbasar körnerpark_neukölln

Quartiersmanager Ulli Lautenschläger) unterbrochen wurde. Lange hielt sich der Bau- und Bürgerdienste-Stadtrat damit aber nicht auf. Eine Pflichtübung, die sich auf wenige Sätze beschränkte. Die Kür legte indes Blesings Kollege Bernd Szcze- panski hin: Der Neuköllner Sozialstadtrat schlenderte als Besucher des Marktes von Stand zu Stand und beließ es häufig nicht beim Angucken der Dinge, die zum Kauf angeboten wurden.

Nichts zu verkaufen, aber dafür viel zu verschenken hatte dagegen Reinhold Steinle. Der Stadtführer, der erstmals in eine Weihnachtsmann-Kluft geschlüpft war, war für die Kleinen eine der Attraktionen des Basars und fast  ständig von Kindern umgeben,

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die es – mit oder ohne Scheu und rezitatorische Gegenleistung – auf die Gaben in seinem Jutesack abgesehen hatten. „Das hat richtig Spaß gemacht“, resümierte er abends nach seiner Premiere, „aber es ist auch schön, dass der Bart jetzt wieder ab ist und ich wieder essen und trinken kann.“ Allerdings, sagte er, tue ihm nun die rechte Hand weh. Durch das stundenlange Tragen des Sackes und das ständige Hin- eingreifen habe sich auf der zu seiner weihnachtsbasar körnerpark_neuköllnÜberraschung ein dickes Überbein gebil- det: „Ich hatte eher damit gerechnet, dass ich einen Ausschlag von dem Acryl-Bart mit nach Hause nehme.“

Mit einer Nordischen Märchenweih- nacht endet am nächsten Wochenende auf dem Gutshof am Schloss Britz die diesjährige Weihnachtsmarkt-Saison in Neukölln.

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