Vor verschlossener Tür

Ein Weg, den viele derzeit bestimmt gern einschlagen würden, sich aber noch bis zum Monatsende sparen können, ist  der zum  Sommerbad Neukölln: Erst  am 1. Juni

sprungturm_sommerbad neukoelln

um 8 Uhr beginnt hier – wie auch im Kombibad Gropiusstadt – die Continue reading

“Es geht um mehr als die perfekte Arschbombe”: Splashdiver-Elite trifft sich im Columbiabad Neukölln

1_training_splashdiving-dm 2013_ columbiabad neuköllnIm Columbiabad Neukölln dürften sich an diesem Wochenende jede Menge Leute, die nicht aufs Schwimmen aus sind, unter die Badegäste mischen. Denn dort bekommen Schaulustige ab heute viel zu sehen: Um 15 Uhr beginnt der Wettkampf um die Deutsche Splashdiving Meister- schaft, an dem sich 55 Jugendliche und Erwachsene mit waghalsig-artistischen Sprünge und krachend-spritzigen Lan- dungen beteiligen.

Auch acht Frauen sind dabei. Die Fun- Sportart, bei der es um das geht, was landläufig als Arschbombe bekannt ist, sei zwar eine Domäne junger Männer, aber “die Frauen sind klar im Aufwärts- trend”, sagt Christian Guth, der das Splashdiving-Event im Columbiabad or- ganisiert. “Obwohl sie durch ihr Unter- hautfettgewebe im Nachteil sind und wesentlich leichter blaue Continue reading

Zwischen Bademeister und Security: 35 neue Konfliktlotsen für zwei Berliner Freibäder

schwimmtraining_bleib cool am pool_columbiabad neuköllnDer Countdown läuft. Noch 10 Tage, dann ist es für Yüksel Sara vorbei mit Rollen- spielen, Erste Hilfe-Lektionen, Schwimm- training und Kommunikationsübungen: Ab 21. Juni wird der 52-Jährige als Konflikt- konfliktlotsen-strategie_bleib cool am pool_columbiabad neuköllnlotse des Projekts “Bleib cool am Pool” im Neuköll- ner Columbiabad oder im Prinzen- bad in Kreuzberg eingesetzt, um das während der Ausbildung Erlernte anzuwenden. Aber aufgeregt, nein, das war er nur in der letzten Woche, als Berlins Innensenator Frank Henkel mit einem Pressetross im Schlepptau vor Ort war, um sich über die Aufgaben und Arbeitsweise des Prä- konfliktlotsen-strategie_bleib cool am pool_sommerbad neuköllnventionsteams zu informieren. “Ich bin doch nur ein kleiner Ein-Euro-fünfzig-Jobber, der das hier ehrenamtlich macht, und nicht so ein hohes Tier wie Herr Henkel”, entschuldigt sich Yüksel Sara (2. v. l.) für den Fall, dass sascha benger+yüksel sara+bleib cool am pool-team_columbiabad neuköllnman ihm die Auf- regung zu sehr an- gemerkt haben sollte.

Dabei wirkt der Familienvater und dreifache Opa aus dem Rollbergkiez, als könne ihn so schnell nichts aus der Ruhe bringen. Das prädestiniert ihn für die Tätigkeit als Kon- fliktlotse. “Die Teilnehmer des Projekts sind kein Security- Ersatz, sondern eine Ergänzung zwischen Schwimmmeistern und Sicherheits- personal”, betont Michael Lisowski (M.). Er ist leitender Präventionsbeamter der Poli- zeidirektion 5, hartmuth kurzhals+michael lisowski+frank henkel_bleib cool am pool_columbiabad neuköllndie “Bleib cool am Pool” im dritten Jahr gemeinsam mit den Berliner Bäderbetrieben (BBB) und der Gesellschaft für Sport- und Jugendsozial- arbeit (gsj) durchführt: “Es geht darum, ganz banale Probleme auf kommunikativer Ebene zu lösen und den Anspruch der zahlenden Badegästen, dass sie sich hier wohlfühlen können, zu gewährleisten.”

