Ein Hauch von East Side Gallery in Neukölln

Sie ist nicht so lang wie die East Side Gallery, aber genauso bunt und doppelt so lang wie deren Teilstück, das inzwischen abgetragen wäre, wenn keiner dagegen protes- tiert hätte: die  nicht  von internationalen  Künstlern, sondern vom  Neuköllner Jugend-

44 kingz & queenz-graffiti_böhmische straße_neukölln

projekt “44 Kingz & Queenz” gestaltete Graffiti-Wand in der Böhmischen Straße, die einen Garagenhof abschließt und weder vom Abriss bedroht, noch Anziehungspunkt für Touristen ist. Schließlich können die sich in Neukölln auch  echte Teile der eins- tigen  Berliner  Mauer  ansehen.

Koppheister

Im Vergleich mit seinen Vorgängern, die im Schnee versanken und/oder Berlin vereisten, ist der Winter 2012/2013 bislang eher ein ins Wasser gefallener. Dass sich

estrel hotel_neuköllner schiffahrtskanal

das Estrel kopfüber in den Neuköllner Schiffahrtskanal gestürzt hat, ist allerdings kein Akt der Solidarität, sondern nur eine Frage der Perspektive.

“Weihnachten ist warme Füße!”

8_obdachlosenfest 2012_estrel neuköllnJa, sie würde es wieder tun, sagt sie und unterstreicht das Ja verbal und hängt ihm einige Ausrufezeichen an. Elisabeth Herr- manns Antwort ist eindeutig. Die erfolg-reiche Krimiautorin war erstmals Helferin beim jährlichen Obdachlosenfest von Frank Zander im Neuköllner Estrel Hotel. Gefühl- te 30 Kilometer sei sie gelaufen, während sie unter anderem Bier verteilte und Tisch-decken zuschnitt. Die unfassbare Hilfs- bereitschaft aller hat sie fasziniert, und der Satz einer Frau, die mit Schuhen aus der Kleiderkammer beschenkt wurde, hat sich tief in Elisabeth Herrmanns Herz 4_obdachlosenfest 2012_estrel neuköllnge- graben: “Weihnachten ist warme Füße!” Mit wie wenig man Menschen doch strahlen lassen kann.

Wobei wenig auch bei Frank Zanders 18. Weih- nachtsessen für Obdachlose definitiv nicht die Devise ist. Die Tische für die knapp 3.000 Gäste 11_obdachlosenfest 2012_estrel neuköllnsind nicht nur sehr schön gedeckt, son- dern zudem voll mit Getränken und diversen Weihnachtsleckereien.

Noch im letzten Jahr hatte Elisabeth Herrmann als rbb-Mitarbeiterin vom Fest berichtet, in diesem Jahr wollte sie selber mit anpacken: Als sie dann auf Frank Zanders Facebook-Seite das frank zander_obdachlosenfest 2012_estrel neuköllnHelfergesuch las, schrieb sie direkt eine Mail, bot ihre Unterstützung an, bekam eine Zusage – und nun ist sie heiser, total platt, aber glücklich.

Seit 8 Uhr sind die etwa 100 freiwilligen Helferinnen und Helfer in den roten und gelben Shirts im Estrel im Einsatz. Bis gegen 21 Uhr werden sie wohl bleiben. Das ist etwas länger als sonst, weil es zum ersten Mal auch Gänsebraten für die Helfer gibt, nach den Feierlichkeiten für die Wohnungslosen und Bedürftigen.

„Dass hier auch Alkohol ausgeschenkt wird, finde ich nicht gut, muss ich sagen“, erzählt mir eine freundliche Helferin im gelben Shirt. Aber ansonsten wäre es eine wirklich gute Sache hier. Sie ist Rentnerin und arbeitet ehrenamtlich bei der Bahn- hofsmission und bei Laib und Seele. Viele ihrer Kunden treffe sie hier, sagt sie, und alle freuen sich darüber und sind mehr als dankbar für das, was hier Gutes auf die Beine gestellt wird. Das Thema Alkohol ist neben der Tatsache, dass am Ende alle 1_obdachlosenfest 2012_estrel neuköllnwieder in die Kälte raus müssen, der einzige Punkt, der zu weniger Begeisterung beiträgt.

Immer wieder sind Gäste und Helfer zu sehen, denen die Tränen der Rührung über die Wan- gen laufen. Alles ist einfach überwältigend. Der Saal ist riesig und sehr schön weihnachtlich geschmückt und beschallt.

Unglaubliche Spendenmengen sind eingegan- gen. Die Tische, mit den liebevoll verpackten Geschenken für die Kleinsten, biegen sich 5_obdachlosenfest 2012_estrel neuköllnunter der Last. An alles ist gedacht. Es gibt einen Pfarrer, 25 im Akkord arbeitende Friseure vom bbw Bildungswerk, medizinische Versor- gung, einen Tierarzt, Hundefutter, Tabak und Geschenke für alle. Engel laufen von Tisch zu Tisch und verteilen 3_obdachlosenfest 2012_estrel neuköllnSchokolade und Zigaretten. Ein Clownspärchen verbrei- tet gute Laune und Seifenblasen, ein Leierkastenmann 2_obdachlosenfest 2012_estrel neuköllnleiert.

