Kreativität bei der Parkplatzfindung …

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… wird auch für Radfahrer in Neukölln immer wichtiger. Nicht nur an den bekannten neuralgischen Punkten hat sich das Problem weiter verschärft. Auch in den Kiezen wäre die Installation zusätzlicher Fahrradbügel erwünscht, um die angespannte Situation an Geländern, Laternenpfählen und Verkehrsschildern zu entspannen.

Bald ganz dicht: Neuköllns ehemalige Tropfsteinhöhle

Man kann es wohl als glückliche Fügung bezeichnen, dass sich die Pläne, aus dem ehemaligen Neuen St. Thomas Friedhof einen Camping- platz zu machen, zerschlagen haben. Denn wäre der Pachtvertrag zwischen der Tentstation und dem Evangeli- schen Friedhofsverband Berlin Stadt- mitte (EVFBS) Realität geworden, der noch vor einem halben Jahr be- schlossene Sache zu sein schien, wäre hinter der Friedhofsmauer an der Hermannstraße längst ein Parkplatz für die Camper entstanden. Da der aber nun nicht gebraucht wird, kann sich seit geraumer Zeit das Tiefbau-Unternehmen dort breit ma- chen, das von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) mit der Sanierung des Tunnels der U8 rund um die Station Leinestraße beauftragt wurde.

Dass die im September letzten Jahres begon- nenen Reparaturen dringend nötig sind, sieht auch Thomas Blesing ein. “Der Tunnel”, sagt er, “war ja wie eine Tropfsteinhöhle.” Nur das Timing gefällt Neuköllns Baustadtrat so gar nicht. Zeitgleiche Staustellen auf der Karl-Marx- und der Hermannstraße würden natürlich große Probleme aufwerfen. Und die belasten nicht nur den stockenden bis zähfließenden Autoverkehr und die Bewohner der angrenzenden Kieze. Insbesondere rund um den U-Bahnhof Leinestraße gibt es zudem enorme Engpässe bei den Fahrrad-Parkplätzen. Das werde wohl auch noch eine Weile so bleiben, vermutet Blesing: “Erst war nur von sieben Monaten Bauzeit die Rede, inzwischen zeichnet sich ab, dass erst im Oktober alles wieder fertig ist.” Etwas optimistischer sind die Prognosen von BVG-Pressespre- cher Klaus Wazlak: “Die Außendich- tung des U-Bahntunnels U-Bahnhof Leinestraße (U8) wird voraussichtlich Ende April fertig gestellt. Der Straßen- bau ist beauftragt und wird voraussichtlich bis Ende Juli 2012 beendet sein.”

Wer der bessere Schätzer ist, wird sich zeigen. Fakt ist, dass mit der Sanierung des unter der Hermannstraße verlaufenden U-Bahntunnels nicht bis zum Abschluss der Umgestaltung der Karl-Marx-Straße gewartet werden konnte: Denn bis dahin werden, so der aktuelle Stand, noch etwa 15 Jahre vergehen.

=ensa=

Tierisch gut bewacht

Dieser Winter meint es wirklich gut mit Berlins Radfahrern: Zwar ist es reichlich frostig, aber weder Schnee noch Eis hindern sie bisher daran, sich auf ihren Drahteseln durch die Stadt zu bewegen.

Zunehmend schwieriger wird es allerdings, das Fahrrad mit ei- nem Spiralschloss an Verkehrs- schildern, Zäunen oder Fahrrad- ständern zu fixieren.  Denn je kälter es wird, desto unflexibler und störrischer wird auch die kunststoffummantelte Spirale. Wahlweise friert auch das Schloss gerne ein. Wohl dem Radler, der einen Hund hat, der mit mahnendem Blick auf das unabgeschlossene Zweirad aufpasst.

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Prioritäten

Wo kämen Neukölln und Berlin auch hin, wenn wegen geparkter Fahrräder kein Platz mehr für diese dekorativen Müllsäcke wäre?

=ensa=

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