Draußen vor der Tür

„Die im November 2010 beschlossenen Gesetzesänderungen haben sich im ver- gangenen Winter erstmals positiv ausgewirkt. Die Schnee- und Eisräumung klappte bedeutend besser als im Winter 2009/2010″, befand Berlins Umwelt- senatorin Katrin Lompscher wohl zur Überraschung vieler Hauptstädter dieser Tage. Anlass war die ab 1. November gültige, im novellierten Straßenreinigungsgesetz verankerte Änderung in Sachen Winterdienst. Die legt fest, dass künftig Bürgersteige der Reini- gungsklassen 1 und 2 (Straßen-reinigungsverzeichnis; Neukölln: S. 48 – 55) auf einer Breite von 1,50 Metern von Eis und Schnee zu räumen sind. Damit werde, so Lompscher, den Fußgängern besser Rechnung getragen.

Voraussetzung für diesen Effekt wäre allerdings, dass der Win- terdienst wirkungsvoller agiert, als es  in der letzten Saison streckenweise häufig der Fall  war. Denn der Unterschied, ob 50 Zentimeter mehr oder weniger nicht geräumt sind und zum fröhlichen Schlittern oder schmerzhaften Stürzen einladen, ist marginal.

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