Im Konsum und im Grünen

200 jahre turnplatz hasenheide, karstadt am hermannplatz, mobiles museum neuköllnNoch drei Tage, dann jährt sich die Inbe- triebnahme des ersten deutschen Turn- platzes in der Hasenheide zum 200. Mal. Bereits heute wurde bei Karstadt am Her- mannplatz die Ausstellung „200 Jahre Turn- platz Hasenheide“ eröffnet.

14 Schautafeln skizzieren auf einer Sonder- fläche im Erdgeschoss – zwischen Hüten, Dessous und Süßwaren – die Entwicklung des Areals, der Turnbewegung und Sta- tionen aus dem Leben des Initiators. Fried- rich Ludwig Jahn, der mit seinen extremen politischen Positionen polarisierte, schuf mit dem Turnplatz in der Hasenheide die Möglichkeit zur standesübergreifenden Lei- besertüchtigung. „Er verfolgte“, so Bezirks- stadträtin Franziska Giffey bei der Vernissage, „schon damals das, was man heute 200 jahre turnplatz hasenheide, karstadt am hermannplatz, mobiles museum neuköllnals  ganzheitlichen  Ansatz  bezeichnen  würde.“

200 jahre turnplatz hasenheide, karstadt am hermannplatz, mobiles museum neuköllnNeukölln könne stolz sein, dass die deutsche Turnbewegung hier im Bezirk ihren Anfang ge- nommen habe. Einen Teil der Anerkennung stellt die bis zum 6. Juli dauernde Ausstellung des Mobilen Museums Neukölln dar, die den Turnvater ins Alltägliche integriert. Nur ein paar Hundert Meter entfernt, am Jahn-Denkmal in der Hasenheide, hat der Ehrung zweiter Teil deutliche Spuren hinterlassen.

Am Platz rund um die bronzene Statue von Friedrich Ludwig Jahn, der kürzlich noch einen vernachlässigten Anblick bot, wurde in den letzten Wochen gründlich Hand angelegt. Je- weils 15.000 Euro haben der Bezirk Neukölln und der Berliner Senat laut Franziska Giffey in die  Sanierung der Anlage in- vestiert: In eine Treppe, die hinauf zum Denkmal führt, in die Bepflanzung der Blumenbeete, vor allem aber  in die Reinigung der Ehrentafeln am  Sockel, die durch

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Schmiereien nahezu unkenntlich geworden waren. Nun sind die Inschriften – zu- mindest vorübergehend – wieder leserlich und die Steine neue gesetzt. „Der Ort ist Jahn wieder würdig und sieht so aus, dass man dem Turnvater dort gedenken kann“, jahn-denkmal, turnplatz hasenheide, neuköllnsagte die Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport. Samstagnachmittag wer- de dort der Landesturnverband Sachsen-Anhalt eine Feier- stunde abhalten.

Viel Zeit ist also nicht mehr, um auch die Jacke des Turnvaters auf Vordermann zu bringen.

=ensa=

Eine Antwort

  1. Das Denkmal sah wirklich übel aus, aber ein großer Teil der Hasenheide ist ziemlich übel.

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