Kleine Orientierungshilfe für Neukölln-Touristen

Mehr ist „Neukölln – der kleine Stadtführer“, der Ende Juni im Doggerbank Verlag er- touristen in neukölln,neukölln-reiseführerschienen ist, aber auch wirklich nicht. Die Autoren führen Auswärtige auf aus- gelatschte Pfade, stellen in epischer Breite jede noch so kleine Location im Reuterkiez vor und ver- mitteln so den Eindruck, dass eben der Neukölln ist.

Der Richard-, Schiller- und Körnerkiez spielen nur Statistenrollen, die Existenz anderer Gegenden wird bestenfalls angerissen. Das wirkt, als solle den Touristen nicht zuviel zugemutet werden, könnte aber auch der Tatsache geschuldet sein, dass die Wirtschaftsförderung des Bezirks als Förderer des Reiseführers mit im Boot sitzt und das unternehmerische Risiko für den Verlag abfedert: 1000 Exemplare der 10.000 Stück starken ersten Auflage hat sie ihm abgekauft und bietet die Büchlein nun für 5,90 € im bezirkseigenen Neukölln Info Center (NIC) im Rathaus an. Auch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit griff sie dem Verlag, der zuvor einen Reiseführer über Wilhelmshaven auf den Markt gebracht hatte,  ordentlich unter die Arme, indem sie zwei Monate nach dem Verkaufsstart des Neukölln-Guides zur Pressekonferenz einlud. Das lässt nicht eben vermuten, dass das Boot  Kurs auf eine zweite Auflage nimmt.

_ensa_

Eine Antwort

  1. Ich bin eigentlich ganz froh, daß dieser Führer so spärlich ist und die Touristen nicht in den Körnerkiez führt. Tagsüber sind diese ja ganz nett, nachts jedoch ziehen sie leider besoffen durch die Straßen.

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