Natürlich fehlen auch die hochkarätigen Stars nicht. Als sie anfangen, Teller mit Rotkohl, Klößen und Gänse- keulen zu verteilen, schmet- tert Frank Schöbel gerade “Oh Tannenbaum, du trägst ein grünes Kleid”. Sehr ergreifend. Cem Özdemir, Wolfgang Bahro, Bürger Lars Dietrich, Graciano Rocchi- 9_obdachlosenfest 2012_estrel neuköllngiani, der inzwischen 91-jährige Herbert Köfer, Frank Kessler und Peer Kusmagk sind nur einige der Prominenten, die gut gefüllte Teller zu den Gästen bringen. Auch Neu- 10_obdachlosenfest 2012_estrel neuköllnköllner Polit-Prominenz betätigt sich kellnernd. Besonders sympathisch sind diejenigen, die nicht lange mit den Tellern für die Fotografen posen, sondern denen es tat- sächlich darum geht, etwas für andere zu tun.

Während die Kameras um die Promis und Frank Zander rummeln, füllen sich zusehends alle Tische mit Mahlzeiten – aufgetragen durch die fleißigen Helfer in Gelb und Rot, die unermüdlich zwischen den Tischen umherwuseln, um niemanden zu vergessen oder auch den ein oder 7_obdachlosenfest 2012_estrel neuköllnanderen Extrawunsch zu erfüllen.

Die Stimmung wird immer ausgelassener, und als dann das Liveprogramm auf der Bühne beginnt, stürzen einige der Gäste nach vorne um zu tanzen. Frank Schöbel, Jeanette Biedermann aber auch die Fahrer der BVG, die die Menschen in Sonderbussen aus allen Teilen der Stadt ins Estrel brachten, halten die Stimmung hoch, so dass am Ende niemand so wirklich gehen will.

Der Tag war auch für mich ein einmaliges, äu- ßerst beeindruckendes und rührendes Erlebnis, und ich hoffe sehr, dass den fleißigen Helfern die Gänsekeulen gemundet haben.

=Anna Sinnlos=

Das Hoffen auf den Alpha-Schock

Im Neuköllner Estrel Hotel, wo Übernach-tungs- und Tagungsgästen derzeit ob des güldenen, illuminierten Adventsschmucks noch mehr Lichter als sonst aufgehen, trafen sich gestern und heute über 250 Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Bil- dungseinrichtungen anlässlich des Ab- schlusses der UN-Weltdekade zur Alpha- betisierung zum zweitägigen Symposium “Weiterbildung im Dialog”. Bei einer hoch- karätig besetzten Podiumsdiskussion zur Halbzeit ging es um die Fragen, zu wel- chem Status quo die 2003 begonnene Weltdekade in Deutschland geführt hat und wie der künftige Umgang mit den Themen Alphabetisierung und Grundbildung  ge- staltet werden muss, um hierzulande die gesamtgesellschaftliche Situation und die der  etwa 7,5 Millionen erwachsenen Betroffenen nachhaltig verbessern zu können.

tagung "weiterbildung im dialog", un-weltdekade zur alphabetisierung, estrel berlin-neukölln

v. l.: Peter Hubertus (Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung), Ulrich Aengenvoort (Deutscher Volkshochschul-Verband), Dr. Roland Bernecker (Deutsche UNESCO-Kommission), Dr. Simone C. Ehmig (Institut für Lese- und Medienforschung, Stiftung Lesen), Rudolf Hahn (Volkshochschule Trier), Achim Himmelrath (Moderator)

Schon hinsichtlich des bereits Erreichten ließen sich die Diskutanten nicht auf einen gemeinsamen Nenner brin- gen. “Wir haben erreicht, dass die Größe des Problems er- kannt wurde”, bilanzierte Dr. Roland Bernecker, der Gene- ralsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission. “Die UN-Dekade hat nicht ge- schafft, was wir erhofft hat- ten”, hielt Peter Hubertus vom Bundesverband Alphabetisie- rung und Grundbildung dage- gen. Während es auf poli- tischer Ebene bei den Inte- grationskursen klare Zuständigkeiten gebe, hinke man dem mit der Alphabetisierung und Grundbildung noch ein ganzes Stück hinterher. “Da gilt es Lösungen zu finden und klare Ziele zu definieren”, forderte Hubertus. Grundlage dafür könne aber nur sein, dass in Deutschland ein Klima herrscht, das den Problemkomplex regie- tagung "weiterbildung im dialog", un-weltdekade zur alphabetisierung, estrel berlin-neuköllnrungsunabhängig als Langzeitaufgabe be- greift.” Das sei aber insbesondere in der Politik auf Länderebene noch nicht ange- kommen.

Letzteres wollte Rudolf Hahn nicht bestä-tigen. Der Leiter der Volkshochschule Trier ist Initiator eines Alpha-Bündnisses in sei- ner Stadt, das – ebenso wie das Alpha-Bündnis Neukölln – auf die Vernetzung aller vom Kontakt mit funktionalen An-Alpha- beten tangierten Einrichtungen setzt: “Zu unseren Unterstützern zählen alle relevanten Parteien, und als Schirmherr konnten wir den Trierer Oberbürgermeister gewinnen.” Das sei auch nötig, um das Thema dauerhaft in den lokalen Medien platzieren zu können. “Leider ist es uns nicht gelungen, das bundesweit zu schaffen”, bedauerte Ulrich Aengenvoort, der Direktor des Deutschen Volkshochschul-Verbands: “Warum hat es einen Pisa-Schock gegeben, aber keinen Alpha-Schock?” Die dramatischen Zahlen seien schließlich hinlänglich bekannt. Ob die meist nur strohfeuerartige Be- tagung "weiterbildung im dialog", un-weltdekade zur alphabetisierung, estrel berlin-neuköllnrichterstattung der Tatsache geschul- det sei, dass für Alphabetisierungs- und Grundbildungsdefizite im Gegen- satz zu den Pisa-Ergebnissen kein eindeutiger Schuldiger dingfest ge- macht werden könne, frage er sich. Sind die Schulen und das Bildungs- system für die Misere verantwortlich? Ist es die Gesellschaft? Oder liegt die Schuld bei jedem Betroffenen selber?

