Ärzte und Hosen für lau

Ein Konzert-Wochenende der Superlative ist vorbei. Freitagabend rockten Die Toten Hosen das Tempelhofer Feld, gestern und vorgestern legten Die Ärzte nach. Es werde „sehr, sehr laut“ werden, hatte die Berliner Punkrock-Band angekündigt – und nicht zuviel versprochen, im Gegensatz zu den Veranstaltern: Der Aufbau der Bühne auf dem Vorfeld des ehemaligen Flughafen sei „so konzipiert, dass es nicht möglich ist, das Konzertgeschehen  auch aus  dem  Park zu erleben“, sagte ein  Sprecher  der

bitte ruhe

Loft Concerts GmbH dem Tagesspiegel. Zudem werde dafür gesorgt, dass „der Ton nur gedämpft über das gesamte ehemalige Flughafengelände schallt“. Die Realität klang anders: Die Tempelhofer Feld-Nachbarn an der Oderstraße wurden bis zur Schmerzgrenze beschallt, die aus westlicher Richtung kommende mäßige Brise legte einen Soundteppich über weite Teile Neuköllns. Doch nicht nur bis zur Son- nenallee, zum Neuköllner Schiffahrtskanal und bis nach Britz waren die Hosen- und Ärzte-Songs zu hören, auch in weiter entfernten Berliner Ortsteilen nahm man akus- tisch an dem Open Air-Spektakel teil. Und wer etwas hören und sehen wollte, der suchte sich einen Platz  außerhalb der Absperrung auf dem weiten Grün des Tempel- hofer Feldes, um das angeblich Unmögliche  zu genießen.