Der Erste von 118

Er glänzt schon lange nicht mehr. Im Laufe der Jahre wurde seine einst gülden schimmernde Messingplatte immer matter, so dass sie heute kaum noch auffällt – klara raucher, 1. stolperstein in neukölln, hermannstraße 46vor dem Haus mit der Nummer 46 in der Neu-köllner Hermannstraße.

Hier hat Klara Raucher gelebt, bis zum 6. März 1943. Dann wurde die damals 39-Jährige, deren Vater in der Nachbarschaft eine kleine Schneiderei betrieb, mit dem 35. Trans-port ins KZ Auschwitz deportiert und dort ermor-det. Über ein halbes Jahr-hundert später wurde zum Gedenken an Klara Raucher vor ihrem ehemaligen Wohnhaus der 1. Stolperstein in Neukölln gesetzt.

Inzwischen erinnern 118 dieser kleinen Mahnmale im Bezirk an Opfer des Nazi- Regimes. Am zweiten Oktober-Wochenende, so die aktuelle Planung, wird Gunter Demnig, der Bildhauer und Initiator der Stolperstein-Idee, wieder nach Neukölln kommen, um weitere Stolpersteine zu verlegen.

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