Erwiesen ist, dass die hohe Zahl funktionaler An-Alphabeten, die folglich auch die Standards der Grundbildung nicht erreichen können, zu massiven Problemen führt. Auch in den volks- und privatwirtschaftlichen Bereich hinein. Mehr als die Hälfte der Betroffenen sind – trotz meist fehlender Berufsausbildung – nach einer Erhebung vom Alphabund erwerbstätig und verrichten einfache manuelle Tä- tigkeiten. Spezielle Weiterbildungen gebe es für sie jedoch kaum. “Was wir brauchen, sind passgenaue Angebote, die An-Alphabeten das Lernen in der eigenen Lebens- tagung "weiterbildung im dialog", un-weltdekade zur alphabetisierung, estrel berlin-neuköllnwelt ermöglicht”, appelliert denn auch Dr. Simone C. Ehmig, die das Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen leitet. Dafür müssten Lerner in die Konzeptionen eingebun- den werden. Zudem, weiß Ehmig, spiele der Peer-Gedanke in der Grup- pe der Betroffenen eine große Rolle, will heißen: Ehemalige An-Alphabeten, die sich erst als Erwachsene das Lesen und Schreiben aneignen, sind als Vorbilder mit Motivationsfaktor nicht zu unterschätzen.

Davon, dass die Themen Alphabetisierung und Grundbildung als bewältigt ad acta gelegt werden können, ist Deutschland – so die einhellige Meinung der Diskutanten – noch weit entfernt. Nicht einig waren sich die Experten auf dem Podium aber darüber, ob es sinnvoll wäre, nun eine nationale an die globale Dekade zu hängen.

=ensa=

Neukölln von seiner schönsten Seite

weigandufer neukölln, neuköllner schiffahrtskanal

Das Weigandufer gehört – vor allem bei strahlendem Sonnenschein – zweifellos zu den  Schokoladenseiten des  nördlichen  Teils von  Neukölln. Problematisch ist  aller-

kiehlufer neuköllnkiehlufer neukölln

dings: Wer den Anblick in ganzer Pracht genießen will, muss rüber zum Kiehlufer. Und zwar zu dem Abschnitt des Kiehlufers, der eine Mischung aus morbidem ausflugsdampfer berlin, tour c1 stern und kreisschiffahrt gmbh, neuköllner schiffahrtskanalCharme und  Verwahrlosung  versprüht. Der zu nörd- lich liegt, um über das Neukölln ans Wasser-Pro- gramm aufgepeppt zu werden, und deshalb am Rande des Neuköllner Schiffahrtskanals statt eines komfor- tablen Gehwegs nicht mehr als einen verwilderten Trampelpfad zu bieten hat.

Aber glücklicherweise ist da ja noch die Alternative, einen der Ausflugsdampfer der Stern und Kreis-schiffahrt zu entern, die täglich um 10 und 14.25 Uhr zur Brückenfahrt auf Landwehrkanal und Spree am Estrel ablegen, um sich das Weigandufer vom Wasser aus anzusehen.

=ensa=

Ein großartiger Neuköllner wird 70

Das Jahr 1942 begann in Deutschland mit lausiger Kälte. Die 70-tägige Frostperiode, die erst Mitte März endete, erreichte am 26. Januar ihren Tiefpunkt: Das Quecksilber sank in Berlin auf -21 Grad. Neun Tage später, am 4. Februar, bekam die 11-jäh- rige Christa Zander, die mit ihren Eltern am Karl-Marx-Platz 17 in Neukölln wohnte, ihr Brüderchen Frank.

“In unserem Nachbarhaus hat der ge- wohnt?”, fragt der Rentner, der gerade vom Einkaufen zurückkommt, überrascht nach. Er zählt mit leuchtenden Augen ein paar Lieder des Musikers auf. Die Namen Susi, Kurt und Marie fallen, er singt “Ja, wenn wir alle Englein wären” an, nennt auch noch den Ur-Ur-Enkel von Frankenstein. Bei Feiern seien die Hits von Frank Zander doch rauf und runter gespielt worden, erinnert sich der Mann: “Dass ich nur ‘n paar Jahre älter bin als er, hätte ich aber nicht gedacht. Der wirkt doch viel jünger.” Marija Zajac, die im Haus mit der Nummer 17 seit fünf Jahren eine Änderungs- schneiderei betreibt, verbindet mit Frank Zander etwas ganz anderes: die Weih- nachtsfeiern für Obdachlose, die der Entertainer alljährlich organisiert.

