Ausgezeichnet: Neukölln hat sechs neue Ehrennadel-Träger

137 Träger der Neuköllner Ehrennadel gab es bis gestern. Seit gestern sind es sechs mehr: Bei einer Feierstunde im Schloss Britz verliehen Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky und Bezirksverordnetenvorsteher Jürgen Koglin die höchste neuköllner ehrennadel-verleihung 2012Auszeichnung für Menschen, die sich um den Bezirk verdient gemacht haben, an Soran Ahmed, Beate Hau- ke, Christian Korb, Lam-Thanh Ly, Brigitte Merten und Peter Renkl.

Aber wie kommt man überhaupt an diese Ehrung, wenn man sie denn will? “Geehrt werden besonders Per- sonen, die langjährig auf dem Gebiet des kulturellen, sozialen, religiösen, wirtschaftlichen, sportlichen, gesell- schaftspolitischen und partnerschaftlichen Bereichs im Sinne Neuköllns tätig gewesen sind”, erklärt Andrea Liedmann aus dem Büro des Bezirksbürgermeisters. Politische Funktionen und Mandate seien für eine Ehrung nicht hinreichend.

Vorschläge für Auszuzeichnende, die samt einer kurze Begründung sowie einer Biographie der betreffenden Person an das Bezirksbürgermeister-Büro zu richten sind, könnten von Vereinen, Vereinigungen oder anderen Organisationen gemacht neuköllner ehrennadelwerden. Wer letztlich die Neuköllner Ehrennadel bekommt, werde dann von einem Gremium entschieden, das sich aus dem Bezirksverordne-tenvorsteher, der stellvertretenden Bezirksver-ordnetenvorsteherin, dem Bezirksbürgermeister und dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister zusammensetzt.

Begünstigungen sind mit der Mini-Trophäe fürs Revers, die seit 1984 einmal jährlich verliehen wird, nicht verbunden. Allein mit der Ehrennadel und einer feierlichen Zeremonie müssen sich die Ausgezeichneten aber auch nicht begnügen: Sie erhalten zusätzlich eine Urkunde, werden ins Ehrennadelbuch eingetragen und im Foyer der 2. Etage des Neuköllner Rathauses namentlich auf einer Messingtafel verewigt. So wie vor ihnen bereits Wolf Henri, der Schmied vom Richardplatz, der heute 100 Jahre alt geworden wäre, Victor Kopp, der Eigentümer der Neuköllner Passage, die ehemaligen SG Neukölln-Schwimmerinnen Cathleen Rund und Britta Steffen, der Ex-Profiboxer Oktay Urkal, die Ricam Hospiz-Gründerin Dorothea Becker, der Schriftsteller Horst Bosetzky, Konrad Tack, der ehemalige Geschäftsführer des JobCenters Neukölln, der Sprach- woche-Initiator Kazim Erdogan und Christina Rau, die Schirmherrin des Campus Rütli – um nur einige zu nennen.

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Drei Jahrzehnte mit links

Runde Geburtstage sind oft ein willkommener Anlass zurückzublicken. Viele tun das im Stillen für sich; die Neuköllner Malerin Angelika Schneider-von Maydell, die vor einem Monat 60 wurde, lässt alle ausstellung "querschnitt", angelika schneider-von maydell, galerie im körnerpark neuköllndaran teilhaben: Über 80 Werke, die in den letzten drei Jahrzehnten entstanden, zeigt die Ausstellung “quer|schnitte”, die noch bis Sonntag in der Galerie im  Körnerpark  zu  sehen  ist.

Meist sind es Menschen, die im Mittelpunkt der Geschichten stehen, die Angelika Schneider-von Maydell erzählt. Mit Acryl-Bildern, die so plasausstellung "querschnitt", angelika schneider-von maydell, galerie im körnerpark neuköllntisch, faszinierend und un- geschönt sind wie die Wirklichkeit. “Mei- ne Frau hatte schon immer eine große Leidenschaft für Menschen, Portraits und den Realismus”, sagt Hans von Maydell, der seit 40 Jah- ren mit der Künstlerin verheiratet ist. “Auch ihre abstrahierten Bilder von Gebäuden und Landschaften haben immer einen realen ausstellung "querschnitt", angelika schneider-von maydell, galerie im körnerpark neuköllnHintergrund.”

Als Vorlage dienen der Malerin in der Regel Fotos und Filmsequenzen. Ei- ne Arbeitsweise mit Modellen sei schon wegen der Zeitintensität und der Unvereinbarkeit mit dem Haupt- beruf als Lehrerin für Kunsterzie- hung am Albert-Einstein-Gymnasium in Britz nicht möglich. Von einem der wohl prägendsten Erlebnisse ihrer eigenen Schulzeit erzählt Angelika Schneider-von Maydell indirekt mit Selbstbildnissen, die die Besucher der Aus- stellung empfangen. “Ja, meine Frau ist  Linkshänderin, wurde aber in der Schule auf rechts umerzogen”, erzählt von Maydell. “Erst beim Studium an der Hochschule der Künste hat sie wieder angefangen, mit der linken Hand zu malen und zu ausstellung "querschnitt", angelika schneider-von maydell, galerie im körnerpark neuköllnschreiben.” Die recht wirr anmutende Sig- natur auf den Bildern sei eine Reminiszenz an den Konflikt.

Spannungen anderer Art spiegeln sich in den Gemälden der Künstlerin wider: Mal haben sie einen gesellschaftskritisch-politischen Anklang, der durch die Darstellung von Gewalt und Terror ausgedrückt ist, ausstellung "querschnitt", angelika schneider-von maydell, galerie im körnerpark neuköllnmal einen zwischenmenschlichen, der subtiler da- herkommt. Leichtigkeit versprühen dagegen die ausstellung "querschnitt", angelika schneider-von maydell, galerie im körnerpark neuköllnSerien “UnterWasser” und “Spiegelungen”.

