Tag und Nacht im Einsatz: Der Neuköllner Bauer Mette ist Stallmeister bei der Grünen Woche

„Zum Stichtag 3. November 2010 wurden im Land Berlin 655 Rinder gehalten“, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg in der vergangenen Woche mit. Mehr als ein Viertel der Wiederkäuer, fanden die Zahlenmaterialsammler heraus, gehören der Rasse Holstein-Schwarz- bunt an.

Über 20 Rinder besitzt auch Werner Mette, der im Neuköllner Ortsteil Bu- ckow in vierter Generation den Bauernhof seiner Fa- milie betreibt und zu den sechs Berliner Vollzeit- bauern gehört, die mit Ackerbau und Viehhal- tung ihren Lebensunter- halt erwirtschaften. Auf insgesamt etwa 100 Hektar Land baut der 45-Jährige Getreide, Raps, Mais und Kürbisse an; zum Viehbestand zählen neben den ungarischen Steppenrindern Schweine, Schafe, Pferde, Hühner, Wachteln und Kaninchen.

Mit eben dieser tierischen Bandbreite hat es Bauer Mette auch aktuell zu tun. Seit dem 21. und noch bis zum 30. Januar muss der heimische Hof gänzlich ohne ihn auskommen, da der Landwirt erstmals den Posten des Stallmeisters bei der Internationalen Grünen Woche übernommen hat. Die Hallen 25 und 26 sowie der Erlebnisbauernhof sind nun sein Reich, in dem er die Verantwortung für das Wohl der etwa 3.000 Nutztiere vom massigen Kaltblüter über quiekende Ferkel bis zur Honigbiene trägt – rund um die Uhr.

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