Das karitative Engagement ist es auch, was Bernd Szczepanski als erstes zu dem prominenten Neuköllner einfällt. Er sei eigentlich nicht der Richtige, um etwas über ihn zu sagen, weil er ihn noch gar nicht persönlich kennen gelernt habe, wiegelt Neuköllns Sozialstadt- rat ab. Doch gerade das verbindet Szczepanski mit denen, die jetzt – 55 Jahre nachdem die Zanders in die nicht weit entfernte Roseggerstraße zogen – am Karl-Marx-Platz wohnen oder arbeiten. “Die Musik von Zander ist wirklich nicht meine Art von Musik”, gibt der Stadtrat zu, “aber durch seinen Einsatz für Obdachlose und Bedürftige hat sich meine Ein- stellung zu ihm sehr geändert.” Großartig und beispielgebend sei das, was Frank Zander leiste, zumal es spürbar eine Herzensangelegenheit sei und er es nicht zur Steigerung der eigenen Popu- larität tue. Das könne man gar nicht hoch genug schätzen. “Ich wünsche mir jedenfalls sehr, dass ich Frank Zander mal persönlich kennen lernen, ihm die Hand schütteln und für sein Engagement danken kann”, sagt Bernd Szczepanski.

Spätestens beim nächsten Obdachlosenfest im Estrel Hotel wird sich für Neuköllns Sozialstadtrat die Gelegenheit bieten. Dann hat sich Frank Zander vielleicht auch schon an das Alter gewöhnt, das mit der 7 beginnt.

Die besten Wünsche zum runden Geburtstag, Frank Zander!

=ensa=

Was Neukölln mit Arthur Abrahams Erfolg zu tun hat

Es dauerte gestern keine Viertel- stunde, dann war für den Argentinier Pablo Farias alles gelaufen – und für Arthur Abraham auch: Ersterer lag k. o. im Ring, letzterer konnte sich über ein rundum gelungenes Comeback als Profi-Boxer in der Supermittelge- wichtsklasse freuen.

Die wesentlich zeitintensivere Trai- ningseinheit, die Abraham mit Trainer Ulli Wegner noch vor knapp vier Wochen in Neukölln im Estrel Hotel absolviert hatte, wird dazu beigetragen haben, dass sich die Tri- und Bizeps des 31-Jährigen in Topform zeigten.

Nicht ausgeschlossen, dass es sei- nem Gegner lieber gewesen wäre, von dem gebürtigen Armenier Ente mit Rotkohl und Klößen statt fliegender Fäuste serviert zu bekommen.

=ensa=

Neukölln-Gewinnspiel: Die Bescherung geht weiter (7)

estrel berlin, neuköllnIn Deutschlands größtes Hotel, das direkt am Neuköllner Schiffahrtskanal gelegene Estrel Berlin, geht es für die Gewinnerin oder den Gewinner des letzten Quiz-Tages unseres Zwischen-den-Jahren-Gewinnspiels. Ergattern kann den Preis aber nur, wer diese Frage richtig beantwortet:

Eine Neuköllnerin ist Trainerin bei den Berliner Boxgirls, dem größten Frauen-Boxclub Europas. In welchem Jahr wurde sie geboren?

abba-story thank you for the music, estrel festival center berlin, neuköllnDas Estrel lädt den/die Gewinner/in plus Begleitperson am 20. Januar zum Show- Ereignis “Die ABBA- Story – Thank you for the music”  ins Estrel Festival Center ein: Die musikalische Hommage an die schwe- dische Kultgruppe reflektiert alle Höhen und Tiefen der einzigartigen Karriere und erzählt die Geschichte der unvergessenen Band anhand ihrer Hits noch einmal. So tauchen in der ABBA-Story „Thank you for the music“ die Zuschauer für zwei Stunden in die glitzernde Partyzeit der 70er Jahre ein.

Wer die beiden Freikarten gewinnen möchte, schreibe das Geburtsjahr sowie (7) in die Betreffzeile einer E-Mail und schicke sie  bis morgen (1. Januar)  um 12 Uhr an: Der/die Gewinnerin wird direkt benachrichtigt. Gehen mehrere richtige Lösungen ein, entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen viel Glück!

Update (1.1., 21:32 Uhr): Bei dieser Quizfrage ging es um Sarah Bitterling, die die Boxgirls trainiert und in Neukölln lebt. Sie wurde 1979 geboren.

Der Gewinner unserer letzten Spielrunde wohnt im Süden Neuköllns, musste wieder per Los ermittelt werden und wurde bereits über sein Glück informiert. Allen, die bedauerlicherweise nicht zu den Preisträgern unseres Zwischen-den-Jahren-Gewinnspiels gehörten, sei schon jetzt gesagt, dass wir weitere Quizrunden planen.

Wir danken allen sehr herzlich, die Preise für unsere verlängerte Be- scherung zur Verfügung gestellt haben.

Das Fest vor dem Fest: Weihnachten im Sherwood Forest

Hotte ist auch wieder da. Er legt die Gabel auf dem Tellerrand ab, zählt vom Daumen bis zum kleinen Finger durch. “Das fünfte Mal ist es heute”, sagt er mit Blick frank zander, 17. weihnachtsfeier für obdachlose, estrel neuköllnauf seine rechte Hand, die wie die eines Bauarbeiters aussieht: “Die hat Franky geschüttelt.” Am liebsten,  überlegt Hotte, würde er sie nun ein paar Tage lang nicht waschen, denn Franky sei sein absoluter Held. Schon damals, als der den Ururenkel von Frankenstein besang, habe er frank zander, 17. weihnachtsfeier für obdachlose, estrel neuköllnihn ge- mocht. Da- mals, als Hot- tes Leben noch im Gleichgewicht war und es normal war, in geschlossenen Räumen zu über- nachten. Der 52-Jährige mit dem fatalen Bruch im Lebenslauf ist einer von gut 2.800 obdachlosen und bedürftigen Menschen bei Frank Zanders alljähr- licher Obdachlosenfeier im Neuköllner Estrel Hotel.

