Ehre, wem Ehre gebührt

„Neuköllner Naturschutz- und Grünflächenamt wurde mit dem Deutschen SPIEL- RAUM-Preis ausgezeichnet!“ teilte Thomas Blesing (SPD), Neuköllns Bezirks- stadtrat für Bauen, Natur und Bürgerdienste, dieser Tage in einer Presse-Info mit. Eine Fachjury hatte den neugestalteten Spielplatz zwischen Schinkestraße und Maybachufer beim Wettbewerb „Spielräume im kulturellen Wandel“ zum Zweit- platzierten gewählt. „Zu Recht“, so Blesing, „waren und sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Naturschutz- und Grünflächenamtes auch auf diesen neugestalteten Spielplatz stolz.“ Der Preis sei wohl- verdient, stellte der Neuköllner Stadt- rat fest.

Eine Ehrung anderer Art wurde Ble- sings Ressort kurz zuvor zuteil: Die im Juni 2009 vom damaligen Bundes- bauminister Wolfgang Tiefensee aus- gezeichnete Lichtinstallation „Neu- köllner Tor“ unter der Ringbahn- brücke am S-Bahnhof Neukölln wurde vom Bund der Steuerzahler Deutschland e. V. ins Schwarzbuch 2011 aufge- nommen. Unter dem Titel  „Kindische Lichtspiele im S-Bahnhof Neukölln“ wird nicht nur auf den drastisch entglittenen Kostenrahmen hingewiesen, sondern die Wirkung und Sinnhaftigkeit des Objekts grundsätzlich hinterfragt. Das bilde mit seinen 75 beleuchteten grünen Glasplatten „nun einen attraktiven Blickfang am Eingang zur Karl-Marx-Straße“, gibt die Senatsver- waltung für Stadtentwicklung auf der Stadtumbau Berlin-Website zum Besten. Das Neuköllner Tor sei, ist dort außerdem zu lesen, von einem ungemütlichen Ort zu einem nachts weithin leuchtenden Blickfang  ge- worden. Die Zustimmung seitens der Neuköllner für dieses vollmundige Statement dürfte im Promillebereich liegen.

=ensa=

Eine Antwort

  1. Jaja, die Lichtinstallation… Der Künstler freut sich, der Normalbürger wundert sich. Da bin ich mal auf die Sinnhaftigkeit und die Kosten der geplanten „Welle“ der Sonnenalleebrücke verspannt.

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