Das schlechte Image haftet am Columbiabad wie Hundekacke am Schuh. Mit der Wirklichkeit, die seit dem Einsatz der Sicherheitsleute und Konfliktlotsen Alltag ist, habe es jedoch nur wenig zu tun, sagt Lisowski. Hartmuth Kurzhals (l.), Leiter des Projekts bei der gsj, bestätigt das: “In den letzten zwei Jahren hat es hier keinen einzigen Polizei- bleib cool am pool_sommerbad neuköllneinsatz gegeben.” Einsätze der Konfliktlot- sen gab es jedoch reichlich: Sei es, dass Kinder getröstet werden mussten, die ihre Eltern im Getümmel verloren hatten, oder kleinere Verletzungen zu verarzten waren. Hinweise darauf, dass Müll in die Müll- eimer gehört, seien ebenfalls an der Tagesordnung. Und wer dabei erwischt wird, dass er die Reste von Wassermelo- nen einfach auf dem Rasen liegen lässt, wird an das Risiko erinnert, dass sie Wespen anziehen, die wiederum eine Gefahr für nackte Füße bedeuten.

Manche Leute müssten eben immer wieder zum Nachdenken und empathischen Handeln aufgefordert werden, weiß Michael Lisowski. Wie das in der Praxis aussieht, demonstrieren die Konfliktlotsen dem Innensenator mit zwei Rollenspielen, die unter dem Oberbegriff Deeskalationsübungen stehen: Freundlich und ruhig sprechen Yüksel Sara und seine Kollegin die beiden Mädchen an, die es sich mit einer Wasserpfeife auf der Wiese gemütlich gemacht haben. Selbstverständlich erfahren deeskalations-übung_bleib cool am pool_columbiabad neuköllnsie unmissverständlich, dass das verboten und sofort zu unterlassen sei. Zur Strategie gehört jedoch auch immer der Hinweis auf die Gefahren, die vom Fehl- verhalten ausgehen könnten. Die Mädchen signalisieren zwar, dass sie keine Lust haben, ihre Shisha-Session abzubrechen, tun es aber doch – und Yüksel Sara hofft, frank henkel+bleib cool am pool-team_columbiabad neuköllndass er bei echten Einsätzen ebenso erfolgreich ist. Frank Henkel (M.) attestiert den Konfliktlotsen, dass ihre besonnene Art der Kommunikation gut in seinen Wertedialog zur Gewaltprävention passen.

Am Sprungturm, wo ein dezentes Gerangel ge- mimt wird, kommt der Aspekt der Möglichkeit zur interkulturellen Ansprache hinzu. “Das ist wichtig”, findet Yüksel Sara, “weil Migranten mehr zuhören, wenn sie in ihrer Muttersprache von Landsleuten ange- erste hilfe_bleib cool am pool_columbiadad neuköllnsprochen werden.” Es sei aber keinesfalls so, räumt der Präventionsbeamte Lisowski ein, dass per se von Störenfrieden mit Migrationshintergrund ausge-gangen werde und das Konfliktlotsen-Team entspre- chend besetzt wurde: “Bei den 35 Leuten, die die zweimonatige Ausbildung durchlaufen haben, ist alles vertreten, jung und alt, männlich und weiblich, Migranten und Bio-Deutsche.” So können man mit einem repräsentativen Querschnitt der Badegäste aufwarten.

Die Gründe, weshalb sich die Ehrenamtlichen für ein besseres Miteinander in Berliner Freibädern einset- annette siering+frank henkel+burkhard von walsleben+michael lisowski+hartmuth kurzhals_bleib cool am pool_columbiabad neuköllnzen, Konflikte bereinigen und Erste Hilfe leisten, sind vielfältig. Bei manchem ist es vielleicht die Motivation, wie Frank Henkel vermutet, das Ange- nehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Bei anderen lockt möglicherweise die Aufwandsent- schädigung, die im Rahmen der Übungsleiterpau-schale gezahlt wird. Eine Anerkennung von anderer Seite präsentiert Burkhard von Walsleben (M.) im Columbiabad: Die Volker-Reitz-Stiftung, deren Vorstandsvorsitzender er ist, spendet 500 Euro für das Projekt. Das Geld werde in die Ausstattung der Konfliktlotsen frank henkel+annette siering+falko liecke_bleib cool am pool_columbiabad neuköllnfließen, die in diesem Jahr außer der blauen Shirts zusätzlich Jacken und Hosen gestellt bekommen, sagt Hartmuth Kurz- hals. Auch das Bezirksamt Neukölln, vertreten durch Jugend- und Gesundheits- stadtrat Falko Liecke (2. v. l.) gehört zu den “Bleib cool am Pool”-Unterstützern und spendet im Beisein von Henkel und BBB- Vorständin Annette Siering Erste Hilfe-Kits für die Teilnehmer.