Zander hat am Eingang gestanden und jeden seiner Gäste persönlich begrüßt, die mit fünf BVG- Bussen aus dem gesamten Berliner Stadtgebiet zum Ort des Geschehens chauffiert wurden.  Auch wegen Typen wie Hotte steckt die rechte Hand des Sängers und Entertainers in einem Stützverband. “Wenn man tausenden Leuten die Hand schüttelt, geht das auf die Knochen. Und da sind ja auch ‘n paar richtige Handwerker frank zander, 17. weihnachtsfeier für obdachlose, estrel neuköllndabei”, sagt Frank Zander schmunzelnd. Selbst wenn ihm der direkte Kontakt noch so sehr zusetzt, körperlich wie emotional, den lässt er sich nicht nehmen: “Das ist meine Familie! Da gehört’s doch da- zu, dass man sich berührt und dem anderen in die Augen guckt.” Seine sind oft tränenverschleiert an diesem Nachmittag.

Frank Zanders Familie wurde in den letzten Jahren kontinuierlich größer: 1995, als er erstmals zur Weihnachtsfeier einlud, bestand sie aus rund 300 Mit- gliedern. Heute hat sich die Zahl verzehnfacht und damit Dimensionen ange- nommen, die zu Vorkehrungen zwingen, die für Familienfeste eher unüblich sind: Mitfeiern kann nur, wer sich vorher ein kostenloses Einlassbändchen geholt hat. Dass seine Familie zugleich stetig jünger wurde, bedrückt den gebürtigen Neuköllner frank zander, 17. weihnachtsfeier für obdachlose, estrel neuköllnbesonders: “Ganz schlimm, dass immer mehr Kinder dabei sind.”

Kinder wie Janina. Die Siebenjährige, die mit ihrer Mutter in einem Mutter-Kind-Heim Zuflucht fand, kann ihr Glück kaum fassen. Es gibt frank zander, 17. weihnachtsfeier für obdachlose, estrel neuköllnSü- ßes und Cola, vom von zahlrei- chen Sponso- ren bestückten Geschenketisch durfte sie sich etwas aussuchen und noch bevor das Festessen beginnt, wird sie eine neue Frisur bekommen. “Ich war noch nie in meinem Leben bei einem echten Friseur”, erzählt sie auf- geregt. Sonst schneide ihre Mutter ihr immer die Haare – mit mal gutem und mal weniger gutem Ergebnis. Der heutige Haarschnitt wird gut werden, denn es sind frank zander, 17. weihnachtsfeier für obdachlose, estrel neuköllnProfi-Friseure vom bbw Bildungswerk der Wirtschaft, die am Rand des großen Saals ihren improvisierten Salon eröffnet haben und kostenlose Haarschnitte an- bieten. Als Frank Zanders Sohn Marcus frank zander, 17. weihnachtsfeier für obdachlose, estrel neukölln, marcus zander, hanno bruhnund Hanno Bruhn auf die Bühne ge- hen, um alle Gäs- te zu begrüßen, die nunmehr 17. Weihnachtsfeier für Obdachlose offiziell eröffnen und den vielen ehrenamtlichen Helfern danken, hat Janina ihre neue Frisur und bedankt sich überschwänglich bei der jungen Frau mit der Weihnachtsmann-Mütze dafür.

Marita braucht keinen neuen Haarschnitt. Sie habe eine Freundin, die Friseuse ge- lernt habe. “Ich bin zum ersten Mal hier”, sagt sie. Ihr Tonfall verrät, dass es ihr unangenehm ist. Die Weihnachtsfeier habe sie bisher immer nur im Fernsehen gesehen: “Dass ich mal selber hier sitzen würde …” Ob das nicht der Fiesling aus GZSZ sei, fragt sie, als Wolfgang Bahro mit zwei Teller mit Gänsebraten, Rotkohl und frank zander, 17. weihnachtsfeier für obdachlose, estrel neukölln, falko lieckeKlößen vorbeiläuft. Maritas Tischnachbarin nickt. Frank Henkel (CDU) und die Grünen-Politikerin Renate Künast sorgen für das Gegenteil von Aufmerksamkeit. “Das Glück hat in letzter Zeit ‘nen großen Bogen um mich gemacht. Ist alles richtig scheiße gelaufen”, bringt Marita das Aktuelle ihrer Biografie auf den Punkt. Und nun ist mit Falko Liecke (r.) auch noch einer als pro- minenter Kellner für ihren Tisch zuständig, den sie nicht kennt. Der Neuköllner Bezirksstadtrat für Jugend und Gesundheit stellt einen der beiden Teller vor ihr ab und wünscht Marita lächelnd frank zander, 17. weihnachtsfeier für obdachlose, estrel neukölln, heinz buschkowskyeinen guten Appetit und ein schönes Fest. Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky serviert in einer anderen Ecke des Saals vom Estrel Convention Center. Das wäre einer gewesen, den sie kennt. “Aber der junge Mann war auch nett”, ffrank zander, 17. weihnachtsfeier für obdachlose, estrel neuköllnindet sie. Und die Gans sei einfach köstlich.

Rund 2.800 Portio- nen des Festmahls werden die Küche verlassen haben, wenn die Feier am Abend mit dem großen Finale beendet wird und sich Frank Zander wieder von seiner großen Familie verabschiedet.