Im kleinen wie im großen Format, stellte Kuratorin Birgit Möckel fest, zeige sich die Kraft dieser Malerei als künstlerische “In- tervention”, die die Themen aus der Flut uns umgebender Bilder löst, neu fokussiert und uns mit  malerischer Vehemenz an unsere Realität erinnert.

Eine neue Facette hat die Realität durch die Ausstellung “quer|schnitte” auch für Angelika Schneider-von Maydell bekommen. Viele ihrer Schüler haben sich bereits angeguckt, was die Pädagogin macht, wenn sie nicht unterrichtet: “In eine große Galerie zu gehen, um dort die Kunstwerke ihrer Lehrerin zu sehen, ist  für die Schüler eine ganz wichtige Sache”, schlussfolgert Hans von Maydell aus den Reaktionen. Immer wieder komme das Wort  Stolz  darin vor.

Morgen  lädt Angelika Schneider-von Maydell ab 19 Uhr im Rahmen der Ver- anstaltungsreihe  “Kammermusik on Tour”  zur  Führung durch die Ausstel- lung  ein; sie wird musikalisch vom Trio Mehrklang begleitet. Die Retro- spektive “quer|schnitt” in der Galerie im Körnerpark endet am 18. No- vember (Öffnungszeiten: Di. – So. 10 – 20 Uhr).

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Ausgezeichnet!

Die Zeugnisse sind verteilt und Berlins Schüler in den Sommerferien. Am 6. August beginnt für sie wieder der Alltag – so der in der Schule weitergeht und nicht mit rollberger superschüler 2012, neukölln, aki arabisches kulturinstitut e.v.Arbeitslosigkeit, Ausbildung oder Studium.

Über eine besondere Auszeichnung konn- ten sich 15 Jungen und 24 Mädchen der drei Schulen im Neuköllner Rollbergkiez kurz vor dem Start in die großen Ferien freuen: Sie bekamen den Titel “Rollberger Superschüler 2012″  verliehen.

Seit dem Schuljahr 2007/2008 gibt es den Wettbewerb, der vom  Arabischen Kultur- institut (AKI) e. V.  organisiert wird, das  wie die Regenbogen-Grundschule, die Zuck- mayer- und die Kielhorn-Schule im Roll- bergviertel ansässig ist. Mit der Aus- zeichnung gehe es darum, Kinder und Jugendliche zu ehren, die nicht nur mit schulischen Leistungen glänzen, erklärt die Koordinatorin Manon Ziemann. Auch durch  vorbildliche soziale Kompetenzen und beispielhaftes Engagement müssten sie auffallen, um von ihren Schulen für die Ehrung vorgeschlagen zu werden. Denn nur mit diesem Gesamtpaket lasse sich die “Basis für eine erfolgsorientierte Zu- kunft” legen. Ansporn und Belobigung zugleich solle die Auszeichnung sein.

Für die 39 Erst- bis Zehntklässler, die sie in diesem Jahr einheimsten, veranstaltete das AKI  Montag eine Feierstunde im Kinder- und Jugendzentrum Lessinghöhe. Außer dem Shakehands mit Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky, der auch Schirmherr der Aktion ist, und Schulstadträtin Franziska Giffey  gab es für die Roll- berger Superschüler  Urkunden, Medaillen sowie Hugendubel-Büchergutscheine.

Heute Nachmittag empfangen Buschkowsky und Giffey im Neuköllner Rathaus 16 Abiturienten, die ihre Abi-Prüfungen an Schulen im Bezirk  mit den Traumnoten 1 oder 1,1 gemeistert haben.

Den ersten Platz im Schulranking ergatterte das im Ortsteil Britz gelegene Albert-Einstein-Gymnasium mit sechs Absolventen in diesen Kategorien. Der  zweite und dritte Platz gehen an Schulen in Nord-Neukölln: An der Katholischen Schule St. Marien schafften drei Abiturienten ihren Abschluss mit einer glatten 1 bzw. 1,1. Zwei Einser-Prüfungen wurden in der Albert-Schweitzer-Schule abgelegt.

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Typisierungsaktion in Neukölln

Hilfe für Alp Dogan – gemeinsam gegen Leukämie

alp dogan,dkms,typisierungsaktion in neukölln“Der kleine Alp”, teilt die DKMS Deutsche Knochen- markspenderdatei mit, “ist erst sechs Jahre alt und sieht sich zum zweiten Mal der Diagnose Leukämie gegenüber. Diesmal hilft nur noch eine Stammzell- transplantation, doch der genetische Zwilling fehlt bislang.”

Um einen geeigneten Kno- chenmarkspender zu finden, bittet die DKMS am 18. Dezember zur Typisierung ins Neuköllner Albert-Einstein-Gymnasium.

Lediglich 5 Milliliter Blut werden jedem aus der Armvene entnommen, der sich zwischen 12 und 18 Uhr dort einfindet, um sich typisieren zu lassen. “Volljährig müssen die potenziellen Spender sein und nicht älter als 55 Jahre”, fasst Bagnu Yazici von DKMS zusammen, “außerdem müssen sie gesund sein, dürfen also keine chronischen Krankheiten haben.” Vorort müsse zudem eine Einverständ- niserklärung unterschrieben werden. Mit Kosten für die Probanden sei die Typisierung nicht verbunden. “Aber da für uns natürlich Kosten entstehen”, sagt sie, “freuen wir uns immer sehr über Spenden.” Doch im Vordergrund stehen die gespendeten Bluttropfen und die Hoffnung, dass einer von ihnen Alps Krankheit besiegen hilft.

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