Eine nicht mehr ganz so neue Erkenntnis und ihre Konsequenzen für Neukölln

Die Mitte Berlins liegt in Neukölln, fand der Potsdamer Geograf Arnold Zenkert im Frühjahr letzten Jahres heraus. Das wird man im Bezirk Mitte höchstwahrscheinlich nicht gerne gehört haben. Doch inzwischen gibt es sehr deutliche Anzeichen dafür, dass der Sachverhalt akzeptiert und bereits einiges in die Wege geleitet wurde, Neukölln mit allem auszustatten, was zu einer repräsentativen Stadt- mitte gehört. Und die soll nicht etwa auf der Karl- Marx-Straße, sondern auf der Hermannstraße er-  richtet werden. Dort, wo Friedhöfe das Straßenbild prägen und momentan eine Bau- stelle die Magistrale zum Nadel- öhr verengt. Von „Bauarbeiten am U-Bahntunnel“ ist offiziell die Re- de, die Beschilderung der Stra- ßensperren macht jedoch aus dem wahren Grund für die Baumaßnahmen kein Geheimnis mehr und lüftet es nonchalant: Die Buchhandlung BerlinStory finde man nun nach 250 Metern in Richtung Brandenburger Tor, erfahren alle, die die U8 an der Station Leinestraße verlassen. Der entsprechende Pfeil zeigt in die Stadt- auswärtsrichtung der Hermannstraße.

Wo das Wahrzeichen Berlins seinen neuen Standort bekommen wird, lässt sich derzeit nur vermuten: Der momentan ziemlich schmucklose S- und U-Bahnhof Her- mannstraße böte sich an.

=ensa=

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Eine Antwort

  1. Mehr Mitte wie in Neukölln ist kaum möglich.
    Reinhold Steinle

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