Dann hat der, der sich gerne als “moderner Robin Hood” bezeichnen lässt, auch endlich Zeit für die eigenen Weihnachtsvorbereitungen. Ganz privat und entspannt wolle er das Fest verbringen. “Was ich aber noch gar nicht weiß, ist, wie ich die Kerzen an unseren Baum kriegen soll”, gibt Frank Zander zu. Er habe einen Topfbaum gekauft und der nadele jetzt schon wie doll, ohne dass man ihn anfasst.

=ensa=

Stroh ‘n’ Roll

popraci rixdorfer strohballenrollen, neuköllnDass am zweiten Advents- wochenende kein Durch- kommen auf dem Richard- platz ist, wussten sie. Ebenfalls, dass der Platz rund um die Rixdorfer Schmiede während des Kunst- und Kulturfestivals “48 Stunden Neukölln”  mehr Trubel als histori- sche Idylle zu bieten hat. Was seit 2008 immer am zweiten Septembersams- tag in der guten Stube des Bezirks stattfindet, das war allerdings bisher nicht bis zu ihnen in den Ortsteil Rudow tief im Süden Neuköllns vorgedrungen: “Wir haben übers Wochenende Besuch aus Westdeutschland und wollten denen den Richardplatz und das Böhmische Dorf zeigen und danach auf der Terrasse der Villa Rixdorf was essen.” Nun steht das Rentner-Paar aus dem Süden Neuköllns am westlichen Eingang zum Richardplatz und blickt ebenso irritiert wie die beiden Besucher aus Bonn auf das Treiben.

Kinder bewerfen sich gegenseitig mit Stroh, eine Männerstimme mit schwäbischem Zungenschlag  schallt  durch   den   Kiez,  kostümierte   Erwachsene  rollen  in  Vierer-

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Teams riesige, über 200 Kilo schwere Strohballen über die kopfsteingepflasterte Straße, die den Platz umgibt. “Was soll das? Weshalb machen die das?”, fragen die auswärtigen Gäste ihre Gastgeber, bekommen aber nur ein Schulterzucken samt einer Gegenfrage: “Aus Jux und Dollerei?”. Das sei Popraci, das Rixdorfer Stroh- ballenrollen, ein traditioneller Wettkampf, der nun schon zum 178. Mal ausgetragen werde, mischt sich ein Mann mit einem Kind auf den Schultern ein, der hinter den bei-

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den Paaren steht und ihren kurzen Dialog mitbekommen hat. “Buschkowsky”, ergänzt er, “hat das Fest vorhin eröffnet.” Was Traditionelles also, wiederholt die graumelierte popraci rixdorfer strohballenrollen, neukölln, heinz buschkowsy, christoph agi böhm, rudolf jindrakRudowerin bestimmt.  Dass der Neuköllner Bezirksbürgermeister mitten im Wahlkampf für einen Auftritt bei einem Jux-und-Dollerei-Wett- bewerb gewonnen werden kann, scheint für sie außerhalb des Vorstellbaren zu liegen. “Lasst uns mal gucken, ob das Remmidemmi bis zur Schmiede geht”, schlägt ihr Mann vor. Dem Begleiter aus Bonn ist deutlich anzusehen, dass hinter seiner Stirn die eben gehörten popraci rixdorfer strohballenrollen, neukölln, reinhold steinleInformationen skeptisch verarbeitet werden.

Großartig, einfach nur großartig und wunderbar findet eine junge Familie vom Bodensee das Fest. Die Eltern halten ihre Tochter, die Stroh in den Haaren und sich das Gesicht bemalen lassen hat, an den Händen und stehen im Zielbereich, wo Moderator Reinhold Steinle im für sie vertrauten Idiom erschöpfte Wettkämpfer interviewt. Der einzige Kritikpunkt betrifft das Personal des Estrel Hotels, wo die Touristen aus dem Schwäbischen für ein verlängertes Wochenende logieren: “Mit keinem Wort haben die das Strohballenrollen erwähnt, als wir heute Morgen an der  Reception gefragt  haben, welche  kindgerechten Veranstaltungen  es  gerade  in

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Berlin gibt. Dabei findet das doch fast vor der Haustür statt.” Auf der Suche nach einem Spielplatz in Hotelnähe seien sie dann in das Rixdorfer Strohballenrollen am Richardplatz geraten. “Wo ist denn die nächste Apotheke, die noch offen ist?”, er- kundigt sich der Mann. Er brauche dringend ein Antiallergikum.

=kiezkieker/ensa=

Die Mauer in Neukölln

“Wo stand denn die Mauer?” Das fragen sich vor allem Berlin-Touristen, aber auch viele Berliner, die zu jung sind, um sie miterlebt zu haben, oder erst nach dem Fall der innerstädtischen Grenze zu Berlinern wurden. Diejenigen hingegen, die vis-à-vis mit der Berliner Mauer gelebt haben, tragen ihren Anblick im Gedächtnis mit sich herum wie die Erinnerung an die erste Liebe, den Tod enger Familienangehöriger, 9/11 oder das erste eigene Auto. “Hier stand das Monstrum, direkt vor unserer Nase!”, sagt ein Neuköllner, der seit eh und je in der Hei- delberger Straße wohnt.

Eine doppelte Pflastersteinreihe erinnert an den Wall, der die Straße von 1961 bis 1989 in West und Ost teilte. An der Ecke wur- de eine Gedenktafel für Heinz Jercha aufgestellt, der 25 Menschen durch einen der vielen Fluchttunnel unter der Sektorengrenze in der Heidelberger Straße in die Freiheit führte und am 27. März 1962 an dieser Stelle erschossen wurde. Insgesamt mindestens 136 Menschen verloren – wie er – am Todesstreifen ihr Leben.