Yüksel Sara würde sich auch ohne diese Sach- und monetären Werte als Konfliktlotse engagieren. Seine Familie sei häufig im Columbiabad, erzählt er, das sei Grund genug, und es ärgere ihn, dass das Bad einen so schlechten Ruf hat. Das zu ändern, dabei will er mitwirken. Und An- sprechpartner für die Badegäste sein, die ein Problem haben, das nicht vom Schwimmmeister oder den Security-Leuten gelöst werden muss.

=ensa=

Anbaden am Columbiadamm

Heute Morgen war der Winterschlaf des Neuköllner Columbiabads vorbei. Bis zum ersten September-Sonntag ist es nun täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Alle, die beim

wasserrutsche_columbiabad neukölln

Schwimmen gerne ein Dach überm Kopf haben und das weitaus wärmere Wasser im Stadtbad Neukölln bevorzugen, können auch das noch bis zum 14. Juni haben. Danach zieht sich die Schwimmhalle an der Ganghoferstraße für knapp zwei Monate in den Sommerschlaf zurück.

Vom Bett ins Bad

columbiabad sommerbad neukölln“Is’ noch nich achte?”, fragt die Frau überrascht, als sie die Wartenden vor dem Eingang zum Som- merbad Neukölln sieht. Drei harren dort bereits seit viertel vor 8 aus; bis es endlich 8 ist, ist die Gruppe auf die Stärke einer Fußballmannschaft ange- wachsen. Die Frühschwimmer seien eine extrem verlässliche Spezies, weiß Matthias Oloew, Presse- sprecher der Berliner Bäderbetriebe. “Manche wür- den wohl auch dann noch kommen”, vermutet er, “wenn’s im Sommer frieren und Eisschollen auf dem Wasser treiben würden.”

An die 100 Leute sind es regelmäßig, die  werktags zwischen 8 und 9.15 Uhr im Freibad am Colum- biadamm den Frühtarif für 2 Euro lösen und das Bad columbiabad sommerbad neukölln, mehrzweckbecken, sportbecken, sprungturmspätestens um 10 Uhr wieder ver- lassen.

Sie würde es dreimal pro Woche tun, sagt eine Frau, die am Neuköllner Maybachufer wohnt und in Steglitz arbeitet: “Dass das Columbiabad quasi auf dem Weg liegt, macht es leicht, den inneren Schweinehund zu überlisten.” Bei schönem Wetter sei der sehr kooperativ, bei grauem Himmel und wenig sommerlichen Temperaturen allerdings ein ziemliches Biest. “Da gab’s also etliche Kämpfe in letzter Zeit”, gesteht die Mittvierzigerin, “aber die meisten hab ich gewonnen.” Es würde ihr einfach gut tun, sich morgens vor der Arbeit zu bewegen, und joggen sei nicht ihr Ding. Herrlich sei es dagegen, im gemächlichen columbiabad sommerbad neukölln, schwimmmeisterTempo durchs Wasser zu gleiten und dabei über alles mögliche nachzudenken. Um das exakte Gegenteil geht es einem passionierten Früh- schwimmer aus Tempelhof. Er will sein Pensum möglichst schnell hinter sich bringen und beim Kraulen möglichst an nichts denken. Je menschen- columbiabad sommerbad neuköllnleerer die rund 3,5 Millionen Liter Was- ser im 50 Meter-Becken sind, desto lieber ist es ihm. Auf die Idee, das Colum- biabad tagsüber zu besuchen, sagt er, käme er nie: “Schon weil ab mittags im Sportbecken der Bereich vor dem Sprungturm abgesperrt ist und man deshalb keine 50 Meter-Bahn mehr hat.”

