Vom Kuhstall zum Neuköllner Kulturstall

Draußen stehen noch allerlei Gerätschaften herum. Der hohe Bauzaun muss auch noch weg. Und die Freilichtbühne ist am Tag drei vor ihrer Inbetriebnahme vom Stadium der Fertigstellung noch ein ganzes Stück entfernt. Aber  übermorgen soll auf dem  Gutshof  Schloss  Britz  alles  bereit sein  für das große Hoffest  (ab 12 Uhr)  mit

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Handwerkerständen, Mitmachangeboten und  Kutschfahrten  und die feierliche Er- öffnung des Kulturstalls für geladene Gäste am Abend.

Im Kulturstall, der früher ein Kuhstall war und nun ein Konzert- und Theatersaal ist, sind die Bauarbeiten abgeschlossen. Reinhard Mürau hat sich an den nagelneuen, reinhard mürau, kulturstall gutshof schloss britz, neuköllnschwarz glänzenden Flügel gesetzt, der auf der Bühne steht. „Wunderbar! Das ist traumhaft!“, schwärmt der Pianist schon nach wenigen Takten. Seine Begeisterung gilt einerseits der Akustik im Kulturstall und andererseits dem Instrument aus dem Hause C. Bechstein, dem Modell D282. Herrlich ausgeglichen sei es, sagt Mürau, ein Flügel, der das tut, was man will. Sonnabend wird er auf ihm eine Klaviersonate von Ludwig van Beethoven spielen. Dann werden sich nicht nur einige reinhard mürau, kulturstall gutshof schloss britz, neuköllnPresseleute im Saal aufhalten, sondern sämtliche Sitzplätze, von denen es rund 280 gibt, besetzt sein.

Reinhard Mürau, dem bereits früh eine „außergewöhnliche musikalische und pia- nistische Begabung“ bescheinigt wurde, kann es kaum noch erwarten. Auch auf den einen oder anderen Klavierabend, den er im Kulturstall geben wird, freut er sich schon jetzt. Überragende Bedingun- gen biete der neue Konzertsaal in Neukölln, findet der Musiker. Er nennt die Berliner Philharmonie, das Konzerthaus am Gendarmenmarkt und den Meistersaal am Potsdamer Platz – gleich danach, so Reinhard Müraus Resümee, komme der Kulturstall: „Hier zu spielen ist wirklich das pure Vergnügen.“

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