Mit einer Schweigeminute soll heute, am 50. Jahrestag des Mauerbaus, ab Punkt 12 in Berlin der Opfer gedacht werden, Kirchenglocken werden für sie läuten und Busse und Bahnen so lange stoppen.

Wo seinerzeit die Mauer verlief, zeigt diese Karte. Wer den optischen Ein- druck durch haptisches Erleben intensivieren möchte, dem sei ein Besuch des Estrel Hotels empfohlen:  Dessen Eigentümer Ekkehard Stre- letzki erwarb vor knapp drei Jahren bei einer Auktion vier Mauerseg- mente, die nun als Zeitzeugnisse zwischen dem Hotel und dem Convention Center stehen – knapp 2 Kilometer vom ehemaligen Grenzübergang Sonnenallee entfernt.

=ensa=

Sonnige Plätze am Wasser

Bereits im Oktober letzten Jahres wurde die neu gestaltete Treppenanlage an der treppenanlage sonnenbrücke nord, sonnenterrasse estrel hotel, neuköllnSonnenbrücke der Öffent- lichkeit übergeben (wir be- richteten) – mit monate- langem äußerst mäßigem  Zuspruch, da das Wetter nicht eben zum Verweilen auf blankem Stein einlud.  Einen gewissen Schub in Sachen Attraktivität erfuhr die Sonnenterrasse zwi- schen dem Estrel Hotel und dem Neuköllner Schif- fahrtskanal erst mit den gestiegenen Temperaturen der letzten Tage. Dass der Run noch sehr verhalten ausfällt, liegt sicher nicht daran, dass Plätze an der Sonne nicht begehrt wären. Ursache scheint vielmehr eine gewisse Verunsicherung unter den potenziellen Nutzern zu sein. Und die wurde dieser Tage auch dadurch genährt, dass das an der Sonnenallee gelegene Eingangstor verschlossen und somit nur der treppenanlage sonnenbrücke nord, sonnenterrasse estrel hotel, neuköllnZugang von der Estrel-Seite möglich war.

Da beließen es viele Passanten bei sehn- süchtigen Blicken auf das 900.000 €-Pro- jekt. Etwas mutigere Naturen wagten sich zögernd auf die große Freitreppe, um den Nächstbesten zu fragen, ob man Hotelgast treppenanlage sonnenbrücke nord, sonnenterrasse estrel hotel, neuköllnsein oder et- was zum Es- sen oder Trinken bestellen müsse, um sich hier aufhalten zu dürfen. Dem ist definitiv nicht so, wenn es einzig um das Besetzen oder Belegen der Freitreppe geht. Anders ist der Fall jedoch – eigentlich – bei der Benutzung der gepolsterten Liegen: “Bitte haben Sie Verständnis, dass dieser Bereich nur für Hotelgäste reserviert ist” steht an den Seiten des hölzernen Podests, dessen Er- klimmung für Arthrose-Patienten und Unsportliche eine echte Herausforderung sein dürfte.  Umgekehrt könnte es denen schwerfallen, aus den Alternativen – zwei treppenanlage sonnenbrücke nord, sonnenterrasse estrel hotel, neuköllnebenerdigen Liegeeiern – wieder heraus zu kommen.

Doch ein weiteres Manko der Sonnenterrasse betrifft Hotelgäste wie sonstige gleichermaßen: Mülleimer zur Entsorgung von Verpackungsmüll oder Zigarettenkippen sucht man dort vergeblich. Bleibt zu hoffen, dass mit der heutigen Eröffnung des neugestalteten Estrel-Sommergartens, der sich an die öffentliche Freitreppe anschließt, auch diesbezüglich eine neue Ära anbricht. Im eigenen Interesse des Hotels sollte es so sein, denn das ist für die Pflege des gesamten Bereichs zuständig.

=ensa=

Kratzige Stimme, weicher Kern: Frank Zander lädt heute zum 16. Mal zur Weihnachtsfeier für Obdachlose ein

Er war der, der auf Maries Wohl trank, war Fred Sonnenschein, Kurt und der Ururenkel von Frankenstein. Für Berlins Obdachlose und Bedürftige ist Frank Zander jedoch eher so etwas wie obdachlosenfest, frank zander, estrel hotel berlinein guter Engel: Seit 1995 organisiert der Mann mit der rauen Stimme, der am Neuköllner Karl-Marx-Platz aufwuchs, alljährlich eine Weih- nachtsfeier für sie.

Heute ist es zum 16. Mal soweit. Am Nachmittag bringen Son- derbusse der BVG Frank Zan- ders Gäste aus allen Teilen der Stadt zum Estrel Convention Center in Neukölln, wo der für sein Engagement u. a. mit dem Bundesver- dienstkreuz Geehrte, seine Familie sowie zahlreiche Prominente Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen servieren, Geschenke verteilen und ein Showprogramm präsentieren. War es anfangs noch eine verhältnismäßig überschaubare Zahl von 300 Menschen, die die Einladung zu dieser Auszeit vom Alltag annahmen, so sind es heute etwa 2.800, die erwartet werden.

=ensa=

Etwas verspätet, aber immerhin: Es ist vollbracht

sonnenbrücke neukölln,einweihung der treppenanlage am estrel hotelWolken in allen möglichen Grautönen und für wenige Augenblicke ließ sich dann sogar noch die Sonne sehen: Es hätte vorgestern Mittag an der Sonnen- brücke also schlimmer kommen können.