Der Sprungturm mit seinen Plateaus in 3, 5 und 10 Metern Höhe ist neben der 83 Me- ter langen Wasserrutsche eine der Attraktionen für viele, denen es weniger ums columbiabad sommerbad neukölln, wasserrutscheSchwimmen geht. “Da steht die Performance im Vordergrund“, sagt Matthias Oloew. Einer der Schwimm- meister bestätigt es: Es seien in der Tat immer die dieselben, die mit Sprüngen ins 5,25 tiefe Wasser vor ihren Kumpels oder Mädchen “einen auf dicke Hose” machen wollen. Für Imponiergehabe taugt die Rutsche am Nichtschwimmerbereich des columbiabad sommerbad neuköllnMehrzweckbeckens eher wenig. Sie bedeutet statt- dessen Spaß für Klein und Groß und ist auch für manchen Frühschwimmer der krönende Schlusspunkt hinter dem morgendlichen Sportprogramm.

Dafür, dass im 1952 eröffneten und in den 1980er-Jahren modernisierten Columbiabad, das  an Spitzentagen bis zu 8.000 Besucher hat, so wenig wie möglich passiert, sorgen drei bis acht Schwimmmeister. Weil sie ihre Pappenheimer kennen, laufe vieles über das  frühzeitige Erkennen möglicher columbiabad sommerbad neuköllnGefahrensituationen und die Präven- tion. “Ins Wasser musste ich jeden- falls noch nie”, bilanziert einer. Wes- penstiche behandeln, aufgeschlage- ne Knie verarzten und Pflaster kleben, würden neben der Wachsamkeit den Berufsalltag eines Fachangestellten für Bäderbetriebe ausmachen. Unter- stützt werden sie von zahlenmäßig flexibel einsetzbaren Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes, die die Aufsicht für den weiträumigen Bereich der Liegewiesen übernehmen. Dass es auf denen nach heißen Tagen laut Oloew  “wie auf einem Schlachtfeld”  aussieht, können sie nicht verhindern. Dass Badegäste es nicht für nötig halten, ihren Müll in einen nur wenige Schritte entfernten Mülleimer zu werfen, sei allerdings kein Neuköllner Phänomen. Am Bewusstsein, dass ein solches Fehlverhalten zu Lasten der Betriebskosten gehe, mangele es überall. Und ebenfalls daran, dass  jede Eintrittskarte für ein Freibad  von den Steuerzahlern mit columbiabad sommerbad neukölln, kinderbecken, planschbecken9 Euro bezuschusst  werden muss, um das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben herstellen zu können.

Würde das Bad schon ab Anfang Mai und bis Ende September geöffnet sein, was angesichts von Wetter- kapriolen immer wieder gefordert wird, lägen die Betriebskosten noch höher. Allein wegen der Heizung, die das Wasser in den Becken auf angenehme Temperaturen bringt. “Aber nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch wäre es  schwachsinnig, früher als Ende Mai zu öffnen”, rechnet Matthias Oloew vor, “denn in der Jahreszeit würde eine einen Monat frühere Öffnung einen um 4 Tonnen erhöhten CO2-Ausstoß bedeuten.” Die Ambitionen der Berliner Bäderbetriebe (BBB) gehen jedoch eher in die Gegen- richtung: “Unser erklärtes  Ziel ist eine klimaneutrale Beheizung.” Fragen ranken sich allerdings noch um das Wie. So komme beispielsweise Solarenergie ob fehlender Dachflächen nicht infrage. Die Möglichkeit, einfach die Heizung abzuschalten, columbiabad sommerbad neukölln, sportbecken, sprungturmscheidet ebenfalls aus. “10 bis 18 Grad”, schätzt der BBB- Pressesprecher, “wärmer würde das Wasser nur durch Sonnen- einstrahlung nicht werden”. Das wäre wohl selbst Hartgesot- tenen zu erfrischend.

