Im sechsten Anlauf

„Im Fernsehjahr 2010 gab es eine ganze Reihe von herausragenden Sendungen mit sehr unterschiedlichen Handschriften,  beeindruckenden individuellen Leistungen und einer hohen professionellen Qualität“, resümierte Uwe Kammann, der Direktor kurt krömer, grimme-preis 2011des Grimme-Instituts, als er gestern die Gewinner der diesjährigen Grimme-Preise öffentlich machte. Unter ihnen ist auch ein Neuköllner: Alexander Bojcan, besser be- kannt als Kurt Krömer, zählt mit „Krömer – Die internationale Show“ zu den Preisträ- gern in der Kategorie Unterhaltung.

Bereits zum sechsten Mal war der Come- dian unter den Nominierten, nun bekommt er die begehrte Trophäe endlich. Bojcan habe, so die Jury in Anspielung auf die Burn Out-Auszeit, die sich der 36-Jährige Ende letzten Jahres nahm, mit Krömer eine Figur geschaffen, deren Vielschichtigkeit sich einfach nicht erschöpft: „Als Neuköllner spricht er mit Volkes Stimme und karikiert sie zugleich. Als Comedian changiert er zwischen Slapstick und feinster Ironie. Als Gastgeber bereitet er seinen Gästen erst einen charmanten Empfang und lässt sie schon im nächsten Moment auflaufen.“

Das Gesamtpaket der Qualitäten des Entertainers sei es, begründet die Jury weiter, mache Krömers Show „zur wahrscheinlich verlässlichsten Überraschung, die das deutsche Fernsehen zu bieten hat.“

Am 1. April können sich Alexander Bojcan und sein Alter Ego Kurt Krömer den Grimme-Preis in Marl abholen. Am Vorabend strahlt die ARD die fünfte von acht Folgen der aktuellen letzten Staffel der Show aus. Nach fünf Jahren sei an der Zeit etwas Neues zu beginnen, findet Kurt Krömer. Bojcan wird ihm zugestimmt haben.

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