Gefahrenquelle Mittelweg

Natürlich weisen auch im Mittelweg Schilder darauf hin, dass die Benutzung des Bür- gersteigs für Fußgänger nicht eben unge- fährlich ist. Doch wer beachtet die War- nungen vor Gehwegschäden angesichts ihrer in Neukölln nahezu standardmäßigen Präsenz an Straßenrändern überhaupt noch und nimmt sie ernst?

Im Mittelweg, der Beinahe-Verbindung von Hermann- und Karl-Marx-Straße, sollte man das aber der eigenen Gesundheit zuliebe tun. Denn die dort vorherrschenden Geh- wegschäden sind beträchtlicher als die üblichen Unebenheiten, die durch kleine Senken oder das obligatorische Ausfüllen fehlender Pflastersteine mit Asphalt ent- stehen. Verschärfend kommt hinzu, dass sich ob der suboptimalen Straßenbeleuchtung das Elend bei Dunkelheit oft erst offenbart wenn es zu spät ist. Die Wurzeln der Straßenbäume haben unter dem schmalen, asphaltierten Bürgersteigs des Mittelwegs wahrlich ganze Arbeit geleistet.

Das Stadium einer eher harmlosen Bodenwelle hat manche Erhebung längst verlassen und sich im Laufe der Jahre zu einer Stolperfalle mit Sprungschanzen-Potenzial entwickelt. Folglich sollten nicht nur Fußgänger auf dem Trottoir im Mittelweg auf ihre Schritte achten, sondern auch Radfahrern ist höchste Aufmerksamkeit empfohlen: Wer dort sein Rad schiebt, sollte unbedingt – um Kollisionen zu vermeiden – auf eine horizontale Stellung der Pedale achten. Wer verkehrswidrigerweise den Fußweg als Radweg benutzt, besser auch.

=ensa=

2 Antworten

  1. Nicht nur auf dem Trottoir sollten wir auf unsere Schritte achten. Grade dieses wuchernde; die harmlose Bodenwelle verlassenden Erhebungen, Strecken Dunkelheiten gefolgt von ganz richtigen Lichtern, macht Berlin so aufregend! Also mit geschärften Sinnen des Weges.

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  2. Die Bürgersteige der Silbersteinstraße oder Siegfriedstraße. Ohne Worte! Da sind man ja immer die speziellen Nichtqualitäten des Bezirksbürgermeisters. Straßenbau kann er nicht.

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