Kampf dem Wildwuchs

Morgens um halb 8 in Neukölln: Martialischer Lärm hallt durch die Straßen, bricht durch offene Fenster und Balkontüren in Häu- ser ein, weckt, erschreckt, nervt.

Der, der ihn verursacht, hört dank blauer Ohrenschützer nur ein sanftes Brummen – wenn überhaupt. Seine Motorsense arbeitet sich dröhnend an Un- kraut und Grasbüscheln ab, die die Dreistigkeit besaßen, durch die Ritzen im Bürgersteigpflas- ter zu sprießen. Sie machen kei- ne Anstalten, sich schon ob des Radaus, der ihretwegen veran- staltet wird, zu ergeben. Und auch die rotierenden Messer führen nicht zu einem Ergebnis, das eine Benotung von „befriedi- gend“ bis besser verdient hätte.

Als der Rasenmähermann wei- terzieht, um andere Gehwegstücke zu beackern, und der Lärm mit ihm, sieht es an manchen Stellen nur etwas zerrupfter aus. Indizien dafür, dass der Krach sich gelohnt hat und der Wildwuchs besiegt ist: Fehlanzeige.

_ensa_

2 Antworten

  1. Wer ist den für diese sinnlosen Aktionen eigendlich verantwortlich? Nach der Kleidung zu beurteilen, die BSR? „Rasenmähen“ auf dem Gehwepflaster der Innenstadt? – Damit die Rasenbüschel in Zukunft noch kräftiger wachsen?
    Um diese Aktivitäten zu verstehen, benötige ich „Nachhilfeunterricht“, wer erteilt diesen, wo muß ich mich melden?

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    • Jawollja, das war so’n Scherzkeks von der BSR.
      An die solltest Du Dich dann auch vertrauensvoll wegen Deines Nachhilfeunterrichts wenden.

      Und wenn Du dann gleich mal anfragen könntest, wie die Kosten für diesen sinnfreien Einsatz abgerechnet werden: Wurde der von den Hausbesitzern im Rahmen der Straßenreinigungsgebühren gesponsort?

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