Wegen der Wassertemperatur von molligen 26 Grad gehe sie viel lieber morgens zum Schwimmen ins Stadtbad, ge- steht eine Neuköllnerin: “Aber das macht ja jetzt leider  Sommerpause, obwohl wir doch bisher gar keinen Sommer hatten.” Deshalb sei sie auch erst zum zweiten oder dritten Mal in dieser Saison hier. Eine Frau aus Schöneberg, die sich selber als “fanatisch begeisterte Schnellschwimmerin” bezeichnet, setzt da andere Prioritäten: Sie steuert immer andere Bäder mit 50 Meter-Bahnen an. Natürlich gehe es ihr vor allem ums Schwimmen, aber sie habe auch Spaß daran, die  von Bad zu Bad unterschiedliche Badekultur  zu erleben. Das Wetter ist ihr dabei ziemlich egal. “In Freibädern schwimme ich auch sehr gerne, wenn es regnet”, sagt sie. “Dann  ist das Wasser so wunderbar seidenweich.”

Zum Bedauern der Schwimmmeister des Columbiabads gibt es nur wenige Leute mit dieser Vorliebe – gäbe es mehr davon, hätten sie sich in den letzten Wochen weniger gelangweilt. Und jetzt, wo endlich Sommer herrscht, ist Ramadan. Das werde sich durchaus bei den Besucherzahlen bemerkbar machen, meint auch Matthias Oloew. Wer tagsüber nichts essen und trinken darf, halte sich eben auch mit sportlicher Betätigung zurück.

=ensa=

Abgetaucht

wasserrutsche sommerbad neukölln, columbiabad

(im Sommerbad Neukölln)

Nachzügler

Das Strandbad Wannsee ist bereits geöffnet. Fünf andere Berliner Freibäder ziehen in der nächsten Woche nach, für die bis zu 25° C erwarten werden, acht weitere bis Mitte Mai.  Nicht unter denen ist das Sommerbad am Columbiadamm: Wer in Neu- kölln unter  freiem Himmel schwimmen will und  keinen eigenen Pool hat, muss sich

noch bis zum 26. Mai gedulden. Damit startet die Open Air-Badesaison im Bezirk immerhin zwei Wochen eher als im letzten Jahr, das für die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) mit einer bescheidenen Bilanz endete. Ob des erst entschieden zu frühen und dann viel zu erfrischenden Sommers 2011 passierten gegenüber 2010 rund 400.000 Freibad-Besucher weniger die Kassenkreuze. Es liegt also nicht nur im Interesse der Berliner, dass das Zusammenspiel zwischen dem Wetter und den Öffnungs- zeiten der Sommerbäder in dieser Saison besser klappt.

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Die Würfel sind gefallen: Neukölln kriegt einen Scube Park

Noch steht er einsam und verlassen im östlichen Bereich des Columbiabads. Aber das wird sich bald ändern. Nicht mal mehr zwei Monate soll es dauern, bis 39 weitere Schlafwürfel aus Holz und Glas  nebst einem Gästehaus mit Küche, Du- schen und Toiletten dazugekommen sind und der Scube Park Columbia  eröffnet ist. “Wir rechnen Ende März/ Anfang April damit”, kündigt Tanja Rathmann, Mit-Gründerin und Ge- schäftsführerin der Scube Parks Ber- lin GmbH, an.

Etwa 2.000 Quadratmeter misst die Wiese, auf der sich dann eine neue Art des  urbanen Campings erleben lässt. Bis zu vier bequeme Betten sind in den knapp 9 Quadratmeter kleinen Massivholz-Hütten untergebracht. Außerdem gibt es einen Tisch und Sitzgelegenheiten. Auch an genug Stauraum fürs Gepäck der Gäste ist gedacht, ebenso an ein ökologisch korrektes Gesamtkonzept: Die Innen- beleuchtung der Scubes erfolgt über sparsame LED-Leuchten und aus den Steck- dosen kommt Solarstrom.