Schirme für alle standen bereit, als Hella Dun- ger-Löper (l.), Berlins Staatssekretärin für Bauen und Wohnen, und der Neuköllner Baustadtrat Thomas Blesing die neugestaltete Treppenanlage  am Neuköllner Schiffahrtskanal einweihten und der Öffentlich- einweihung treppenanlage sonnenbrücke, neukölln, sonnentreppe estrel hoteleinweihung treppenanlage sonnenbrücke, neukölln, brunnenanlage sonnenbrücke estrel hotelkeit übergaben. Ebenfalls dabei: Thomas Brückner (r.), einer der Direktoren des benachbarten Estrel Hotels, das eine tragende Säule bei der Public-Private-Part- nership spielt, auf der das Projekt “Treppe Sonnenbrücke Nord” basiert.

Eigentlich sollte der neue Zugang zum Wasser schon im September eröffnet werden. “Doch dann”, so Thomas Blesing, “wurden auf dem Gelände Wasserleitungen ge- funden, von deren Existenz niemand wusste und alles verzögerte sich.” 900.000 Euro aus dem Stadtumbau West-Budget wurden verbaut, um aus der zuvor verwilderten, einweihung treppenanlage sonnenbrücke, neukölln, sonnentreppe estrel hotel,estrel biergartenabgeschotteten Uferkante eine attraktive, öffentlich zugängliche Tribüne mit Brunnenanlage und klei- ner Bühne am Kanal zu machen.

Damit “alles wie aus ei- nem Guss” wirkt, gibt Tho- mas Brückner bekannt, habe das Estrel zusätzlich 200.000 Euro in die Um- gestaltung des hoteleige- nen Biergartens investiert, der sich an die Treppenanlage anschließt. Auch die Kosten für die Pflege des öffentlichen Bereichs werden von Neuköllns größtem Beherbergungsbetrieb übernommen. So ganz unkommentiert wollte Brückner das Lob von Hella Dunger-Löper, dass man hier von einem gelungenen Modellprojekt für das Zusammenspiel von öffentlichem und privatem Handeln sprechen könne, aber doch nicht stehen lassen. “Leider”, sagte er, “schließen sich die anderen ge- werblichen Nachbarn entlang des Kanals nicht an.” Die Vision einer Promenade von der Sonnenbrücke bis zum Kiehlufer sei damit vom Tisch. Zumindest vorerst.

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Neuköllner Gipfelstürmer

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Ob diese beiden Gipfelstürmer zu einem vom Estrel Hotel georderten Putztrupp oder zu einem Fortgeschrittenen-Kurs der Kletterer aus der benachbarten T-Hall gehörten, ließ sich leider nicht erkennen.

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Auf zu neuen Ufern

stadtumbau west,neukölln südring,presserundgang sonnenbrückeWas vor gut einem Jahr bei einem Presserund- gang auf Schautafeln groß angekündigt wurde, nimmt nun immer konkretere For- men an: Die Sonnenbrü- cke bekommt an der Ecke Sonnenallee/Ziegrastraße eine große, schicke Frei- treppe und es entsteht ein direkter und öffentlicher Zugang zum Neuköllner Schiffahrtskanal.

Die mit knapp 900.000 Eu- ro veranschlagte Aufwer- tungsmaßnahme gehört zum Projekt “Neukölln ans Wasser”, das aus Mitteln des Programms Stadtumbau West finanziert wird. Sie soll den Stellenwert der Tatsache, dass Neukölln mit reichlich Wasser aufwarten kann, mehr ins Bewusstsein der Öf- neukölln südring, freitreppe sonnenbrücke, neukölln ans wasser, stadtumbau westfentlichkeit rücken, zum Aufenthalt an den Kanälen animieren und diesen verschönern.

An der Sonnenbrücke sah die Realität bisher eher trostlos aus: Wer quasi auf Augenhöhe mit dem Neu- köllner Schiffahrtskanal sein wollte, musste sich mit dem am Ufer gelege- nen Biergarten des Estrel Hotels begnügen.  Der machte jedoch keinen sonderlich einladenden Eindruck, son- dern erweckte vor allem den, Hotelgästen vorbehalten zu sein. Rastende Spazier- gänger oder wasseraffine Neuköllner dürften die Ausnahme unter den Gästen ge- neukölln südring, freitreppe sonnenbrücke, stadtumbau west, estrel hotel, neuköllnwesen sein. Mit dem Bau der neuen Freitreppe, die eine Biergarten-Umgestal- tung hinter sich herzieht, soll sich auch das ändern. Darüber hinaus bietet die Treppe mit ihrem platzför- migen Zugang zum Ufer, mit Wasserspielen, Bäu- men und Beleuchtungs- elementen eine attraktive Gelegenheit zum Verwei- len ohne Verzehrzwang. Der Abschluss der Bauarbeiten und die Einweihung sind für neukölln südring, stadtumbau west, freitreppe sonnenbrücke, biergarten estrel hotel, neuköllnAnfang September vorgesehen.

Wie nicht anders zu erwarten, plustern sich auch angesichts dieser Aufhübschung Neu- köllns bereits wieder etliche Gentrifizierungs Veränderungsphobiker auf: Einziger Profiteur, unken sie, sei doch dank des Bewirtungs-Monopols der Biergarten des Estrel Hotels. Was bei dieser Kritik allerdings programma- tisch verschwiegen wird, ist, dass der Beher- bergungsbetrieb auf der Grundlage einer Public-Private-Partnership für die Pflege und Instand- haltung der gesamten öffentlichen Fläche aufkommen wird.

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