Wie in der letzten Saison, als das Würfel-Dorf für Berlin-Touristen, im Kreuzberger scube park columbia, sommerbad neukölln, foto: scube parksPrinzenbad angesiedelt wurde, spielt auch bei der neuen Location das nähere und wei- tere Drumherum wieder eine entscheidende Rolle. Bis zum Schwimmbecken des Sommer- bads Neukölln sind es nur wenige Schritte, das Tempelhofer Feld grenzt direkt an den Scube Park an und die U8 stellt eine Direktverbindung ins Zentrum Berlins her. “Damit ist der Standort einfach genial”, findet Tanja Rathmann. Daran, schon nach einem Sommer wieder umzuziehen, verschwendet sie keinen Gedanken: Die Verhandlungen mit den Berliner Bäderbetrieben seien höchst kooperativ verlaufen, am Ende habe ein unbefristeter Pachtvertrag gestanden. “Ohne die Unterstützung der Bäderbetriebe wären wir heute nicht in Neukölln, worüber wir sehr sehr glücklich”, sagt die Scube Parks-Chefin.  “Und wir wollen lange bleiben.”

Zeitlich begrenzt ist hingegen der Aufenthalt von Anke Engelke in ihrem hölzernen Wohnwürfel. Noch bis morgen übernachtet sie in dem und berichtet aus dem Sondermodell live im ARD-Morgenmagazin von der Berlinale.

=ensa=

Verfrühte Hommage

Es wird noch einige Zeit dauern, bis auch der letzte doppelschlitzige Brief- kasten von Berlins Bürgersteigen verschwunden und durch einen Ein- schlitzer ersetzt ist. Sukzessive werde man den Aus- tausch vor- nehmen, teil- te die Post mit, als sie Anfang 2011 mit der Reali- sierung der Maßnahme begann. Durch den Einsatz moderner Lese- und Sortiermaschinen sei es  schlichtweg unnötig geworden, dass Kunden selber ihre Post vorsortieren und Sendungen für Berlin/Branden- burg in den rechten Schlitz und für alle anderen Destinationen in den linken werfen. Aktuell ist das aber noch vielerorts Realität.

Insofern ist die Hommage an die Doppelschlitzbriefkästen, die sich derzeit an der Litfasssäule vor dem Eingang zum Sommerbad Neukölln präsentiert, etwas früh dran. Aber viel Aufmerksamkeit findet sie dort ohnehin nicht, denn auch fürs Baden unter freiem Himmel ist die Zeit noch nicht gekommen.

=ensa=

Auf dem Trockenen

Der Eingang zum Sommerbad Neukölln am Columbiadamm gibt immer noch ein skurriles Bild ab. Das könnte auch  gut zwei weitere Wochen lang so bleiben, denn nach aktueller Auskunft der Berliner Bäderbetriebe wird das Freibad definitiv erst am 11. Juni wieder geöffnet werden – sommerliche Temperaturen hin oder her.

Wer also am heutigen Towel Day sein Hand- tuch auf der Liegewiese des Columbiabades ausbreiten wollte, wird umdisponieren müs- sen. Die Fahrt in den Süden des Bezirks zum Kombibad Gropiusstadt kann man dabei von der Liste der Alternativen gleich streichen, denn das nimmt sich seit Anfang Mai wegen “umfangreicher Sanierungsarbeiten” eine zweijährige Auszeit.

Bleibt ein Ausflug in den Nachbarbezirk zum Sommerbad Kreuzberg oder ins überdachte, muggelig warme Stadtbad Neukölln, das  übrigens pünktlich am 11. Juni bis Ende August aus dem Verkehr gezogen wird.

=ensa=

Abgeknickt

columbiabad, sommerbad neukölln, berliner bäderbetriebeDie Wetterfrösche sind sich einig: Am kommen- den Wochenende mischt sich ein Hauch von Som- mer mit Temperaturen über 20° in den Berliner Frühling.

Da dürften vielleicht sogar manche auf die Idee kommen, ihre solarium- gegerbten Körper ins Co- lumbiabad Neukölln tra- gen zu wollen, um die Resultate des ökonomisch korrekten Sonnens zur Schau zu stellen. Doch den Weg können sie sich sparen: “Wir bereiten das Sommerbad für die columbiabad, sommerbad neukölln, berliner bäderbetriebediesjährige Saison vor” verkünden die Berli- ner Bäderbetriebe auf ihrer Homepage. Mit etwas Be- cken-, Kabinen- und Ra- senpflege ist es da – wie man sieht – nicht getan. Zumindest, wenn die Fas- sade künftig nicht aus- sehen soll, als hätten sich Kraftsportler erfolglos an einem Glücksrad-Revival versucht.

=ensa=


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